Sanierung der Schulturnhalle in Weidhausen

WEIDHAUSEN

Sanierung der Schulturnhalle in Weidhausen

Kann die in Sanierung befindliche Schulturnhalle inklusive neuem Anbau ab November genutzt werden? Die Planer vom Kronacher Architektenbüro Fischer bejahen das. In der Weidhausener Gemeindeverwaltung ist man nicht ganz so optimistisch.

Er wolle nicht den Pessimisten geben, so der in der Verwaltung für die Generalsanierung zuständige André Karl gegenüber den Mitgliedern des Bauausschusses, der sich vor Ort ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten machte. Die Fertigstellung bis zum 1. November hält er freilich für ein „sehr sportliches Ziel“. Ja, es laufe auf der Baustelle, doch wenn es weiter in dem jetzigen Tempo gehe, „dauert es wohl ein bisschen länger als bis Anfang November“.

Auch bei der Kläranlage muss investiert werden

Bürgermeister Markus Mönch betonte, dass er im ständigen Austausch mit den Planern und Handwerksbetrieben sei. Der Architekt bleibe bei dem, was er schon in der jüngsten Gemeinderatssitzung gesagt habe. Demnach sei er weiter von der Fertigstellung Anfang November überzeugt.

Fertiggestellt ist nach Karls Worten das Dach der Halle. Derzeit würden die Wände gedämmt, eine Voraussetzung, um Fördermittel für den als energetische Sanierung deklarierten Ausbau zu erhalten. Neben großer Halle und Anbau bietet der Komplex einen Mehrzweckraum mit circa 110 Quadratmetern Fläche. An einer Seite der Halle soll eine Leinwand angebracht werden, um bei Veranstaltungen wie etwa Bürgerversammlungen Bilder zeigen zu können. Rund 3,3 Millionen betragen die geschätzten Kosten der Generalsanierung.

Investieren muss die Gemeinde auch bei der Kläranlage, allerdings deutlich weniger. Bürgermeister Mönch geht von einem Gesamtbedarf in Höhe von rund 270.000 Euro, verteilt auf mehrere Jahre, aus. Auf dem Areal der Anlage erläuterte Klärwärter Martin Schulz den Ausschussmitgliedern, wo der dringendste Handlungsbedarf besteht. So sei die Software der 1995 in Betrieb genommenen Kläranlage überholt.

Neues Hebewerk am Rohrbach nötig

Es gebe keine Updates mehr für das Prozessleitsystem, das zudem mit den Computersystemen von Kontrollbehörden wie dem Wasserwirtschaftsamt nicht kompatibel sei. Für eine Erneuerung würden bis zu 40.000 Euro fällig.

Ebenfalls in diesem Bereich bewegen sich die Kosten für ein neues Hebewerk am Rohrbach. „Das Hebewerk ist unerlässlich, um den Wasserdurchfluss aufrecht zu erhalten“, so Schulz. Es befinde sich in sehr schlechtem Zustand und gehöre ganz oben auf die Prioritätenliste. Der Ausschuss war sich einig, dass diese beiden „Baustellen“ so schnell wie möglich angegangen werden sollten. Einstimmig fiel die Empfehlung an den Gemeinderat aus, im Haushalt Geld für den Austausch von Leitsystem und Hebewerk bereit zu stellen. Andere Sanierungsarbeiten müssten im Blick behalten werden, könnten aber nach und nach erfolgen, so der Bürgermeister.