MICHELAU

SPD-Ortsverein Michelau will sich neu aufstellen

SPD-Ortsverein Michelau will sich neu aufstellen
Bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins von Michelau konnte Dr. Christian Frühwald (2.v. re.) für seine 30-jährige Mitgliedschaft geehrt werden, während Petra Federbusch (5. v. re.) als neues Mitglied in die Reihen der SPD von Michelau aufgenommen wurde. Unser Bild ents... Foto: Dieter Raziej

Obwohl die Michelauer SPD bei den Bürgermeisterwahlen nicht ihr Ziel erreichte, zeigten sich die Sozialdemokraten über das Abschneiden bei den Gemeinderatswahlen zufrieden. Bei der Jahresversammlung richtete Ortsvereinsvorsitzender Jürgen Spitzenberger den Blick in die Zukunft. Er kündigte an, dass sich die SPD neu aufstellen werde.

Im Mehrgenerationenhaus von Michelau eröffnet Vorsitzender Jürgen Spitzenberger die Jahresversammlung des SPD-Ortsvereins und hieß Parteifreunde und Gäste willkommen. Vorsitzender Spitzenberger erinnerte an den plötzlichen Tod des Ersten Bürgermeisters Dirk Rosenbauer. Dies sei ein schwerer Schicksalsschlag für die gesamte Korbmachergemeinde gewesen und habe alle gleichermaßen betroffen gemacht.

Den Worten des Ortsvereinsvorsitzenden war an diesem Abend die Erleichterung zu entnehmen, dass nach so vielen ausgefallenen Veranstaltungen endlich wieder eine Versammlung abgehalten werden konnte. Im Rückblick stellte Spitzenberger als eines der wichtigsten Ereignisse die Kommunalwahlen mit Bürgermeisterwahl heraus.

Mit Ergebnis der Gemeinderatswahlen zufrieden

Bei den Wahlen konnte er sich zum zweiten Mal in Folge nicht durchsetzen, wenngleich das Abschneiden seiner Fraktion und der Sozialen Bürger am Ende als positiv gesehen werden konnte. Nachdem ihm von der Mehrheitsfraktion deutlich gemachte worden sei, dass er bei der Wahl zum Zweiten Bürgermeister keine Chance hätte, habe er das in Aussicht gestellte Amt des Dritten Bürgermeisters nicht angenommen. Den SPD-Fraktionsvorsitz übernahm Simone Naumann.

Weiter ging er auf den plötzlichen Tod des amtierenden Bürgermeisters und die daraus resultierenden Wahlen ein. Nach einigen parteiinternen Diskussionen schickte die SPD Jürgen Robisch ins Rennen. Er konnte keine Mehrheit für das Bürgermeisteramt für sich gewinnen. „Er hätte mehr Stimmen verdient gehabt“, würdigte Vorsitzender Jürgen Spitzenberger, der Robisch seine Anerkennung aussprach.

In der Gemeinde Michelau seien viele Projekte am laufen und müssten in den nächsten Monaten abgeschlossen werden. Was Spitzenberger allerdings am meisten beschäftigt, seien die „Edeka- und CS Trans-Blamage“.

Anschließend kündigte Vorsitzender Jürgen Spitzenberger bereits mit Blick auf die Kommunalwahlen 2026 an, dass es jetzt das Ziel sein müsse, den SPD-Ortsverein nach und nach neu und für die Zukunft aufzustellen. Dies werde schon in Kürze beginnen. Mit einem Dank an alle Mandatsträger und Parteifreunde für ihren Einsatz und das Engagement, beendete Spitzenberger seine Ausführungen.

Georg Kremer erstatte den Kassenbericht. Ein kurzes Grußwort sprach der Kreisvorsitzende Sebastian Müller. SPD-Bundestagskandidat Simon Moritz bedankte sich bei den Michelauer und Schwürbitzer Parteifreunden für die Unterstützung, wenngleich die Kommunikation in den vergangenen Monaten meist nur digital oder über soziale Netzwerke möglich war. Die derzeit positiven Stimmungen für die SPD, so Moritz, wolle er aber nicht überbewerten, wenngleich ein gewisser Optimismus schon angebracht sei.

Thema „Mindestlohn“ angesprochen

Er ging anschließend kurz auf das Thema Mindestlohn ein. Ein neuer Mindestlohn von zwölf Euro in der Stunde, wie es die SPD in die Diskussion brachte, sei angemessen und vertretbar. Weiter plädierte er für die Grundrente. Es sollte flächendeckende Tarifverträge geben, die Kinderbetreuung im gleichen Maße wie die Alten- und Pflegeberufe müssten gestärkt werden. Neben der Ausbildungsförderung sei die Förderung de Handwerksberufe genauso wichtig. „Bildung, Forschung, Innovation und Digitalsierung“, dies werden die Themenbereiche der Zukunft sein, hieß es.

Anschließend ehrte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Spitzenberger Parteifreund Dr. Christian Frühwald für dessen 30-jährige Mitgliedschaft in der SPD. Er erinnerte an das Engagement des Jubilars im SPD-Landesverband Hessen und als Stadtrat in Verden an der Aller. Spitzenberger freute sich mit Petra Federbusch ein neues Parteimitglied zu begrüßen.

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