Leserbrief zum Bürgermeister-Wahlkampf in Michelau

Zum Bürgermeister-Wahlkampf in Michelau erreichte uns folgende Leserzuschrift:

„Das ging ja flott – abermals wurde eine gut gemeinte Aktion der CSU Michelau in ein falsches Licht gerückt. Warf man dem Wahlteam um Jochen Weber noch vor einer Woche Verstöße nach dem Kunsturheberrechtsgesetz vor, erhebt man dieses Mal den mahnenden Finger in Richtung Infektionsschutz. Das erinnert an die aktuelle Bundespolitik; egal wie man es macht, man macht es falsch auch wenn es noch so gut gemeint ist. Und die Gegenseite: außer Gemoser kommt nichts.

Auch dieses Mal war die Idee eines Bratwurstverkaufes wohl überlegt und gut geplant. Im voraus wurden Gesundheitszeugnisse für die Protagonisten eingeholt beziehungsweise ein Corona Schnelltest durchgeführt. Der Bratwurstverkauf erfolgte unter Einhaltung sämtlicher vorgeschriebener Hygienemaßnahme. FFP 2 Masken wurden von den sehr disziplinierten Bürgern nicht nur getragen, sie wurden sogar vorab von Jochen Weber an jene verschenkt. Selbst der Umweltschutz kam nicht zu kurz. Auf Plastiktüten für die leckeren Speisen wurde verzichtet - dafür gab es dann ökologisch unbedenkliche und wiederverwendbare Stoffbeutel. Sogar die Kasse, besetzt mit Jochen Weber, wurde aus der kleinen Bratwurstbude verbannt, um körpernahe Kontakte zu vermeiden. Und dem nicht genug, spendete man die Einnahmen noch einem guten Zweck - der Stiftung ,Unser Michelau'.

In diesen Zeiten einen konformen Wahlkampf durchzuführen ist wirklich nicht leicht. Doch blicken wir zurück auf den 21. März 2021. Eine digitale Wahlveranstaltung mit allen Bürgermeisterkandidaten und weiteren sieben Kontakten, zum Teil aus verschiedenen Haushalten, in einem geschlossenen Raum. Das Ganze noch trotz einer sehr hohen Inzidenz über mehrere Stunden hinaus.... Wo war hier der kontaktbezogene Aufschrei?!

Sollen den Bürgern wirklich jegliche Möglichkeiten genommen werden, um ihren zukünftigen Bürgermeister/ihre Bürgermeisterin kennenzulernen bzw. sich von seinen/ihren Fähigkeiten zu überzeugen? Geht es nach mir, soll jeder die ihm rechtlich zustehenden Möglichkeiten nutzen (unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen), um Wahlkampf zu betreiben. Sicher wird es seitens der CSU-Ortsverbände in der Gemeinde Michelau auch zukünftig ähnlich gelagerte Aktionen geben, die der ein oder anderen Einrichtung in unserer Gemeinde zu Gute kommen wird. Und sollte Frau Naumann sich entschließen, unter freiem Himmel, unter Einhaltung aller Corona Regeln, für einen guten Zweck Kaffee und Kuchen zu verkaufen, werde ich dies auf jeden Fall unterstützen und auf ein Tässchen vorbei kommen - natürlich mit FFP2 Maske und ausreichend Abstand.“

René Wehner, Michelau

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