Lesermeinungen zur Michelauer Bürgermeisterwahl

Eine weitere Zuschrift:
Am 2. Mai gibt es in Michelau eine Stichwahl. Weder Jochen Weber (CSU, li.) noch Simone Naumann (parteilos, re.) schafften im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit. Hubert Robisch (SPD, Mi.) erhielt am Sonntag, 11. April, die wenigsten Wählerstimmen und ist damit raus. Foto: Drossel

Mit Spannung habe ich auf das Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Michelau gewartet. Tatsächlich kommt es zwischen Simone Naumann und Jochen Weber zur Stichwahl am 2. Mai, worüber am Montag, 12. April, auch auf der Titelseite des OT berichtet wurde.

Verwunderlich ist, dass auf der Titelseite nur Jochen Weber zu sehen ist. Möchte hier der Redakteur damit visuell beeinflussen? Aus meiner Sicht wäre es fair gewesen, wenn beide gegeneinander antretenden Kandidaten zu sehen gewesen wären. In der heutigen Zeit der Gleichberechtigung sollte das doch kein Thema mehr sein!

Allein die Aussage von Hubert Robisch im Onlinebericht finde ich sehr denkwürdig. Ich zitiere: „Dass Simone Naumann ihn knapp überholt hat, führt er auch auf den „Frauenbonus“ zurück.

Hierzu kann ich nur sagen, vielleicht hat Frau Naumann einfach nur ein besseres Konzept, das viele Wählerinnen und Wähler anspricht.

Die Partei von Simone Naumann sind wir, die Bürger. Zweifelsohne brauchen wir in der heutigen Politik zwischen Macht und Kapitalismus eine Person, die auch einfach mal die Bürger fragt – was wollt ihr? Eine bekennende Wählerin von Simone Naumann.

Nicole George,

Michelau

Bezüglich Ihrer Berichterstattung um die gestrige Bürgermeisterwahl in Michelau, stellt sich mir die Frage, ob es Absicht oder ein Versehen war, die Bürgermeisterkandidatin Simone Naumann nicht mit auf die Titelseite zu bringen? So ist Herr Weber mitnichten als Sieger der gestrigen Wahl hervorgegangen. Es mutet etwas seltsam an, nur ihn auf der Titelseite zu sehen, obwohl es in drei Wochen auf eine Stichwahl mit Frau Naumann hinausläuft.

Selbst Ihre Artikel Einleitung ist irreführend. So ist Herr Weber im Moment lediglich der Zweiter Bürgermeister, der bis zum endgültigen Wahlergebnis

die Gemeinde vertritt. In diesem Zusammenhang mit „Vertreibung aus dem Rathaus“ zu sprechen

hört sich nach Effekthascherei an.

Vanessa Hauser,

Michelau

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