MICHELAU

Mit Bus statt Zug zur Realschule nach Burgkunstadt

Einstimmig hat der Gemeinderat am Mittwochabend beschlossen, die Beförderung von Michelauer Realschülern nach Burgkunstadt mit dem Bus zu finanzieren. Es geht um die Kinder, deren Schulweg, den sie zu Fuß zurücklegen, weniger als drei Kilometer lang ist. Ihnen hat der Landkreis bisher das günstigste Verkehrsmittel – die Bahn – finanziert. Die übrigen Realschüler durften bereits in den vergangenen Jahren mit dem Bus fahren.

Seit der Juni-Sitzung des Gemeinderats haben die Eltern von 20 Schülern Bedarf angemeldet. Für sie fallen Kosten von etwa 16 000 Euro an. Es könnten noch weitere Kinder dazukommen – Bürgermeister Dirk Rosenbauer sprach von maximal fünf weiteren –, so dass das Gremium vorsorglich maximal 20 000 Euro für die Schülerbeförderung bewilligte.

Der Vertrag mit den Eltern wird jedes Jahr neu geschlossen

Auf Nachfrage von SPD-Fraktionsvorsitzende Simone Naumann bestätigte der Bürgermeister, dass der Vertrag mit den Eltern jährlich neu geschlossen werden muss. Es könnte ja sein, dass das Kind die Schule wechselt. Außerdem muss darin festgelegt sein, dass damit der Anspruch auf ein VGN-Ticket vom Landkreis wegfällt.

Naumann wollte außerdem wissen, ob ein zweiter Bus eingesetzt wird, was Rosenbauer verneinte. Einige Schüler seien bisher schon auf Kosten der Eltern mitgefahren. Deshalb werde sich die Zahl der Kinder im Bus nicht stark erhöhen. Er sicherte aber zu, dass in den ersten zwei Wochen geprüft werde, ob ein Bus ausreiche.

Die gleiche Antwort erhielt Roland Braun (SPD), der darauf hinwies, dass ab Schwürbitz Schüler im Bus stehen müssten. Er schlug vor, für die Michelauer Kinder einen eigenen Kleinbus einzusetzen, der dann auch direkt fahren könnte.

Sicherer Übergang über Coburger Straße in Schwürbitz gewünscht

Judith May (CSU) gab zu bedenken, dass es ja das Ziel sei, alle Kinder gleich zu behandeln. Bei einer solchen Lösung würden dann aber wieder 20 Schüler bevorzugt.

Dirk Fischer wies darauf hin, dass die Eltern in Schwürbitz sich einen sicheren Übergang über die Coburger Straße wünschen. Rosenbauer und Braun erinnerten sich daran, dass es dazu schon einmal eine Verkehrsschau gegeben hat. Damals sei ein Zebrastreifen abgelehnt worden. Nach Fertigstellung des Horts könne aber das Tempo in dem Bereich auf 30 Kilometer pro Stunde beschränkt werden.

Der Bürgermeister gab bekannt, welche Gewerke für den Hortbau in Schwürbitz in der vorigen nichtöffentlichen Sitzung vergeben wurden: Die Fliesenlegearbeiten übernimmt die Firma Fliesen Dech GmbH, Oberaurach (etwa 82 800 Euro), die Bodenbelagsarbeiten die Firma Konrad Meusel Fußbodentechnik, Küps (rund 31 900 Euro). Die gemeindlichen Einrichtungen seien alle wieder für die Vereine geöffnet; Hygienekonzepte dazu ausgearbeitet. Die Kleinfeldanlage am Anger bleibe noch geschlossen. Die Kirchweih am Anger könne heuer nicht stattfinden, die Gastronomen könnten aber natürlich öffnen.

Mobile Endgeräte fürs Home-Schooling

Erfreut zeigte sich Rosenbauer, dass Michelau und Schwürbitz aus dem Sonderinvestitionsprogramm Schule rund 18 000 Euro für mobile Endgeräte fürs Home-Schooling bekommt. Sie bleiben Eigentum der Gemeinde, die sie an Kinder verleiht, die keine Tablets oder Laptops haben. Er dankte der Staatsregierung dafür: Der Bedarf sei da. (tam)

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