KÜPS

„Oberes Schloss“ Küps: viel Historisches wieder sichtbar

„Oberes Schloss“ Küps: viel Historisches wieder sichtbar
Der Bau- und Umweltausschuss der Marktgemeinde Küps überzeugte sich vom Baufortschritt am Oberen Schloss. Foto: Rainer Glissnik

„Ich bin begeistert, wir haben bereits etwas ganz Großartiges erreicht“, freute sich der Küpser Bürgermeister Bernd Rebhan über das Voranschreiten der Bauarbeiten am „Oberen Schloss“. Im Juli 2020 waren die Mitglieder des Küpser Bau- und Umweltausschusses letztmals bei der Baustelle. Jetzt konnten sich alle vom Fortgang der Arbeiten überzeugen. Mit 1,8 Millionen Euro wird dort eine öffentliche Nutzung für die Remise aus dem Jahr 1721 und für Teile des Haupthauses verwirklicht. Dies ermöglicht die neue Eigentümerin des Oberen Schlosses, Dr. Anna Helene Feulner, die dabei eng mit dem Markt Küps zusammenarbeitet. Das Amt für Ländliche Entwicklung fördert die Kosten im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern mit 90 Prozent. Zwischenzeitlich wurden die bodennahen Installationen abgeschlossen und der Estrich verlegt. Die Fenster sind teilweise eingebaut. Die Installation der Heizung und die Elektroinstallation sind fast abgeschlossen. Demnächst werden die Innen- und Außenputzarbeiten beginnen.

Jüngere Anbauten werden entfernt, historische Säulen wieder sichtbar

Ziel ist, mit diesen Arbeiten im Mai fertig zu werden und dann die Außenanlagen mit barrierefreiem Zugang zu beginnen. Jüngere Anbauten wurden entfernt und historische Säulen wieder sichtbar. Auf einer dieser ist im Holz „C.S.P.v.R 1721“ (Carl Sigmund Philipp von Redwitz) gut zu lesen. Innen ist teilweise noch 300 Jahre alter Lehm zu sehen. Das Historische am Gebäude wird deutlicher, zusätzlich werden Toiletten eingebaut. Ein Aufzug macht die oberen Räumlichkeiten für eine museale Nutzung erreichbarer. Drei große Zimmer in ihrem ursprünglichen Zuschnitt sind bereits erkennbar.

Zwischenwände, die einst für die Nutzung durch Heimatvertriebene eingezogen wurden, hat man entfernt. Grundlage waren Pläne im Mainfränkischen Museum.

Macher und Antreiber des ganzen Projekts ist Bauamtsleiter Christian Ebertsch. Die Marktgemeinde Küps lernt mit dieser Maßnahme auch ihre eigene Geschichte genauer kennen.

So wurden etwa Holz- und Aschereste von einem Vorgängergebäude aus dem Bauernkrieg um 1525 entdeckt.

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