In jedem Ortsverein dabei: Sandra Schopf aus Mannsgereuth

REDWITZ A.D. RODACH

In jedem Ortsverein dabei: Sandra Schopf aus Mannsgereuth

Das Leben von Sandra Schopf ist voll ausgefüllt. Im Mittelpunkt steht ihre Familie mit Ehemann Matthias und den beiden Kindern Helen und Jakob. Beide halten sie auf Trab und wissen sich gerne von ihr unterstützt. Danach kommen die Hausarbeit und der Garten. „Der Garten erfordert seine Arbeit“, weiß sie. Aber direkt im Anschluss widmet sie ihre Aufmerksamkeit den Ortsvereinen, die es ihr sehr angetan haben.

Besonders schätzt sie die Geselligkeit und die Freundschaften. Da ist es für Sandra Schopf selbstverständlich, in jedem Ortsverein Mitglied zu sein. Und es gibt in Mannsgereuth kaum eine Veranstaltung oder ein Fest, an dem sie nicht beteiligt ist oder die Hände im Spiel hat. Dabei stellt sie sich öffentlich lieber hinten an. „Ich bin an der Organisation im Vorfeld beteiligt und helfe an der Veranstaltung selbst, wo ich kann“, erzählt sie. „Bei unseren vielen Dorffesten bediene ich am liebsten unsere Gäste. Das macht mir einfach am meisten Spaß.“

Im Berufsleben ist sie als kaufmännische Angestellte bei der Firma Wolf Fenster und Türen beschäftigt. Doch sobald die Arbeit getan und die Familie versorgt ist, nimmt oft das Vereinsleben seinen Lauf.

„Bei unseren vielen Dorffesten bediene ich am liebsten unsere Gäste.

Das macht mir einfach am meisten Spaß.“

Sandra Schopf, Mannsgereutherin

Im Jahr 1994 ist sie dem Bayern Fanclub Rodachgrund beigetreten und wurde bereits für 25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. „Die Gemeinschaft beim Fanclub ist einfach toll“, schwärmt sie. Der Fußball selbst steht hier noch nicht einmal an erster Stelle. Ihr geht es vor allem um das Treffen und das Zusammensein mit anderen Menschen im Vereinsheim.

Bei der Jugendbetreuung unterstützt, die Damenwehr mitgegründet

1995 kam Sandra Schopf durch ihren Mann zur Dlrg Küps. Dieser war zu dem Zeitpunkt als Jugendwart tätig. Hier unterstützte sie ihn etliche Jahre bei Zeltlagern, Vereinsfahrten und in der Jugendbetreuung.

Viele Aktivitäten bei der Freiwilligen Feuerwehr Mannsgereuth sind mit ihrem Namen verbunden. 1996 ist sie der Ortswehr beigetreten. Anlass war die Gründung einer Damengruppe. „Das hat mich schon immer fasziniert. Von Anfang an war ich Feuer und Flamme“, verrät sie.

Eine der ersten stellvertretenden Kommandantinnen im Landkreis

Das blieb bei den Verantwortlichen der Ortswehr nicht unbemerkt. Die Folge war, nach dem ersten Leistungsabzeichen, die Übernahme einer Gruppenführung, wofür sie 2001 erfolgreich einen Lehrgang an der staatlichen Feuerwehrschule Würzburg absolvierte. 2004 wurde sie zur stellvertretenden Kommandantin gewählt. „Ich war damals auf diesem Posten eine der ersten Frauen hier in unserem Landkreis“ schaut sie zurück. Nach 16 erfolgreichen Jahren trat sie im vergangenen Jahr zurück.

„Ich wollte mich unbedingt sportlich betätigen“, erklärt sie, warum sie 2000 dem Tischtennisclub Mannsgereuth beigetreten ist. Hier wurde sie bald aktive Spielerin und übernahm in den zurückliegenden Jahren die Führung der zweiten Damenmannschaft. Ganz getreu ihrer Einstellung wurde sie im September 2020 zur stellvertretenden Vorsitzende gewählt.

Junge Sportler betreuen, Kräutergarten pflegen

Sehr am Herzen liegt ihr die Jugend. Sie war an der Gründung der Jugendgruppe vor acht Jahren beteiligt und bringt sich aktiv in die Betreuung der jungen Sportler ein. „Das ist unsere Zukunft“, betont sie. Das Engagement zahlt sich mit zurzeit drei aktiven Jugendmannschaften aus. „Das alles braucht seine Zeit“, weiß sie. Doch die bringt sie gerne auf.

Ein weiterer Verein ist der Ortsverband für Gartenbau und Landespflege. Von Anfang an ist sie im Ausschuss vertreten und bekannt für ihre zündenden Ideen. Auch bei der Pflege des Kräutergartens hilft sie mit und packt nach Kräften bei Veranstaltungen mit an. Ebenso ist sie Mitglied bei der Soldatenkameradschaft und beteiligt sich an der Organisation des Schlepper-Frühschoppens.

Jetzt in der „speziellen“ Corona-Zeit fehlen Sandra Schopf die Abwechslung durch die Ortsvereine und der soziale Kontakt. „Feste finden nicht statt, und Freunde kann man dort nicht treffen“, bedauert sie. Doch plant sie bereits voraus und hofft, sich bald wieder für die Ortsvereine und die Gesellschaft engagieren zu können.