MICHELAU

Schnelles Internet für Michelau: Der erste Schritt ist getan

Glasfaserausbau
Der Ausbau des Glasfasernetzes in Michelau hat begonnen: Momentan befindet sich die Deutsche Glasfaser in der Bauplanungsphase./DPA Foto: Matthias Rietschel

Es ist geschafft: Wie bereits berichtet, hat die Deutsche Glasfaser den anvisierten Bedarf von 33 Prozent bis zum Stichtag 15. März erreicht. Mittlerweile, so informiert Pressesprecher Dominik Beyer, hätten deutlich über 40 Prozent der Michelauer Bürgerinnen und Bürger einen Vorvertrag mit dem Unternehmen abgeschlossen. Damit kann der Ausbau des Glasfasernetzes in der Gemeinde beginnnen.

Bürgermeister Jochen Weber freut das natürlich. Er lobt, dass die Deutsche Glasfaser nach Beendigung der Bedarfsermittlung noch Telekom-Kundinnen und -Kunden die Gelegenheit gegeben hat, sich umzuentscheiden: „Das war eine sehr schöne Sache.“ Die Bauarbeiten werden sicher eine Herausforderung für das Bauamt, dessen ist er sich bewusst. „Aber wir sind froh und guter Dinge, dass das schnell über die Bühne geht.“

Grundsätzlich wird jede Wohneinheit in Michelau, Schwürbitz, Neuensee und Lettenreuth einen Anschluss erhalten – Oberreuth ist bereits von der SÜC erschlossen. Wer einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser abschließt, bekommt dann auch die letzten Meter bis ins Haus dazu.

„Mittlerweile befinden wir uns in der Bauplanungsphase.“
Dominik Beyer, Pressesprecher

Mit den Arbeiten will das Unternehmen noch in diesem Jahr starten. „Mittlerweile befinden wir uns in der Bauplanungsphase“, erläutert Pressesprecher Beyer den aktuellen Stand. Das heißt, es werden Genehmigungen eingeholt, Standorte für die Hauptverteiler – so genannte PoP, das heißt Point of Presence – festgelegt und Unterkünfte für die Arbeiter gesucht.

„Es ist erfreulich, dass wir bereits Standorte für die Verteiler haben. Das ist die Grundlage für die Anschlüsse und Leitungen“, erklärt Beyer. Die PoP werden in Michelau, Neuensee und Schwürbitz stehen. Von hier aus werden gebündelte Glasfaserleitungen zu Unterverteilern verlegt.

Wie das menschliche Rückenmark mit seinen Nervensträngen

Momentan ist die Deutsche Glasfaser dabei, die Backbone anzugehen. Das ist die Hauptleitung, leistungsstark dank hoher Bandbreiten. Von ihr werden ab der PoP die Unternetzwerke abgehen, über die das schnelle Internet dann bei den Kundinnen und Kunden ankommt. Man kann sich das vorstellen wie das menschliche Rückenmark, in dem wichtige Nervenstränge gebündelt verlaufen und von dem weitere Nervenstränge abgehen. Deshalb auch der Begriff „Backbone“.

Eine besondere Herausforderung stellen in Michelau die Deiche und die Bahngleise dar, erklärt der Pressesprecher. Um hier Leitungen verlegen zu können, müssen Genehmigungen von der Deutschen Bahn und eventuell auch vom Umweltministerium eingeholt werden. Darum kümmerst sich aktuell der beauftragte Baupartner. Um in Michelau und den Ortsteilen bauen zu können, bedarf es außerdem einer Baugenehmigung und einer verkehrsrechtlichen Anordnung, die die Deutsche Glasfaser bei der Gemeinde beantragt.

Wenn die Genehmigungen erteilt sind, wird die Backbone verlegt

Wann nun die Bagger anrollen, das konnte Dominik Beyer noch nicht genau sagen. Ein erster Schritt sei mit der Festlegung der PoP-Standorte getan; die Verteiler seien mittlerweile auch bestellt. Und wenn die Genehmigungen erteilt sind, gehe es mit der Verlegung der Backbone weiter. Diese sei die Voraussetzung dafür, dass die Leitungen und Anschlüsse in die Häuser verlegt werden können.

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