MARKTZEULN

Kontroverse Diskussion im Marktzeulner Gemeinderat

Voraussichtlich von 2023 bis 2025 werden die drei Flutbrücken (hier die erste Flutbrücke von Marktzeuln aus nach dem TSV-Marktzeuln-Gebäude) instand gesetzt beziehungsweise erneuert. Foto: Karin Sträßner

Kontrovers diskutiert wurde der Bauantrag zu einem modernen Bau mit Flachdach im „Berglein“, in dem sonst Häuser der 1990-er Jahre dominieren. Mit zwei Gegenstimmen genehmigte der Gemeinderat aber letztlich das geplante Einfamilienwohnhaus samt zusätzlichem Vollgeschoss. Erwin Grünbeck (CSU) gab zwar zu, dass es „etwas Gewagtes, Außergewöhnliches“ sei, man es jedoch sehen könne. Hubert Gehrlich (UBMz) meinte: „Das geplante Gebäude wirkt futuristisch, es hebt sich ab.“ Er sehe jedoch keine Argumente gegen das Flachdach. Ulrike Stark (SPD) fand, dass man froh sein könne, das Grundstück, welches im Gemeindebesitz war, endlich verkauft zu haben.

Jutta Stark (UBMz) dagegen empfindet das geplante Haus als Störfaktor. Es verstoße gegen den Bebauungsplan, sei niedriger wegen des flachen Daches und passe optisch nicht rein. Markus Pülz befürchtet ebenfalls, dass der Neubau nicht reinpasst, auch wenn er persönlich ihn schön findet.

Planung der Bauarbeiten wird mit der Gemeinde abgestimmt

Zum Erscheinungsbild Marktzeulns gehören auch die Brücken zwischen dem Kernort und Zettlitz. Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech hat beim Staatlichen Bauamt Bamberg angesichts der geplanten Sanierungsarbeiten angefragt wegen der Nutzung eventueller Synergien: Auch der Fußweg zwischen Marktzeuln und Zettlitz muss ertüchtigt werden, zudem besteht der Wunsch, diesen Fußweg zu beleuchten.

Das Staatliche Bauamt Bamberg teilte mit, dass die erste Flutbrücke (gezählt von Marktzeuln aus, also nach dem Gebäude des TSV) instand gesetzt werden soll. Die zweite Flutbrücke sowie die Flutbrücke in Zettlitz sollen erneuert werden. Die konkreten Planungen beginnen Anfang 2021. Der Markt Marktzeuln werde bei den einzelnen Punkten Sperrung, Umleitung, provisorische Verbindung eingebunden. Gebaut werden soll voraussichtlich von 2023 bis 2025.

Friedhofs- und Bestattungssatzung überarbeitet

Der Gemeinderat beschloss außerdem eine überarbeitete Friedhofsgebührensatzung und einer überarbeitete Friedhofs- und Bestattungssatzung: Die Grabnutzungsfrist einer Urne in einer Urnenerdkammer beträgt nunmehr zehn Jahre, die Grabgebühr 30 Euro pro Jahr.

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