MANNSGEREUTH

Neues Schild am „Dreiländereck“ nahe Mannsgereuth

Neues Schild am „Dreiländereck“ nahe Mannsgereuth
Neu aufgestellt wurde ein Hinweisschild am "Dreiländereck" der Landkreise Lichtenfels, Kronach und Coburg. Foto: Werner Knoth

Mannsgereuth

Seit Neuestem steht am Brandgraben, nahe Mannsgereuth und Neubrand, neben der Frankenfahne wieder ein Schild mit dem Hinweis auf das „Dreiländereck“, dem Zusammentreffen der Landkreise Lichtenfels, Coburg und Kronach. Wie kam es dazu, dass hier vor einigen Jahren schon ein Schild stand?

Bei der Landkreisreform 1972 kam Unterlangenstadt von Kronach nach Lichtenfels, Burkersdorf von Lichtenfels nach Kronach, Leutendorf, Hofsteinach, Horb an der Steinach von Coburg nach Kronach. 1977 im Zuge der Gemeindegebietsreform Neubrand von Marktgraitz zur Gemeinde Schneckenlohe. Das Dreiländereck, das früher nahe des Sportplatzes Schneckenlohe gelegen war, hat durch diese Reform einen neuen Platz bekommen.

Einst ein Markierungsstein?

Neues Schild am „Dreiländereck“ nahe Mannsgereuth
Der historische Markierungsstein zeigte vermutlich einst die Jagdgrenzen an. Foto: Werner Knoth

Gleich neben dem Dreiländereck steht ein historischer Grenz- oder vielleicht auch ein Markierungsstein. Über zu diesen Stein gibt unterschiedliche Aussagen. Man spricht davon, dass hier, wegen dem Posthorn auf der einen Seite des Steins, eventuell die frühere Poststraße zwischen Schneckenlohe und Marktgraitz vorbeiführte. Das dürfte wahrscheinlich nicht stimmen, da der Pfarr- und auch der Schulweg der katholischen Christen und Kinder aus Neubrand nach Marktgraitz einige Meter westlicher verlief und dann wahrscheinlich auch die Poststraße.

Richtiger könnte sein, dass es sich hier nicht um ein Posthorn, sondern um ein Jagdhorn handelt und es sich um die Markierung von Jagdgrenzen handelt. Beide Hörner sehen ziemlich gleich aus. Auch auf der gegenüberliegenden Seite des Steins steht „JAGT“ und das Datum 1747. Ganz oben steht eine römische Zahl (leider nicht mehr zu entziffern).

„Dreiländereck in Gefahr!“

Einmal hieß es „Dreiländereck in Gefahr!“. Vor fast genau 42 Jahren (November 1978) war hier eine Mülldeponie der drei Landkreise im Gespräch. Aber mit Hilfe einer Bürgerinitiative Trübenbach-Neubrand-Mannsgereuth konnte eine Fläche von 78 Hektar hauptsächlich Waldgebiet erhalten werden. Das Depievolumen sollte rund 9,1 Millionen Kubikmeter betragen. Das gesamte Steinachtal, heute ja teilweise Landschaftsschutzgebiet (Vogelschutz Mainaue, usw.) wäre zerstört worden. Weil auch Wanderwege am Dreiländereck vorbeiführen ist es eine beliebte Anlaufstelle.

 

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