HOCHSTADT

Hochstadter Gemeinderat beschließt den Haushalt

Das Ergebnis der Jahresrechnung 2021 sowie die Haushaltssatzung mit Haushalts- und Stellenplan für die Gemeinde Hochstadt für das Jahr 2022 waren die wichtigsten Punkte auf der Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung. Hierzu erteilte Bürgermeister Max Zeulner das Wort an den Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft, Jörg Michalek. Dieser stellte das vorläufige Ergebnis der Jahresrechnung anhand des Rechenschaftsberichtes vor.

Das Haushaltsjahr 2021 endete im Verwaltungshaushalt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 3.4703.98 Euro (im Vorjahr 3.473.643 Euro). Der Vermögenshaushalt wurde mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 1.556.259 Euro (Vorjahr 959.946 Euro) abgeschlossen. Im Ergebnis enthalten ist die Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt in Höhe von 492.318 Euro (Vorjahr 561.547 Euro), eine Rücklagenzuführung am Jahresende in Höhe von 621.802 Euro (Vorjahr 314.458 Euro) und vorgetragene Kassenausgabereste für 2022 in Höhe von 14.276 Euro (Vorjahr 13.877 Euro). Kredite wurden keine aufgenommen.

Pro-Kopf-Verschuldung liegt nun bei 1959 Euro

Nun stellte der Kämmerer den Haushalts- und Stellenplan für 2022 vor. Der Verwaltungshaushalt schließt demnach in Einnahmen und Ausgaben mit jeweils 3.518.300 Euro (Vorjahr 3.061.400 Euro). Der Vermögenshaushalt wird in Einnahmen und Ausgaben mit jeweils 2.733.250 Euro (Vorjahr 2.250.650 Euro) festgesetzt. Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen werden auf 1.573.600 Euro festgesetzt. Der Schuldenstand der Gemeinde beträgt zum Ende des Haushaltsjahres 3.177.840 Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1959 Euro entspricht. Der Landesdurchschnitt liegt bei 631 Euro pro Kopf.

Die relativ hohe Summe ist laut Michalek der Sanierung der Trinkwasserversorgung sowie der Abwasserkanäle geschuldet und wird sich wohl in den kommenden Jahren durch entsprechende Einnahmen von Gebühren wieder amortisieren. Der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben nach dem Haushaltsplan wird auf 4.000.000 Euro festgesetzt. Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich das Gewerbesteueraufkommen deutlich erholt, so der Kämmerer.

Erfreulicher Anstieg der Gewerbesteuern

Für das Jahr 2022 kann aufgrund einer Gewerbesteuernachzahlung mit Einnahmen in Höhe von 446.300 Euro gerechnet werden. Für die künftigen Jahre wird mit einem Gewerbesteueraufkommen in Höhe von etwa 380.000 Euro gerechnet. Der Personalhaushalt bildet den größten Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt und beläuft sich auf 1.143.350 Euro. Der Stellenplan beinhaltet einen hauptamtlichen Bürgermeister, 14 Kindererzieherinnen beziehungsweise -pflegerinnen, eine Praktikantin in der Kindertagesstätte, sieben Bauhofbeschäftigte, fünf Reinigungskräfte in Teilzeit und eine Teilzeitbeschäftigte für den Schließdienst der Grüngutannahmestelle.

Das sind die größten Investitionen

Vom Gremium beschlossen wurde ebenfalls der Finanzplan mit Investitionsprogramm der Gemeinde für die Jahre 2023 bis 2025. Als größte Ausgabeposten in den kommenden drei Jahren nannte Michalek wiederum die unumgänglichen Sanierungsarbeiten an der Wasserversorgung und der Kanalisation. Mit der Erweiterung des Hochstadter Feuerwehrhauses sowie der Erschließung des Baugebiets „Am Hofweg“ stehen ebenfalls größere Ausgaben an. Der Auftrag für die Aufstellung des Bebauungsplans für das neue Baugebiet wurde bereits mit einer Gesamthonorarpauschale in Höhe von 15708 Euro an die „ivs GmbH“ aus Kronach vergeben.

Fußweg ist nun Rad- und Fußweg

Einstimmig beschlossen wurde ebenfalls eine Umwidmung vom Fußweg entlang der Reuther Straße (zwischen der Hutweidstraße und der neu gebauten Brücke) in einen Rad- und Fußweg. Zu guter Letzt gab der Bürgermeister bekannt, dass die Gemeinde wieder einige Posten Brennholz zu verkaufen hat. Genaueres hierzu ist der gemeindlichen Homepage sowie dem Aushangkasten am Rathaus zu entnehmen.

Der Bürgermeister bittet alle Eigentümer und Pächter von Grundstücken, über die Grundstücksgrenzen hinauswachsende Hecken, Bäume und Sträucher zurückzuschneiden, um das so genannte Luftraumprofil frei zu halten und somit die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.