REDWITZ

Helikopter am Obermain: Hilfe für Vögel kommt aus der Luft

Mit dem Hubschrauber werden Hochspannungsleitungen markiert. Foto: Christian Martens/Bayernwerk

Aus dem Hubschrauber heraus montiert eine Spezialfirma zurzeit im Auftrag der Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) Vogelschutzmarkierungen auf ausgewählten Hochspannungsleitungen im Freistaat. Die Arbeiten finden in Abstimmung mit den örtlichen Naturschutzbehörden im gesamten Netzgebiet statt. Um Vögel vor einer Kollision mit den Stromleitungen zu schützen, werden schwarz-weiße Warnmarken auf dem oberen Seil angebracht. Das Energieunternehmen setzte die besonderen Naturschutz-Maßnahmen nun im Landkreis Lichtenfels um, berichtet Baywernwerk in einer Pressemitteilung.

„Der Hubschrauber ist mehrere Wochen für das Bayernwerk im Einsatz.“
Volker Strohbach, Bayernwerk

„Der Hubschrauber ist mehrere Wochen für das Bayernwerk im Einsatz. Neben der Reparatur kleinerer Seilschäden werden auf unterschiedlichen Hochspannungsleitungen rund 1300 Vogelschutzmarkierungen angebracht“, erläuterte Volker Strohbach vom Service 110kV Leitungen Oberfranken. Die Vogelschutzmarker erinnern optisch mit den schwarz-weißen Linien an einen Zebrastreifen.

Ohne Gurt geht es nicht: Monteur Rolf Zander. Foto: Christian Martens/Bayernwerk

Die Marker sind 50 Zentimeter lang und 30 Zentimeter breit, beweglich und werden am obersten Seil der Leitung befestigt. Auf der 110-Kilovolt-Leitung, die von Redwitz nach Kulmbach führt, sind auf elf Abschnitten mit einer Länge von rund vier Kilometern insgesamt 149 Markierungen vorgesehen, um den Naturschutz vor Ort zu unterstützen.

„Die gut sichtbaren, kontraststarken Warnbaken verhindern bei vorbeifliegenden Vögeln eine gefährliche Kollision mit den Erdseilen. Die Markierungen ermöglichen es den Vögeln, bereits in ausreichender Entfernung ihre Flughöhe anzupassen“, erklärte Bernd Lang, Projektleiter Trassenmanagement Bayernwerk Netz GmbH. Feldstudien haben gezeigt, dass Vögel die Freileitungen nahezu ausnahmslos überfliegen, wenn sie diese rechtzeitig erkennen.

Sämtliche Bau- oder Ertüchtigungsmaßnahmen von Stromleitungen prüft und bewertet das Bayernwerk naturschutzfachlich. „Unser Anliegen ist bei allen technisch erforderlichen Eingriffen der größtmögliche Einklang mit Natur und Umwelt“, sagte Bernd Lang.

Mehrere Wochen lang im Einsatz

Nach Montageflügen in Oberbayern, Niederbayern und in der Oberpfalz seit Anfang Juli schließt der Netzbetreiber in Franken die Leitungsarbeiten ab. Mit der Montage der Vogelschutzmarkierungen hat das Bayernwerk eine Spezialfirma aus dem Rheinland beauftragt.

Mehrere Wochen lang befliegen die Spezialisten ausgewählte Leitungsabschnitte im gesamten Netzgebiet, um in spektakulärer Weise aus dem Hubschrauber heraus die Markierungen zu befestigen oder kleinere Seilreparaturen zu erledigen.

Für die Vogelschutz-Ausstattung und die Instandhaltung der Hochspannungsleitungen wendet das Bayernwerk gesamt rund 200 000 Euro auf.

 

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