KÜPS

Hochwasserschutz am Krebsbach Thema im Gemeinderat Küps

Hochwasserschutz am Krebsbach Thema im Gemeinderat Küps
Der Küpser Marktgemeinderat freute sich über den Zuwendungsbescheid für das Projekt „Oberes Schloss“, eines der Küpser Leuchtturmprojekte. Die Ausführungsplanung umfasst Kosten von 1,798 Millionen Euro. Bewilligt wurde ein Zuschuss von 1,558 Millionen Euro. Foto: Rainer Glissnik

Der Markt Küps will die Hochwassersicherheit von Johannisthal vor einem Ausbau der Bundesstraße 173 sicherstellen. Eine Voranfrage bei den beteiligten Behörden zeigte einen erfreulichen Weg. Ziel ist im Herbst 2020 in das Planfeststellungsverfahren zu gehen, erklärte Bürgermeister Bernd Rebhan. „Bislang sieht es sehr gut aus.“

Derzeit fasst der durch Johannisthal führende Krebsbach höchstens einen halben bis einen Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Bei einem hundertjährigen Hochwasser kommen aber zwölf bis 13 Kubikmeter pro Sekunde – also wären weite Bereiche von Johannisthal bei einem solchen Ereignis von Hochwasser betroffen. Die derzeit geplante Verrohrung zum Ableiten eines solchen Hochwassers würde ungefähr dem historischen Verlauf des Baches folgen. Die Marktgemeinde Küps will unbedingt eine fertige Planung haben, bevor ein Ausbau der Bundesstraße B 173 beginnt, damit die Hochwasserableitung hier gleich eingeplant werden könnte.

Gravierende Überschwemmungen

Die Vorplanung ist abgeschlossen und gegenwärtig läuft die Entwurfsplanung. Der Krebsbach ist in Johannisthal stark verbaut und reicht nicht für ein hundertjähriges Hochwasser. Überschwemmungen wären gravierend. Das Hochwasser soll an der Staatsstraße gedrosselt und unter der Bundesstraße, der neuen Bundesstraße und der Bahnlinie abgeleitet werden. Die Kosten werden bei 4,068 Millionen Euro veranschlagt.

Es erfolgte inzwischen eine Voranfrage bei maßgebenden Behörden. Es wurden 31 Bohrungen und elf Sondierungen durchgeführt. Dabei wurde kein belastendes Material gefunden. Der Baugrund ist zudem überwiegend tragfähig. Ein Teil führt über Kronacher Grund und greift in Bebauungsplan Hohe Weide ein (Ausgleichsflächen). Seitens der Stadt gibt es prinzipiell keine Einwände zur Trasse, anderes kann geklärt werden.

Die Trasse kreuzt eine Ausgleichsfläche des Landkreises, die als Wiese und Weide genutzt wird. Der Graben führt mitten durch. Die Flächen sind verpachtet und der Unterhalt ist zu klären, damit diese auch weiter so genutzt werden können. Wahrscheinlich muss ein Grünplan erstellt werden. Das Landratsamt Kronach ist Genehmigungsbehörde und Trasse kreuzt eine Ausgleichsfläche.

Die Fernwasser-Versorgung Oberfranken (FWO) hat eine Hauptleitung mit Steuerleitung. Die Flutmulde muss hier flacher gestaltet werden. „Das bekommen wir technisch geregelt“, versicherte der Planer. Die Planung sieht eine Hochwasserentlastungsrinne durch einen Durchlass bei der Bahnlinie vor. Die Bahn arbeite sehr kooperativ mit. Rechtliche und technische Fragen sind zu klären. Maßnahme sorgt auch dafür dass die Bahn weniger Hochwasserprobleme hat.

Einstimmiger Beschluss

Prinzipiell keine Einwände hat das Straßenbauamt, es ist aber noch viel abzuklären. Wesentlicher Partner ist das Wasserwirtschaftsamt und Grundstückspartner in der Rodachaue. Mulden und feuchte Bereiche für Frösche und Störche sind gegeben. Am Einlaufbauwerk wurden Verbesserungen geplant. So kann das Wasser besser in das Rohr rein fließen. Wegen Grundstücksfragen wurde der Verlauf etwas verändert. „Es gibt keine Einwände die uns zurückwerfen würden“, versicherte der Planer. Einstimmig beschloss der Marktgemeinderat, die Planungen zu erstellen. Es wurde der Auftrag erteilt, die Planfeststellungsunterlagen mit Ergebnissen der Vorplanungen zu erstellen. Die vorgestellte Planung ist weiterzuführen und das wasserrechtliche Planfeststellungsverfahren zu erstellen und einzuleiten.

Neu Internetseite der Gemeinde

Der Markt Küps hat eine neue Website. Über diese können die Bürgerinnen und Bürger zunehmen Aufgaben online erledigen. erläuterte den Internetauftritt. Zunehmend sollen die Bürger mehr online erledigen können, erklärte Geschäftsleiter Torsten Michel.

Das neue Konzept für den Öffentlichen Personennahverkehr ist ein gewaltiger Fortschritt, freute sich Bürgermeister Bernd Rebhan. Stündlich nach Kronach und zurück nach Küps erstaunt jeden der dies hört. Die Leute werden merken welcher Quantensprung erreicht wird. Alle Schüler die bislang mitgefahren sind, sind dabei und können landkreisweit fahren. Dies muss bezahlt werden, der Anteil wird steigen. Für Küps bedeutet dies 6300 Euro in diesem Jahr Mehrkosten. Zugestimmt wurde dieser Erhöhung der Verwaltungskostenpauschale von fünf auf zehn Prozent. „Insgesamt erwarten wir uns hier einen gewaltigen Fortschritt.“ Sicher wird es am Anfang manches geben dass noch verbessert werden muss.

Neues Fahrzeug für die Wehr

Für die Freiwillige Feuerwehr Oberlangenstadt wird ein LF 10 beschafft. Zu einem Fahrgestell der Firma MAN Truck & Bus Deutschland GmbH (90 000 Euro) erhielt in einem zweiten Verfahren die Firma Rosenbauer Deutschland GmbH, Luckenwalde, den Auftrag für die Beladung für 242 937 Euro. Für die Beladung erhielt die Firma Ludwig, Bindlach, den Auftrag für 24 360 Euro. Die staatliche Förderung beträgt 73 500 Euro. Im Zuge der Ersatzbeschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs LF 10 für die Freiwillige Feuerwehr Oberlangenstadt soll auch eine neue Tragkraftspritze angeschafft werden. „Im Rahmen der Ausbaubesprechung offenbarte sich das Problem mit der alten Pumpe“, erklärte Bürgermeister Bernd Rebhan. Diese hätte viel Stauraum verbraucht. So wird ein Lift gespart. Wolfgang Neumann erklärte, der Feuerwehrverein gebe zur neuen Pumpe 5000 Euro dazu.

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