KÜPS

Küps soll als Wohnstandort attraktiv bleiben

Küps soll als Wohnstandort attraktiv bleiben
Küps soll ein attraktiver Wohnstandort bleiben. Darum bemüht sich die Marktgemeinde mit dem oberfrankenweit einmaligen Entwicklungskonzept KEK³. Das Bild zeigt (v. li.) die Stadtplaner Gunter Schramm, Leonhard Valier und Dr. Tobias Preising, Christiane Werthmann (Büro für Städteb... Foto: Rainer Glissnik

Der Markt Küps hat es sich zum Ziel gesetzt, auch künftig die Attraktivität der Gesamtgemeinde als Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum zu erhalten und zu erhöhen. Mit dem übergreifenden Entwicklungskonzept KEK³ wurden hierzu Strategien entwickelt. In zwei Manuskripten mit 170 und 130 Seiten sind viele konkrete Handlungsfelder zusammengefasst.

„Dieses Konzept ist

eine Besonderheit,

nicht alltäglich und

beispielgebend. Mehrere Fördermöglichkeiten

in einem Boot.“

Leonhard Valier, Stadtplaner

„Dieses Konzept ist eine Besonderheit, nicht alltäglich und beispielgebend. Mehrere Fördermöglichkeiten in einem Boot“, blickte Stadtplaner Leonhard Valier auf die intensive mehrjährige Zusammenarbeit mehrerer Büros mit Gemeindeverwaltung und Bürgerschaft zurück. „Küps soll attraktiver Wohnstandort sein und bleiben.“ Dieses besondere Entwicklungskonzept wolle den ländlichen Raum stärken, unterstrich Stadtplaner und Regionalplaner Dr. Tobias Preising (Planwerk Nürnberg).

Mehr als 100 Maßnahmen insgesamt und in allen Ortsteilen. Dazu gehöre die Stärkung des Bereichs Melanger oder Radwege. Es sei wirklich sehr viel, unterstrich Christiane Werthmann (Büro für Städtebau und Bauleitplanung BfS+) die Bandbreite der Vorhaben.

Die Straße Melanger solle attraktiver Wohn- und Verweilbereich werden. Gefahrenpunkte bei den Gehwegen sollen entschärft werden. Wichtig wäre es eine barrierefreie Erschließung vom Küpser Talbereich zur Hochebene zu schaffen. Eine Möglichkeit wäre eine sicherlich 150 Meter lange Rampe mit Serpentinen. Andere Möglichkeiten wären ein Schrägaufzug oder eine Rolltreppe.

Bürgermeister Rebhan freut sich über eine großartige Chance

Die Straße in diesem Bereich eines Radwegs sei sehr schmal. Hierzu habe es auch einen Workshop mit der Bürgerschaft. Eine Möglichkeit wäre eine Einbahnregelung mit Ampelregelung bei einer Fahrbahnbreite von vier Metern. So entstehe Raum für Radfahrer und Fußgänger. Überlegenswert sei auch eine Tempo-30-Zone.

Am Plan wäre es sinnvoll, den Parkraum besser zu organisieren oder zu verlagern. Dies würde dem Neuen Schloss zugute kommen. Es gehe auch um das Haus „Am Plan 2“: Abriss und Neubau sind hier Ziel. Es könnte ein öffentliches Gebäude etwa mit öffentlichen Toiletten geschaffen werden, so Werthmann.

Heute solle das Gesamtkonzept gebilligt werden, freute sich Bürgermeister Bernd Rebhan über die großartige Chance auf großzügige Förderung vieler Entwicklungsmaßnahmen. Für einen Bereich sei das auch Grundlage für ein Stadtsanierungsgebiet mit erheblichen steuerlichen Vorteilen für Private, die Sanierungsmaßnahmen ausführen wollen. Ein Stadtumbaumanagement könnte zudem Beratung und Unterstützung bieten.

Früchte einer mehrjährigen intensiven Arbeit

„Heute soll das Gesamtkonzept gebilligt werden“, freute sich Bürgermeister Bernd Rebhan über die Früchte einer mehrjährigen intensiven Arbeit.

Doch dann goss Ralf Pohl (SPD) mächtig Wasser ins Öl. Während das Entwicklungskonzept die Johannisthaler Schule verwerten wolle, wollten die Johannisthaler ihre alte Schule behalten. Vor allem jedoch wandte sich Pohl für die SPD gegen die vorgesehene Bewertung der Küpser Ortsteile, gegen eine Klassifizierung hinsichtlich eines späteren Baulands. Nicht allen Gemeindeteilen sei eine Ausweisung von Bauland im Umfeld zugedacht worden, ärgerte sich der SPD-Politiker gewaltig.

Laut Pohl wird zum Teil die Solidarität in der Gemeinde untergraben

Bei einigen Gemeindeteilen sei in den Planungen eine Förderung von Unterstützungen bei Sanierungsmaßnahmen aufgrund Generationenwechsel vorgeschlagen worden – oder eine Beschränkung auf Innenentwicklung. Dies untergrabe die Solidarität der Gemeinde, ärgerte sich der Sozialdemokrat. Die baulichen Entwicklungsmöglichkeiten müssten für alle Gemeindeteile gelten. Die SPD teile zudem nicht den Pessimismus, dass die Bevölkerung von Küps schrumpfen werde. „Wir werden nicht als Fraktion dagegen stimmen. Die Meinung gegen die strategische Ausrichtung wird bleiben.“

Sichtlich enttäuscht auf diese heftige Kritik – nach so viel Engagement von so vielen – zeigte sich Bürgermeister Bernd Rebhan. „Gibt es nach vier Jahren harter Arbeit hier fast nichts Positives, was man sagen kann?“, fragte er. „Wir sind doch in allen Ortsteilen engagiert, wandte er sich gegen diese Fundamentalkritik.

„Mit großer Bürgerbeteiligung wurde ein Katalog von Maßnahmen entwickelt“, lobte Zweiter Bürgermeister Thomas Meyer. Die Realisierung der Sanierungen sei nur mit Fördermitteln möglich. „Wir stehen dem Konzept sehr positiv gegenüber, erklärte Heiko Meusel für die Freien Wähler. Jeder einzelne der aufgeführten Punkte wäre ein Gewinn für die Gemeinde, wenn er verwirklicht wird.

Auch Differenz in der Frage der Kommunalen Strombeschaffung

Ralf Pohl verlangte für die SPD auch, dass sich die Marktgemeinde bei der Bündelausschreibung für kommunale Strombeschaffung in Bayern bis 2025 für Ökostrombezug entscheide. Bürgermeister Bernd Rebhan erwiderte, die höheren Kosten von 10 000 Euro jährlich würde er lieber vor Ort in klimaschützende Maßnahmen investieren.

Vergabe des Ehrenamtspreises

Der Marktgemeinderat folgte dm Vorschlag von Bürgermeister Bernd Rebhan, die Leistungen der Freiwilligen Feuerwehren im Jahr der Corona-Pandemie besonders hervorzuheben. Aufgrund schwerster Bedingungen muss das herausragende Engagement der Feuerwehrfrauen und -männer in einer besonderen Form gewürdigt werden. Alle aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern im Markt Küps werden mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Die Auszeichnung erfolgt stellvertretend für die Aktiven an die jeweiligen Feuerwehrortsvereine.

Bei der Digitalisierung der Schulenerfolgte eine Gesamtinvestition von 144 603 Euro, wobei die Marktgemeinde einen hohen Zuschuss von 132 477 Euro erhielt. Darüber hinaus hat der Markt Küps bereits eine Förderzusage des Bundes in Höhe von 174 000 Euro für den „Digitalpakt Schule“.

Über das bayerische Förderprogramm FILS (Förderung von Investitionen für technische Maßnahmen zur Lüftung von Schulen) wurde für jedes Klassenzimmer ein CO2-Warner angeschafft und installiert. Derzeit prüfen die Schulleitungen die Anschaffung von förderfähigen Lüftungsgeräten für einzelne besondere frequentierte Räumlichkeiten. rg

Küps - Für den Kinder- und Jugendtreff KIWI ist eine Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Kronach vereinbart. Die Caritas übernimmt damit einen weiteren Baustein im Betreuungsnetzwerk des Marktes Küps und ist damit der Partner für die Kinderbetreuung an der Küpser Schule.

Seit Herbst 2020 ist Lydia Pfluger neue Kraft im KIWI. Gaby Forkel ging in Rente. Lydia Pfluger berichtete von etlichen Umbauten und Neuanschaffungen für die Einrichtung. Sie präsentierte den Marktgemeinderäten das Konzept für die Zukunft. Sie plant auch eine Vernetzung mit den Vereinen. Die Grundlage für die Öffnung ist geschaffen.

Das KIWI soll ein Zentrum der Kinder- und Jugendarbeit sein. Ein Tages- und Erlebnisraum zur sinnvollen Freizeitgestaltung.

Aus dem Gemeinderat

• Der Marktgemeinderat folgte dm Vorschlag von Bürgermeister Bernd Rebhan, die Leistungen der Freiwilligen Feuerwehren im Jahr der Corona-Pandemie besonders hervorzuheben. Aufgrund schwerster Bedingungen müsse das herausragende Engagement der Feuerwehrfrauen und -männer in einer besonderen Form gewürdigt werden. Alle aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern im Markt Küps werden mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Die Auszeichnung erfolgt stellvertretend für die Aktiven an die jeweiligen Feuerwehrortsvereine.

• Bei der Digitalisierung der Schulen erfolgte eine Gesamtinvestition von 144 603 Euro, wobei die Marktgemeinde einen hohen Zuschuss von 132 477 Euro erhielt. Darüber hinaus hat der Markt Küps bereits eine Förderzusage des Bundes in Höhe von 174 000 Euro für den „Digitalpakt Schule“.

Über das bayerische Förderprogramm FILS (Förderung von Investitionen für technische Maßnahmen zur Lüftung von Schulen) wurde für jedes Klassenzimmer ein CO2-Warner angeschafft und installiert. Derzeit prüfen die Schulleitungen die Anschaffung von förderfähigen Lüftungsgeräten für einzelne besondere frequentierte Räumlichkeiten.

• Für den Kinder- und Jugendtreff Kiwi ist eine Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Kronach vereinbart. Die Caritas übernimmt damit einen weiteren Baustein im Betreuungsnetzwerk des Marktes Küps und ist damit der Partner für die Kinderbetreuung an der Küpser Schule. Seit Herbst 2020 ist Lydia Pfluger neue Kraft im Kiwi. Gaby Forkel ging in Rente. Lydia Pfluger berichtete von etlichen Umbauten und Neuanschaffungen für die Einrichtung. Sie präsentierte den Marktgemeinderäten das Konzept für die Zukunft. Sie plant auch eine Vernetzung mit den Vereinen. Die Grundlage für die Öffnung ist geschaffen. Das Kiwi soll ein Zentrum der Kinder- und Jugendarbeit sein. .

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