MARKTZEULN

In Horb werden 29 weitere Garagen gebaut

In Horb werden 29 weitere Garagen gebaut
Auf diesem Grundstück in Horb am Main ist eine Erweiterung des Garagenhofes um 29 Garagen geplant. Foto: red

Der November mit seinen Gedenktagen wirft seine Schatten voraus. Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech gab in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung bekannt, dass die Veranstaltung zum Volkstrauertag für Samstag, 13. November, geplant ist. Beginn wäre um 16.30 Uhr am Ehrendenkmal. Fahnenabordnungen sind ausdrücklich erwünscht.

Ansonsten standen nur Themen aus dem Bauausschuss zur Beratung an. In der Gemarkung Zettlitz tut sich was. Es liegt ein Bauantrag für die Erweiterung des bestehenden Garagenhofes vor. 29 weitere Garagen sollen errichtet werden. Die Grundstücke befinden sich innerhalb des im Zusammenhang bebauten Ortsteils Horb am Main in einem Gebiet ohne Bebauungsplan. Die geplante Maßnahme füge sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung ein. Die Eigentümer der Nachbargrundstücke haben dem Vorhaben durch Unterschrift auf den Plänen zugestimmt.

Da die Abstandsflächen an zwei Stellen nicht vollständig eingehalten werden, wurde der Antragsteller darauf hingewiesen, dass das Landratsamt Lichtenfels die Zustimmungen der noch fehelenden Unterschriften zur Abstandsflächenübernahme noch nachfordern wird. Das Gemeindeoberhaupt wies darauf hin, dass dieser Antrag nur auf Wunsch des Antragstellers noch in die Tagesordnung aufgenommen wurde, um eine schnelle Bearbeitung zu gewährleisten. Der Bauausschuss wäre noch nicht vor Ort gewesen.

Der Bedarf an Garagen ist da

Die Erweiterung des Garagenhofes um 29 Garagen beträfe das Betriebsgelände der Lackiererei Malsam. Diskutiert wurde über die Anzahl der Garagen. Erwin Grünbeck (CSU) warf ein, dass weitere 29 Garagen schon sehr viel für Horb seien. Der Bürgermeister meinte, dass wohl die meisten für den Geschäftsbetrieb gedacht seien. Gemeinderat Stefan Leikheim (CSU) sagte, das auch etliche Garagen vermietet werden würden. Heinz Fischer (UBMz) erwiderte, dass der Bedarf gerade auch von Oldtimer-Besitzern vorhanden wäre. Es gäbe genug Leute, die Garagen suchen würden. So wurde das gemeindliche Einvernehmen zur Erweiterung des bestehenden Garagenhofes um weitere 29 Garagen schließlich bei einer Gegenstimme erteilt. Die Kosten der Erschließung habe der Antragsteller zu tragen.

Das zweite Horber Projekt betraf eine bereits 2020 gestellte Bauvoranfrage zur Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage auf dem Grundstück Flurnr. 230 Gemarkung Zettlitz in der Burgstaller Straße in Horb. Da das Grundstück im planungsrechtlichen Außenbereich liegt, wurde darauf hingewiesen, dass eine Einbeziehungssatzung erforderlich wird. Grundsätzlich bestand damals Einverständnis mit der Planung. Die Durchführung des Aufstellungsverfahrens wurde in Aussicht gestellt, soweit die Antragsteller sich verpflichten, alle anfallenden Kosten zu tragen, insbesondere die Planungs- und Erschließungskosten. Inzwischen wurde ein Antrag auf Erlass der Einbeziehungssatzung für das Grundstück eingereicht um die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau des geplanten Wohnhauses mit Garage zu schaffen. Das von den Antragstellern beauftragen Planungsbüro hat bereits einen Entwurf der Einbeziehungssatzung mit Begründung und Ausgleichsflächenberechnung vorgelegt.

Der Gemeinderat beschloss, dass das Verfahren zur Aufstellung einer „Einbeziehungssatzung Horb am Main-Burgstaller Straße“ durchzuführen ist. Außerdem billigte der Gemeinderat den vorgelegten Entwurf des Planungsbüros der Satzung (Planteil, Begründung und Ausgleichsflächenberechnung) und beschloss die Durchführung der Öffentlichkeitsbeteiligung und der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange.

Die Antragsteller müssen die Kosten tragen

Mit den Antragstellern ist ein städtebaulicher Vertrag abzuschließen, in dem sich diese verpflichten, die Kosten für das Aufstellungsverfahren sowie alle erforderlichen Maßnahmen zur Umsetzung, insbesondere zur Erschließung und Schaffung von Ausgleichsflächen zu tragen. Für die Durchführung des Aufstellungsverfahrens ist der VG Hochstadt-Marktzeuln ein pauschaler Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 1000 € zu erstatten.

Von Frank Kestel (UBMz) wurde befürchtet, dass vom angrenzenden Fußballplatz wohl öfters Bälle auf dem Grundstück landen würden. Hubert Gehrlich (UBmz) war dafür, einen entsprechenden Fangzaun zu errichten. Der Bürgermeister erläuterte, dass die allgemeinen Regeln des Lärmschutzes zu beachten wären. Außerdem können sich Bürger aufgrund des Aushanges in Horb dazu äußern.

In der nichtöffentlichen Sitzung vom 4. Oktober wurden die Vergabe zur Errichtung der Stahltreppe im künftigen Dorfladen beschlossen (Firma Edelstahldesign Linz GmbH, Bad Staffelstein, Auftragssumme 29 747 Euro brutto).

Schlagworte