REDWITZ

Weihnachten im Schuhkarton so erfolgreich wie selten

„Weihnachten im Schuhkarton“ so erfolgreich wie selten
Ulrike Gieger (2. v. re.) mit dem Team vor den vielen gespendeten Kartons. Foto: Thomas Micheel

Selten war die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ mit 665 abgegebenen Schuhkartons erfolgreicher als in diesem Jahr. Und das inmitten der Corona-Zeit. Viele Spender hätten wohl die Einstellung: „Jetzt erst recht!“ So bewertet jedenfalls Ulrike Gieger, die die Aktion seit 22 Jahren in der evangelischen Kirchengemeinde betreut, diesen Erfolg.

„Nicht nur aus der Kirchengemeinde, aus dem gesamten Landkreis und aus dem benachbarten Landkreis Kronach sind Spenden eingegangen“, erzählt sie freudestrahlend. Neben der Sammelstelle im Pfarramt sowie im evangelischen Gemeindehaus war eine weitere Abgabestelle in Redwitz im Geschäft „Drehpunkt“ eingerichtet gewesen. Ebenso konnten Kartons in der Sammelstelle in Lichtenfels im Rathaus im Zimmer des Bürgerservice als auch bei Nadja Weber aus Kronach abgegeben werden.

Besonderen Dank richtet Gieger dieses Jahr an die vielen Strickerinnen aus nah und fern mit all ihren gespendeten, selbst gestrickten Sachen. Ein besonderes Ausrufezeichen hatte eine Frau aus Lichtenfels gesetzt. Sie gab über 200 liebevoll eingepackte Päckchen ab.

Hier kommen die unterschiedlichsten Menschen zusammen

Das Besondere an „Weihnachten im Schuhkarton“ ist, so sind sich alle Helfer und Beteiligten einig, dass so viele unterschiedliche Menschen zusammenkommen, jeder mit seinen Stärken, Begabungen und Leidenschaften. Nach dem letzten Abgabetermin waren für das Team um Gieger die vielen Stunden, die für Organisation und ordentliche Abwicklung dieser Aktion aufgebracht worden waren, vergessen. Was überwiegt und bleibt, ist die Freude über den großartigen Erfolg. Den bestätigten auch die Spender bei der Abgabe mit dem Kommentar: „Wir wollen Freude bereiten.“

Im evangelischen Gemeindehaus ordnete das Team die Schuhkartons nach Inhalt, Alter und Geschlecht. Nach der Zuordnung und der Verteilung der kleinen Päckchen auf die großen Kartons werden diese in ein Lager und von dort anschließend nach Berlin in ein Sammellager gebracht, von wo aus sie die Reise zu den ärmsten Kindern der Welt antraten.

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