Neue Parkplätze für Wanderer in Marktgraitz

MARKTGRAITZ

Neue Parkplätze für Wanderer in Marktgraitz

In vielen Städten und Gemeinden, auch im Landkreis Lichtenfels, ist das Thema Parkplätze sehr aktuell. Dies war bei der jüngsten Gemeinderatsitzung in der Schulturnhalle in Marktgraitz nicht anders.

Schuld daran war die Überlegung, acht neue Parkplätze am Ortseingang (Rosenau) für Wanderer zu errichten. Da die Parkplätze aber auch von den Besuchern der Rosenauer „Hofbräu“ genutzt werden können, sollte bei einer Zustimmung auch deren Besitzer gefragt werden, ob er sich an den Kosten beteiligen würde.

Georg Bülling: Wanderparkplatz ist überflüssig

In einer Dokumentation zeigte Bürgermeister Jochen Partheymüller auf, welche Parkmöglichkeiten es in der Marktgemeinde gibt. Insgesamt 221 Parkplätze über Marktgraitz verteilt. Er selbst hätte vor der Zählung nicht geglaubt, dass es so viele sind, erklärte Jochen Partheymüller. Trotzdem meinte er, dass eine Parkmöglichkeit am Ortseingang das Angebot abrunden würde.

Georg Bülling (CSU) war da jedoch anderer Meinung. Er sehe nicht, dass ein Wanderparkplatz benötigt werde. Hier würde für Privat (die Brauerei) gleich mitgebaut. Es fallen Kosten dafür an, die nicht sein müssten. Dennoch gab es dazu keine größere Diskussion. Bei der Abstimmung wurde 10:3 dafür entschieden, das Projekt weiterzuverfolgen. Lediglich Georg Bülling und Tanja Beier (beide CSU) sowie Dritter Bürgermeister Michael Beier (FW) hatten dagegen votiert.

Für jedes neugeborene Kind ein Bäumchen

In der vorigen Sitzung war vorgeschlagen worden, dass der Markt Marktgraitz den Eltern neugeborener Kinder ein Bäumchen mit Widmung für den Garten schenken oder eines für sie auf einer öffentlichen Fläche pflanzen soll. Dies wurde nun genehmigt. Vorgesehen ist das Gemeindegrundstück von Redwitz kommend rechts am Ortseingang. Zur Frage von Nathalie Grammon (SPD), ob eine solche Pflanzaktion auf der anderen Seite ebenfalls möglich ist, sagte Bürgermeister Partheymüller, dass das an den Eltern liege. Wenn genügend Kinder da sind, spreche nichts dagegen. Die Kosten dafür seien sehr überschaubar.

Aus dem Gemeinderat

• Zur Bundestagswahl im September wurde Bürgermeister Jochen Partheymüller zum Wahlvorsteher bestimmt. Als Stellvertreter fungiert Zweiter Bürgermeister Richard Geßlein, als Briefwahlvorsteher Michael Beier und als sein Stellvertreter Jörg Partheymüller.

• In der vorigen Sitzung war auch beschlossen worden, dass Beschlüsse aus nichtöffentlichen Sitzungen in der jeweils darauffolgenden öffentlichen Sitzung bekannt gegeben werden sollen. So wurde nun mitgeteilt, dass die Tiefbauarbeiten zur Anlegung eines Containerplatzes und von Stellplätzen am Sportplatzweg zum Preis von etwa 32 000 Euro an die Firma Essmeyer aus Bad Staffelstein vergeben werden. Die Objektplanung Verkehrsanlage für die Neugestaltung des Kirchweihplatzes als Buswendeplatz übernimmt für rund 8000 Euro das Ingenieurbüro SRP aus Zeil.

• Zwischen dem Mittelschulverband Redwitz und dem Markt Marktgraitz wurde vereinbart, dass der Schulverband während des Corona-bedingten Ausfalls des Sportunterrichts 80 Prozent des Nutzungsentgelts für Turnhalle und Lehrschwimmbecken in Marktgraitz an den Markt Marktgraitz zahlt.

• Einmal mehr sprach Michael Beier das Problem von nicht angeleinten Hunden im Gemeindegebiet an, aber auch von Hundkot. 90 Prozent der Hundehalter würden sich vorbildlich verhalten. Es sei schade, dass die anderen zehn Prozent immer wieder für Unmut sorgen, meinte dazu Bürgermeister Partheymüller. Davon waren zuletzt auch die Gemeindearbeiter betroffen, die beim Mähen unliebsamen Kontakt mit den Fäkalien der Tiere hatten. Da andere Kommunen ähnliche Probleme haben, wolle er den Austausch suchen, um zu einer Lösung zu gelangen.