Höherer Zuschuss für die Erweiterung der Redwitzer Kita

REDWITZ

Höherer Zuschuss für die Erweiterung der Redwitzer Kita

Die Natur sowie Verbesserungen für Redwitz standen bei den Themen der Gemeinderatssitzung im Bürgerhaus im Mittelpunkt. Für die Erweiterung der Kindertagesstätte Grünschnabel bewilligt Regierung von Oberfranken einen Zuschuss von 92 000 Euro statt der zunächst in Aussicht gestellten 85 000 Euro, wie Bürgermeister Jürgen Gäbelein mitteilte. Davon können heuer bereits 88 000 Euro abgerufen werden.

Von den Gesamtkosten in Höhe von 299 000 Euro wurden jetzt 254 700 Euro als förderfähig anerkannt. Der Gemeinde Redwitz kam unter anderem zugute, dass der Kostenrichtwert in der Förderrichtlinie rückwirkend zum Beginn des Jahres erhöht wurde. Der Fördersatz mit 36,11 Prozent für die Gemeinde ist dabei unverändert geblieben.

Sanierung des Wegs auf 230 Meter Länge und Pflanzung neuer Bäume

Die Bodenplatte inklusive der Grundleitungen ist fertig gestellt. Die Holzständerkonstruktion ist in der Fertigung. Ab Mitte Juli soll der Aufbau der Ständerwände und der Dachkonstruktion beginnen. Zur Sanierung des Gehweges Dorfstraße in Unterlangenstadt informierte der Bürgermeister über die weitere Vorgehensweise. Nachdem die Bäume entfernt wurden, müssen der durch deren Wurzeln beschädigte Gehweg und die Parkflächen im Bereich der Dorfstraße 1 bis 25 auf einer Länge von 230 Meter partiell saniert werden. Außerdem sollen im Zuge der Bauarbeiten Baumtröge zur Pflanzung neuer Bäume installiert und die vorhandenen 14 Baumstümpfe entfernt werden. Beschlossen worden war, die Arbeiten an eine Firma zu übertragen.

Einfahrten zu den Grundstücken anpassen

Bei den Wassereinläufen sei noch nicht ersichtlich, ob Sanierungen vorgenommen werden müssen. Dies wisse man erst, wenn man aufgegraben habe. Geplant sei zudem, die Einfahrten zu den Grundstücken anzupassen. Der Gehweg wird in den Sanierungsbereichen neu asphaltiert, die Rasengittersteine der Parkplätze werden angeglichen.

Egon Neder (SPD) sah es als Verpflichtung, wieder genau so viele Bäume zu pflanzen, da diese in Erinnerung an die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges gesetzt worden waren. Da aber dafür kaum ausreichender Platz zur Verfügung steht und auch Anwohner einen neuen Baum nicht direkt vor ihrem Haus haben möchten, werde ein Ortstermin mit den örtlichen Gemeinderäten und Vereinsvertretern stattfinden.

Außerdem informierte Bürgermeister Gäbelein über die Besichtigung des Bauhofs durch die Kommunale Unfallversicherung Bayern. Bei einigen Mängeln sei bereits Abhilfe geschaffen worden, andere sollen noch behoben werden.

Für den Geh- und Radweg von Trainau nach Unterlangenstadt stellte Gäbelein die anstehenden landschaftspflegerischen Arbeiten vor.

46 Obstbäume und Heckenpflanzung als Ausgleich für den Radwegbau

Diese hatte die Untere Naturschutzbehörde entsprechend der Naturschutzgesetze verlangt. Das Büro Landschaftsplanung Kraus, Bamberg, hatte den Bestand untersucht und auf dieser Grundlage einen landschaftspflegerischen Begleitplan zur Kompensation des Eingriffs erstellt, den die Unteren Naturschutzbehörde akzeptiert hat. Demnach sind die Pflanzung von 46 Obstbäumen, von 2000 Quadratmeter Hecken und Ansaaten auf 1500 Quadratmeter entlang der Strecke vorgesehen. Weil diese nicht ausreichen, um die bei den Bauarbeiten versiegelte Fläche auszugleichen, müssen an anderer Stelle weitere Ausgleichsmaßnahmen erfolgen. Mit der Ausschreibung der Arbeiten wurde die Garten- und Landschaftsarchitektin Susanne Augsten, Naila, beauftragt.

Aus dem Gemeinderat: Kleine Aktionen statt Ferienprogramm

Auf die Anfrage Jochen Körners (SPD) nach einem Ferienprogramm erklärten die Jugendbeauftragten, dass ein Programm für nächstes Jahr erstellt werde. Für dieses Jahr würden es die Umstände noch nicht erlauben. Bürgermeister Jürgen Gäbelein ergänzte, dass die Gemeinde und das Quartiersmanagement kleine Aktionen geplant haben. Die Turnhalle werde bis zu Beginn des neuen Schuljahres geschlossen bleiben.

Jochen Körner erkundigte sich nach der Nutzung des Digitalpakts für die Schule. Die durch den Freistaat finanzierte Anschaffung von Tablet-PCs sei bereits im Laufen, so Gäbelein. Weiter erkundigte sich Körner nach dem Fortbestand des Jugendtreffs. Unabhängig von der Corona-Situation fehle noch eine Nachfolge in der Betreuung, sagte der Bürgermeister. Außerdem stünden Überlegungen zu räumlichen Veränderungen an und die betreute Altersgruppe müsse klar definiert sein. Doch strebe man auf jeden Fall eine Fortführung an.

Wer sich um die gemeindlichen Obstbäume kümmere, fragte Lukas Busch (SPD) an. Die Bäume gehören den Bürgern, Früchte können nach Rücksprache mit der Gemeindeverwaltung geerntet werden, sagte Gäbelein. Thomas Pfaff (CSU) sah allerdings die Gefahr, dass es zu Verwechslungen kommen könne, da Dritte nicht wüssten, welche Bäume in Privatbesitz sind und welche der Gemeinde gehören.

Niklas Welscher (CSU) sprach für den Geh- und Radweg einen von Anwohnern gewünschten Überweg an.

Christian Zorn (CSU) regte für den Beginn der neuen Legislaturperiode eine Klausurtagung für den Gemeinderat an. Diese sei für Herbst angedacht, um sich gemeinsam Gedanken zur zukünftigen Entwicklung der Gemeinde zu machen, ergänzte Gäbelein.