MARKTGRAITZ

Marktgraitz: „Ruuummblllee“ in der Garage

Marktgraitz: „Ruuummblllee“ in der Garage
„Ab in die Werkstatt“ heißt es am 23. Juli ab 17 Uhr, wenn fünf Bands Marktgraitz rocken werden. Foto: Lisa Motschenbacher

Was Garagengerümpel ist, weiß wohl jeder. Wer aber einen Garagenrumble erleben möchte, macht sich am Samstag, 23. Juli, ab 17 Uhr nach Marktgraitz auf. Die Band „Bury A Phoenix“ lädt in unregelmässigen Abständen zu dieser Veranstaltung ein und blickt nun schon auf eine Geschichte von 15 Jahren „Rumble“ zurück, die bislang von ein paar Jungs aus Marktgraitz organisiert wurde.

2007 trafen sich Musiker zum ersten mal in der Werkstatt, Rosenau 2, welche die Firma Gesslein zur Verfügung stellt und nichts dafür verlangt. Bei diesem Event steht der Gedanke im Vordergrund, einfach für Stimmung zu sorgen und bei heißer und harter Musik zu feiern. Dabei ist diese Veranstaltung im Umkreis selten und die fünf Freunde sind stolz darauf, dass weitere vier Bands dem Ruf nach „Graatz“ gefolgt sind.

Eröffnungsband kommt aus Coburg

Mit der Eröffnungsband „Reach“, stammend aus Coburg, erreicht das Festival eine Band, die mit deutschsprachigen Texten alltägliche Probleme beleuchtet oder historische Sagen neu inteprediert. Dabei machen eingängige Gitarrenmelodien Lust auf´s „Mitnicken“ und der Sound bietet ein harmonisches Gesamtpaket.

„Kill Devil“ hört sich gefährlich an aber die Jungs aus Wetzlar orientieren sich mit ihrem Sound an Meilensteinen aus Rock und Metal und hauen dann ihren eigenen Sound raus. Sie feilen so lange an ihrem den Werken, basierend auf Legenden wie „Motörhead“, „Metallica“, „Nirvana“ und „Pantera“, bis das Gesamtwerk stimmt und haben im Laufe des Jahres ein eigenes Album aufgenommen.

Erklärtes Ziel der vier Hardrocker: „Ganz nach oben und nah ran an die Besten der Besten“. „Bury A Phoenix“ steht für Alternativ Metal, femal fronted. Und das da eine starke Frau in der ersten Reihe steht, merkt man spätestens, wenn Katharina Kloth, kurz Katha, das Mikro in die Hand nimmt und ihre Bandbreite an Höhen und Tiefen hören lässt.

„Tiffany for Breakfast“ hört sich zarter an als die fünf Jungs aus Erfurt sind. Sie haben sich seit ihrer Gründung 2013 zu einer der angesagtesten Deathcore Bands in Thüringen entwickelt, die auch schon jenseits ihrer Heimat deutschlandweit, in Städten wie Berlin, Hamburg Leipzig Bühnen zerlegt und mit Genregrößen gespielt haben. Auf ihrem Debüt Album „Welcome the Scum“ verbinden die Erfurter fiesen Death Metal mit brachialen Breakdowns. Die aktuelle Single „God I“ ist mit über 40.000 Views bei Youtube das erfolgreichste Lied der Band. Live überzeugt die Band mit einer energiegeladenen Performance, die die gesamte Crowd zum Durchdrehen bringt.

Headliner aus Nordhausen

Der Headliner des Abends, „Zero Degree“, aus dem Norden Thüringens, gründeten sich 2006 in der Nähe von Nordhausen und liefern einen der besten deutschen Beiträge des Melodic Death Metal. Ihre beiden Alben „Surreal World“ und „Black Hole Illumination“ ernteten sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum durchweg gutes Feedback. Der Sound ist kraftvoll, melodisch und temporeich. Er besticht durch die Verwendung von drei Gitarren, wodurch man zweistimmige Gitarrenmelodien über einer Rhythmusgitarre auch live authentisch rüberbringen kann. Zusätzlich sorgen zahlreiche Samples für eine ganz besondere Atmosphäre.

Diese fünf Bands werden also kräftig einheizen. Wer sich bereits zwischen 17 und 17.30 Uhr aufmacht, bekommt ein „Getränk zum Aufwärmen“ kostenlos, bevor der Moderator des Abends in die Menge rufen wird: „Lets get ready to Ruuuuumble!“

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