Hortneubau in Michelau: Jetzt kommt das zweite Stockwerk

MICHELAU

Hortneubau in Michelau: Jetzt kommt das zweite Stockwerk

Es ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Sowohl die Rund-um-Sanierung der Johann-Puppert-Schule als auch der Neubau des Horts als zweigeschossiges Nebengebäude sollen bis zum Schuljahresbeginn im September 2021 fertig gestellt sein.

„Handwerkliche Ausfälle hatten wir bis jetzt noch keine“, verrät Udo Freitag, vom EIS-Architekturbüro aus Bamberg. „Probleme bereiten uns momentan die Materialien. Dämmstoffe zum Beispiel haben aktuell sehr lange Lieferzeiten. Da werden wir einfach von der Industrie ausgebremst. In welchem Umfang die Corona-Krise dabei eine Rolle spielt, lässt sich schwer abschätzen.“

„Probleme bereiten uns momentan die Materialien. (...) Da werden wir einfach von der Industrie ausgebremst.“
Udo Freitag, Architekt

Selbst am Samstag wird gearbeitet. Vom zweiteiligen Nebengebäude steht bereits das erste Stockwerk. Die Decke sollte bis Ende April betoniert sein. Jetzt wird das zweite Stockwerk hochgezogen.

„Die neue Heizzentrale für das Schulgebäude, das Schwimmbad und den Hort befindet sich im Neubau. Es handelt sich um eine Pellet-Heizung“, erläutert der verantwortliche Architekt Udo Freitag. Um das Wärmekonzept zu verbessern, werden im Schulgebäude die vorhandenen Fenster durch Elemente mit einer Dreifachverglasung ersetzt. Auch die Fassade wird entsprechend gedämmt, denn parallel zum Neubau des Horts erfolgt die Rund-um-Sanierung der Johann-Puppert-Schule.

Verknappung der Materialien treibt die Kosten in die Höhe

Sobald das zweite Stockwerk steht, wird mit dem Einbau der Heizungsanlage begonnen. Alles wäre viel einfacher, wenn nicht die Verknappung bei den Materialien die Kosten immer weiter in die Höhe treiben würde. Allein die Kosten für die Dämmstoffe sind inzwischen auf das Doppelte gestiegen. „Wer kann es sich da noch leisten, im Privatbereich zu bauen?“, fasst Architekt Freitag seine Sorgen zusammen, Doch auch der Bürgermeister und der Kämmerer der Gemeinde Michelau dürften die aktuelle Entwicklung genau beobachten.