MICHELAU

Johannes-Puppert-Schule profitiert von DigitalPakt Schule

Johannes-Puppert-Schule profitiert von DigitalPakt Schule
Neben Abstand und Mundschutz gehören moderne Tabletts heute zum Schulalltag. Im Bild (v. li.) Florian Hacker, Yalda Mohamadi, Cornelia Zauritz, Louis Zinzel, Dirk Rosenbauer. Foto: Klaus Gagel

Zu den wenigen positiven Seiten der Corona-Pandemie gehört es, dass die Digitalisierung in vielen Bereichen vorangetrieben wurde. So auch an der Johann-Puppert-Schule in Michelau, wo der Schulbetrieb in vielen Bereichen auf einen Digitalunterricht umgestellt wurde. Voraussetzung dafür war ein kräftiger Schub in der IT-Ausstattung der Schule.

Sowohl im Präsenzunterricht als auch im Bereich des Homeschooling gab es spürbaren Nachholbedarf. Die Voraussetzungen hinsichtlich der technischen Ausrüstung waren bei den einzelnen Schülern extrem unterschiedlich. Es drohte eine Zweiklassengesellschaft, sobald es darum ging, dass Schüler ihre Arbeitsaufträge mit Hilfe eines Tablets oder Laptops erledigen sollten.

Homeschooling per Smartphone funktioniert nicht

Homeschooling mit einem Smartphone zu erledigen, das funktioniert nicht. Aber einfach mal so einen Laptop und einen Drucker anzuschaffen, dazu ist bei manchen Familien das Geld zu knapp. Zusätzlich braucht man ja auch noch ein möglichst schnelles Internet. Andere Schüler haben da viel bessere Voraussetzungen. Da ist in einem Haushalt nicht nur ein iMac, sondern zusätzlich auch noch ein Mac-Book oder ein iPad vorhanden.

Ein wesentlicher Fortschritt für die Schule war es, freut sich die neue Schulleiterin Cornelia Zauritz, dass im Zuge des DigitalPakts Schule nun insgesamt 70 Geräte für den Unterricht zur Verfügung stehen. Zuletzt wurde ein iPad-Koffer mit 16 iPads für den Schulbetrieb innerhalb der Klassen angeschafft. Fürs Homeschooling konnten bedürftigen Schülern, zunächst 19 Leihgeräte und in einem zweiten Schub nochmals zehn Leihgeräte zur Verfügung gestellt werden. Diese Tablets können die Schüler zu Hause benutzen, sobald die Eltern einen entsprechenden Antrag gestellt haben. Die Leihgeräte mit Tastatur haben auch ein Cellular-Modul. Falls zuhause kein Internet vorhanden ist, kann über eine SIM-Karte das Netz genutzt werden.

Nicht nur Leihgeräte angeschafft, sondern auch Lern-Apps

Natürlich benutzen die jeweiligen Schüler ihre Leihgeräte auch im Unterricht. „Die Gemeinde hat also die vorhandene Förderung gut genutzt“, verrät Bürgermeister Dirk Rosenbauer. Es gab im Frühjahr einen ersten Fördertopf, dann eine zweite Förderung als Maßnahme im Zuge der Corona-Pandemie sowie jetzt noch mal einen „Nachschlag“. Zusätzlich hat die Gemeinde Michelau auch in verschiedene Lern-Apps investiert, damit die Geräte optimal im Unterricht eingesetzt werden können.

Doch die Hardware und die Software schaffen nur die Grundlagen für einen digitalen Unterricht. Damit alles problemlos läuft, mussten in den Klassenzimmern Wlan-Hotspots eingerichtet werden. Wesentlich zweitaufwändiger war es, die Geräte nebst Software einsatzbereit zu machen. Der Mann fürs Feine ist dabei Florian Hacker, der stellvertretende Schulleiter. Zusammen mit Systembetreuerin Kerstin Richter hat er in stundenlanger Kleinarbeit eine Vielzahl von Linzenzschlüsseln abgearbeitet und die Geräte eingerichtet.

Stolz stellten auch die beiden Schüler aus der Klasse 5A, Yalda Mohamadi und Louis Zintel, zusammen mit Bürgermeister Dirk Rosenbauer, Schulleiterin Cornelia Zauritz und ihrem Stellvertreter Florian Hacker die neuen Geräte vor. Denn ein Unterricht ohne Informationstechnik ist gerade in Zeiten von Corona nicht mehr vorstellbar.

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