Ortsverein Unterlangenstadt feiert 75-jähriges Bestehen

UNTERLANGENSTADT

Ortsverein Unterlangenstadt feiert 75-jähriges Bestehen

Am 20. November 1945 wurde der SPD-Ortsverein in Unterlangenstadt wiedergegründet – und das war kürzlich, trotz des schlechten Wetters, ein Grund zur Freude. Vorsitzender Egon Neder jedenfalls war beim Kaffeenachmittag sehr zufrieden. Kurzerhand wurden einige Pavillons als Regenschutz aufgestellt und somit wurde es ein gelungener Nachmittag.

Zu den Gästen zählten neben Bürgerinnen und Bürgern aus der Gemeinde Dritter Bürgermeister Stephan Arndt und der ehemalige Sekretär des SPD-Unterbezirks, Klaus Stengel. Bis 1972 war Unterlangenstadt im Landkreis Kronach beheimatet, und so war auch damalige Landrat Dr. Heinz Köhler, später Landtags-, Bundestags- und Europaabgeordneter, zum Jubiläum. Vorsitzender Egon Neder, der zusammen mit 2. Vorsitzenden Werner Knoth schon 39 Jahre im Vorstand tätig ist, dankte allen Helfern.

Kreisvorsitzender Sebastian Müller: SPD wirkt als Motor im Landkreis

SPD-Kreisvorsitzender Sebastian Müller lobte die gute Arbeit des kleinen SPD-Ortsvereins und stellte heraus, dass die SPD immer wieder zeige, dass sie für die Menschen da sei und als Motor im Landkreis wirke, auf dem Verlass sei. Zweiter Bürgermeister Christian Zorn überbrachte die besten Grüße und Glückwünsche der Gemeinde. Er gratulierte auch namens der örtlichen Vereine Unterlangenstadt.

Monika Faber, die weitere Stellvertreterin des Landrats, stellte das starke Wirken des Ortsvereins heraus. Kurz ging sie auf die Kreispolitik ein und hob auch die Bedeutung der Frauen in der Politik heraus, wobei sie auch auf die Frauenseniorengemeinschaft der SPD hinwies. „Man braucht die Frauen“, bekräftigte Faber.

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Redwitz, Jochen Körner, betonte die Solidarität und die Gemeinschaft der SPD in der Verwaltungsgemeinschaft. Es herrsche Freundschaft und gute Zusammenarbeit zwischen den Marktgraitzern, Redwitzern und Unterlangenstadtern, wie auch mit den weiteren Ortsteilen.

Bei der SPD werde großer Wert auf die eigene Geschichte, unterstrich der Kandidat für die Bundestagswahl, Simon Moritz. „Die SPD hatte sich damals dem Faschismus entgegengestellt. Wir sind diejenigen, die heute noch gegen den Rechtsruck Stellung beziehen. Der Kampf für eine solidarische, sozial gerechte Gesellschaft ist eine Aufgabe, die andauert und die unser ureigenes Anliegen ist.“ Mindestlohn, eine auskömmliche Rente, faire Bezahlung, eine gute Ausbildung seien ebenso wie der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen Grundpfeiler eines guten Lebens, dafür setze sich die Sozialdemokratie ein.

Vorsitzender Egon Neder blickte in die Chronik des Ortsvereins, wobei er besonders auf den Neubau einer Rodachbrücke Anfang der 1970-er-Jahre als das alles beherrschende Thema einging. Eine Mammutaufgabe für eine so kleine Gemeinde. Dies sei eine Mammutaufgabe für Unterlangenstadt gewesen, die nach ersten Berechnungen 900 000 DM kosten sollte. Obwohl der Brückenbau schon einmal gegenüber einer Delegation der Freien Wähler abgelehnt wurde, habe sich Bürgermeister Julius Janus von seiner hartnäckigen Seite gezeigt, so Neder. „Die waren beim Schmiedla, ich gehe zum Schmied“, sagte Janus und schaffte es schließlich, die notwendigen Zuschüsse genehmigt zu bekommen.

Als das „Klavier“ durch eine neue Brücke ersetzt wurde

Im Oktober 1973 wurde die alte Brücke, im Volksmund „Klavier“ genannt, als Notbrücke versetzt. Die Baukosten beliefen sich zum Schluss auf 1 054 000 DM. Die Segnung der Rodachbrücke erfolgte am 12. Oktober 1974.

Zum Schluss seiner Ausführungen dankte Neder allen Helfern und Unterstützern unsere Geschichte sind wir genauso stolz wie auf unsere heutige Haltung. Wir sind diejenigen, die gegen den Rechtsruck Stellung beziehen.“ (red)