KÜPS

Industriebrache in Küps wird beseitigt

Industriebrache in Küps wird beseitigt
Die asbesthaltige Dachabdeckung ist bereits entfernt, bald starten die Bagger mit dem Abbruch der früheren Lackfabrik. Das Foto zeigt die Verantwortlichen bei der Baueinweisung (v. li.): Rene Kaiser, Geschäftsführer Daniel Pabel, Bürgermeister Bernd Rebhan, Caroline Schemm (Büro ... Foto: Christian Ebertsch/Rathaus Küps

Der langjährige Einsatz der Marktgemeinde für die Beseitigung des Industriebrache in der Weinbergstraße zeigt sichtbare Erfolge: Die Abbrucharbeiten an der seit mehr als zwei Jahrzehnten leerstehenden früheren Lackfabrik haben begonnen, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Küpser Rathaus. Bürgermeister Bernd Rebhan freue sich über den Startschuss. Bis Ende 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Möglich ist die aufwändige Maßnahme nur dank der Fördermittel, die die Marktgemeinde über die Förderoffensive Nordostbayern vom Amt für Ländliche Entwicklung einerseits und von der Regierung von Oberfranken andererseits für die Altlastenbeseitigung erhält.

Beseitigung der unterirdischen Altlasten ist nicht billig

Seit Ende der 1950-er Jahre gab es die Lackfabrik, die bis 1998 in Betrieb war. Neben der Erlangung von Fördermitteln war es für den Markt Küps elementar, Eigentümer der 2400 Quadratmeter großen Fläche zu werden. Letztlich musste ein Zwangsversteigerungsverfahren eingeleitet werden, um die Brache erwerben zu können. Ende 2019 wurde dann der Zuschlag erteilt.

Die weiteren Planungen zur Beseitigung der Gebäude und der unterirdischen Altlasten leitete das Büro Main-Umwelt (Bad Berneck). Nach erfolgter Ausschreibung hat der Bau- und Umweltausschuss Aufträge im Wert von rund 365 000 Euro an die Firma Erd- und Tiefbau GmbH Ebersbach (Oelsnitz) vergeben.

Auch die Tankanlage auf dem Gelände wird stillgelegt

Bereits seit Februar wurden die tonnenweise auf dem Gelände lagernden Abfälle entsorgt. Allein dafür entstanden Kosten im Umfang von 28 000 Euro. Auch der Ausbau der beiden 60 000 Liter großen Tanks ist vorgesehen – dieser Part schlägt mit rund 35 000 Euro zu Buche. Die vom Landratsamt geforderte Stilllegung der Tankanlage ist ebenfalls in die Wege geleitet. Bereits abgebaut und verpackt sind die asbesthaltigen Eternitplatten.

Die PCB-haltigen Putze im Innenraum müssen jetzt abgeschlagen und gesondert entsorgt werden, bevor Mitte August die Bagger anrollen, wie der Geschäftsführer der Abbruchfirma, Daniel Pabel, beim Ortstermin ankündigte. Für das Büro Main-Umwelt verwies Caroline Schemm auf die vielfältigen Untersuchungen, die bei den Abbruch- und Bodensanierungsarbeiten nötig sind. Weil eine Wohnbebauung angedacht sei, müssten die Altlasten umfassend beseitigt werden.

Bürgermeister Bernd Rebhan dankte allen beteiligten Behörden wie dem Amt für Ländliche Entwicklung, der Regierung von Oberfranken und auch dem Landratsamt für die Unterstützung bei der aufwändigen Maßnahme. Seit seinem Amtsantritt vor mehr als drei Jahren habe er dieses Projekt mit Nachdruck verfolgt. Die Rathausverwaltung habe hier tatkräftig unterstützt, betonte er. (red)

Industriebrache in Küps wird beseitigt
Blick auf die früheren Lackfabrik Wicolor, die in Küps ein stattliches Unternehmen war (Luftbild aus der 1960-er Jahren)... Foto: christian Ebertsch/Rathaus Küps

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