MARKTGRAITZ

Viel Grün für den Marktgraitzer Kirchweihplatz

Viel Grün für den Marktgraitzer Kirchweihplatz
Viel Grün, Barrierefreiheit und eine neue Unterstellmöglichkeit: So könnte der Kirchweihplatz in Marktgraitz nach der Sanierung aussehen. Foto: red

In greifbare Nähe rückt die Sanierung des Kirchweihplatzes in Marktgraitz. Wie der Platz einmal aussehen könnte, erklärte Bürgermeister Jochen Partheymüller im Gemeinderat am Montagabend anhand eines Schaubilds.

Bereits erfolgt ist die Abgrenzung des hinteren Bereichs durch die Nachbarn mit Betonteilen. Die Schleppkurve für die Busse soll durch eine asphaltierte Fahrspur markiert werden, da Pflaster auf Dauer nicht die nötige Tragkraft hätte, so der Bürgermeister. Wegen des errechneten Wenderadius der Busse sollen diese auf der Seite halten, wo jetzt noch das Wartehäuschen steht. Es soll durch einen Neubau mit einer Länge von rund zehn Metern ersetzt werden. Es soll breit genug sein, um die Wartende vor Regen zu schützen. Das Dach könne begrünt werden. Durch eine sechs Meter lange Rampe wird das Wartehäuschen barrierefrei zugänglich sein.

Für eine ausreichende Beleuchtung des ganzen Platzes und der Wartestelle soll gesorgt werden. Die Parkplätze im vorderen Bereich des Platzes sollen bestehen bleiben und mit verschiedenfarbigem Pflaster gekennzeichnet werden. „Eine Sitzgruppe mit Ruhebänken sollte ebenfalls möglich sein“, betonte Partheymüller. Außerdem werde versucht, möglichst viel Grün zu Integrieren.

Viel Grün für den Marktgraitzer Kirchweihplatz
Am Sportgelände (Trainingsplatz) des FC Marktgraitz sollen 16 Parkplätze entstehen und am Abschluss ein Abfallcontainer... Foto: Roland Dietz

Der nächste Schritt sei jetzt die Vorstellung der Planung beim Landratsamt und beim Kreisbauhof. Die Abfallcontainer sollen künftig auf dem äußeren Bereich des Sportgeländes platziert werden. Mit dem FC Marktgraitz sei darüber bereits gesprochen worden. Durch die Versetzung entstehe Raum für 16 gezeichnete Parkplätze. Dahinter sollen die Abfallcontainer stehen, eingegrünt durch eine Hecke. Die Gestaltung soll es ermöglichen, bei Bedarf weitere Container dort aufzustellen.

Sanierung des Kirchenwegs von der Schule bis zum Friedhof

Saniert werden soll auch der Kirchenweg von der Schule bis zum Friedhof. Den Weg und den Platz habe die Gemeinde nun von der Kirchenstiftung zu einem fairen Preis erworben, teilte der Bürgermeister mit. Neben der Asphaltierung der Fahrbahn soll möglichst auch die Wasserleitung auf knapp 600 Meter Länge erneuert werden. Andere Leitungen digitaler Art könnten ebenfalls verlegt werden. Außerdem solle die Beleuchtung verbessert werden, stellte Bürgermeister Jochen Partheymüller fest. Angebote für die Arbeiten werden demnächst eingeholt.

Viel Grün für den Marktgraitzer Kirchweihplatz
Der Kirchenplatzweg in Marktgraitz wird von der Schule bis zum Parkplatz des Friedhofs saniert. Foto: Roland Dietz

Weiteren Gesprächsbedarf gibt's wegen der Forderung, in der Steinachstraße und im Erlenweg Tempo 30 für Fahrzeuge einzuführen. Michael Lang von der Polizei Lichtenfels erklärte nach einem Ortstermin, dass die Einrichtung einer Tempo-30-Zone in diesen Straßen möglich wäre. Dadurch würde für den Verkehr allerdings „Links vor Rechts“ gelten. Michael Lang werde die Folgen für Einmündungen oder die besondere Verkehrssituation der Schneidmühle nochmals prüfen.

„Jeder Verkehrsteilnehmer hat der Situation angepasst zu fahren, damit er keinen anderen gefährdet – unabhängig davon, ob Tempo 50 oder Tempo 30 gilt.“
Jochen Partheymüller, Bürgermeister

„Leider wird grundsätzlich zu schnell gefahren“, kritisierte Bürgermeister Jochen Partheymüller. Jeder Verkehrsteilnehmer habe der Situation angepasst zu fahren, damit er keinen anderen gefährde – unabhängig davon, ob Tempo 50 oder Tempo 30 gelte. Wichtiger als Regelungen sei die Vernunft.

Aus dem Gemeinderat

Die Gemeinde sei angehalten, den Schuldenabbau voranzutreiben und die Ausgaben möglichst zu reduzieren, forderte der Rechnungsprüfungsausschuss bei der Prüfung der Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2019. Eine Möglichkeit sei ein weiterer Verkauf von Bauplätzen., erläuterte Jörg Partheymülle, der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses. Außerdem sollten beschossene Vorhaben zügig verwirklicht werden. Er empfahl die Erstellung einer Prioritätenliste.

Der Verwaltungshaushalt schloss mit mit 2 019 652 Euro, der Vermögenshaushalt mit 1 058 286 Euro (Gesamthaushalt: 3 077 939 Euro) ab. Statt der geplanten Zuführung vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt von 163 168 Euro gelang es, sogar 284 105 Euro zuzuzuführen, wie Kämmerer Tobias Grünbeck erläuterte. Äußerst positiv haben sich der Einkommensteueranteil und Ersatzleistungen entwickelt. Es sollte zeitnah über eine Gebührenanpassung bei der Abwasserbeseitigung nachgedacht werden. Der Kämmerer empfahl eine Grundkalkulation über drei Jahre.

Einstimmig beschlossen wurde die Anpassung zur Änderung der Satzung über Aufwendungs- und Kostenersatz für Einsätze und anderen Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr Marktgraitz. Der Pauschalbetrag für den Einsatz ehrenamtlicher Feuerwehrdienstleistender wurde dabei von 24 auf 28 Euro erhöht. Die Pauschale für die Abrechnung von Sicherheitswachen wird von 13,70 Euro auf 16,40 Euro angehoben.

Auch der Neufassung der Erschließungsbeitragssatzung wurde zugestimmt.

Erfreulich waren die Besucherzahlen im Lehrschwimmbecken bis zur Corona-Pandemie. So hatten im vergangenen Jahr 3054 Personen das Bad besucht, was für die Größe doch enorm sei, meinte Bürgermeister Jochen Partheymüller.

Die Verbesserung der Homepage der Verwaltungsgemeinschaft sei in vollem Gange, und zeige schon jetzt ein positives Bild. Genehmigt wurden der Bauantrag für ein Einfamilienwohnhauses und den Umbau der ehemaligen Gastwirtschaft in der Lettenreuther Straße 35 in eine Korbmacherwerkstatt.

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