REDWITZ

Schulturnhalle in Redwitz wird neu gebaut

Weist erhebliche Mängel auf: Die Schulturnhalle in Redwitz muss erneuert werden. Foto: Heinz Fischer

Ein brisantes Thema stand auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend: Seit gut zehn Jahren, so Gäbelein, gebe es im Gemeinderat Diskussionen über die Schulturnhalle. Diese sei ein Bau aus den 1960-er Jahren und inzwischen mit einigen, teils gravierenden Mängeln behaftet. Auch wenn 2019 schon mal über eine Generalsanierung nachgedacht wurde, kam es doch zu keinem Entschluss.

Zweiter Bürgermeister Christian Zorn hatte in der Sitzung vom Juni 2022 gebeten, dieses Thema wieder auf die Tagesordnung zu nehmen. Dies wäre zuletzt umfassend in der nichtöffentlichen Sitzung vom September 2021 beleuchtet worden. Folgende Möglichkeiten habe man diskutiert: einfache Sanierung, Generalsanierung, Neubau einer Einfach- oder Zweifachhalle. Auch die Standortfrage wäre noch zu klären.

Fördermöglichkeiten nur für Ersatzneubauten an selber Stelle

Der Bürgermeister stellte nun die Fördermöglichkeiten eines solchen Projekts vor. Es gebe ein „Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen für Sport, Jugend und Kultur“. Dieses sehe aber nur Ersatzneubauten am gleichen Ort vor. „Besinnen wir uns auf das, was wir stemmen können“, meinte Gäbelein, geschätzt 1,5 Million Euro müsse die Gemeinde wohl aufwenden.

Zweiter Bürgermeister Zorn sprach sich in der folgenden Diskussion für den Neubau einer Einfach-Turnhalle an gleicher Stelle aus. Dies sei zwar nicht der Wunsch der Fraktion, aber wohl bezüglich der Fördermöglichkeiten das einzig Machbare. Alfred Leikeim (UBR) schloss sich dieser Meinung im Prinzip an.

Nach einer Sitzungsunterbrechung stimmt auch die SPD zu

Jochen Körner von der SPD-Fraktion beantragte eine kurze Unterbrechung der Sitzung zur Beratung, diese wurde gewährt. Nach dieser Pause erklärte Körner, dass die Sozialdemokraten eine Zweifach-Halle bevorzugen würden, auch besser an einer anderen Stelle, so dass die alte Halle für alternative Zwecke weiter genutzt werden könne. Allerdings sei man in der Fraktion übereingekommen, aufgrund der einzigen Fördermöglichkeit trotzdem der Variante „Einfachturnhalle am alten Ort“ zuzustimmen. Sichtlich erleichtert nahm der Bürgermeister diese Stellungnahmen der drei Fraktionen entgegen. Einstimmig kam der Gemeinderat überein, eine Bewerbung für die Förderung des Bundesprogrammes anzustreben. Ein Architekturbüro soll mit der Erstellung einer Planskizze betraut werden. „Ein Meilenstein für unsere Gemeinde“, schloss Gäbelein den Tagesordnungspunkt.

Digitale Alarmierung und Feuerwehrbedarfsplanung

Einige Feuerwehrkameraden aus Redwitz hatten sich als Besucher eingefunden, denn Gäblein informierte auch über den Feuer- und Katastrophenschutz des Landratsamtes. Ausführlich und umfangreich berichtete der Bürgermeister von der Einführung der digitalen Alarmierung sowie der redundanten Alarmierung durch die Alamos-Software, mit deren Hilfe auch kleine Feuerwehren ihr aktives Personal im Alarmfall informieren können. Weiter ging er auf die Feuerwehr-Bedarfsplanung ein. Man brauche in Zukunft nicht nur eine Notstromversorgung für die Feuerwehrhäuser, auch stelle der Klimawandel ganz neue Herausforderungen für die Kommunen. Waldbrandausstattung, Schutzausrüstung für Vegetationsbrandbekämpfung, Vorhaltung von Löschwasserbehältern und Bildung von Alarmierungseinheiten wurden hier genannt. Auch der Zusammenschluss von kleineren Wehren kam zur Sprache. Es wurde erörtert, welche Maßnahmen wann für Redwitz und seinen Ortsteilen vorgenommen werden müssen; einen Plan zur Umsetzung werde man ausarbeiten.

Aus dem Gemeinderat

Der neue Gemeinderat Uwe Hoh (re.) wird von Bürgermeister Jürgen Gäbelein vereidigt. Foto: Heinz Fischer

• Mit Schreiben vom 18. Juli hat Niklas Welscher (CSU) mitgeteilt, dass er sein Amt als Gemeinderat niederlegt, da er seinen Wohnsitz nach Marktzeuln verlegt habe. Bürgermeister Jürgen Gäbelein bedankte sich für die langjährige, vertrauensvolle Mitarbeit und wünschte dem sympathischen Kollegen alles Gute für seine Zukunft. Als Nachrücker wurde Uwe Hoh vereidigt. In der Folge wurden auch die Ausschüsse und Gremien neu besetzt.

• Redwitz hat bei der „Dorfheldentour“ von Bayernwerk einen Preis in Höhe von 3000 Euro gewonnen. Diese Summe soll nun unter den sozialen Einrichtungen in der Gemeinde aufgeteilt werden, als da wären die Kita in Redwitz, der Kindergarten in Mannsgereuth, die Grund- und Mittelschule Redwitz und die Regens-Wagner-Stiftung.

• Zu Bekanntgaben aus der jüngsten nichtöffentlichen Sitzung teilte der Rathauschef mit, dass die Gemeinde neben dem Wappen in Zukunft noch mit einem Logo präsent sein wird, das aus einer Bildmarke, einer Wortmarke und einem Slogan besteht. Es soll zukünftig in vielen Bereichen der Außendarstellung der Gemeinde eingesetzt werden.

• Weiterhin wurden die Aufträge zur Erstellung eines Kommunalen Denkmalschutzkonzeptes für den historischen Ortskern vergeben. Modul 1 (Erfassung) ging ans Büro Christiane Reichert zum Preis von 48.900 Euro, Modul 2 (Planung) ans Büro Planwerk Nürnberg zum Preis von 14.500 Euro.

 

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