MICHELAU

Museumsreif: der Masken-Butler aus Michelau

Bei der Übergabe der Masken-Butler: Armin Zecevic von der Firma DBS Drahtbiege Solutions GmbH & Co. KG aus Michelau (li.) und Simon Schütz vom Museum für Industriekultur in Nürnberg. Foto: red

Bedeutende Ereignisse spiegeln sich in den Gegenständen der Zeit wider. Da die Corona Pandemie auch als eines dieser bedeutenden Ereignisse betrachtet wird, sammelt das Nürnberger Museum für Industriekultur zur Dokumentation von Corona-bedingten Innovationen derzeit Produkte aus der Region, die krisenbedingt produziert wurden und werden. In die Sammlung aufgenommen wurde nun auch der Masken-Butler der Firma DBS Drahtbiege Solutions GmbH & Co. KG aus Michelau.

Wenn man sich die einzelnen schon gesammelten Werke anschaut, kann man sehen, dass die Firmen ihre bestehenden Produktionsprozesse umstrukturiert haben beziehungsweise umsatzbedingt zur Umstrukturierung gezwungen waren. Dadurch entstanden innovative Produkte für die Pandemiezeit.

Eine perfekte Ergänzung für die bestehende Produkt-Sammlung

Der Masken-Butler aus Michelau hat es ins Museum für Industriekultur in Nürnberg geschafft. Foto: red

Ein solches Produkt ist auch einem Unternehmen aus dem Landkreis Lichtenfels gelungen: Ein Masken-Butler-Drahtgestell würde die bestehende Produkt-Sammlung perfekt ergänzen, meinte Simon Schütz vom Museum für Industriekultur. Dort soll es nun seinen Platz bekommen.

Die Firma DBS Drahtbiege Solutions GmbH & Co. KG ist ein Draht verarbeitender Betrieb aus Michelau. Er hat ein Gestell für Schutzmasken erfunden, entwickelt und auf den Markt gebracht. An dem Drahtgestell aus Edelstahl hängt man seine Mundschutz-Maske auf, wenn man sie nicht braucht. Der etwa 20 Zentimeter hohe Butler passt auf jeden Schreibtisch und verhindert, dass die Mundschutz-Maske herunterfällt, wenn man sie nicht trägt.

Mittlerweile ist „Masken-Butler“ ein geschützter Begriff. Die ersten Masken-Butler wurden erst im engeren Kreis getestet und begutachtet. Nachdem sie als nützlich und brauchbar im Alltag deklariert worden sind, gingen sie in Produktion.

Die ersten 700 Stück wurden ans Lichtenfelser Klinikum gespendet

Die erste Serie von 700 Stück wurde an das Lichtenfelser Krankenhaus gespendet. Danach folgten weitere Spenden an Behinderten-Werkstätten, Schulen, Kitas und andere Einrichtungen sowie diverse auch überregionale Fernseh- und Radiointerviews über das Corona-bedingte Produkt aus dem oberfränkischen Michelau.

Inzwischen auch via Onlineshop bestellbar

Zugleich hat der inhabende Geschäftsführer Armin Zecevic einen Onlineshop für den Masken-Butler einrichten lassen. So kann das Produkt direkt und auf dem schnellsten Weg an die Kunden ausgeliefert werden. Seitdem gingen Tausende Drahtgestelle dieser Art in Serie und werden heute noch von den fleißigen Mitarbeitern täglich verpackt und versandt. In der Firmengeschichte wird dieses Drahtgestell für immer eine besondere Bedeutung haben.

Die Corona-Krise ist bereits jetzt ein historisches Ereignis und das Drahtgestell mit dem geschützten Namen Masken-Butler wird sie mit anderen Zeitzeugnissen aus der Gegenwart für die Zukunft dokumentieren. (red)

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