MARKTZEULN

Haushaltssitzung: Markzeuln will Schulden abbauen

Haushaltssitzung: Markzeuln will Schulden abbauen

„Wir haben eine sehr gute finanzielle Ausgangslage“, betont Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. „Aber wir haben auch viele Projekte in Aussicht.“ Beeindruckend in der Haushalts- und Finanzplanung ist die Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 301 Euro. der Landesdurchschnitt liege derzeit bei 631 Euro.

Der Schuldenstand soll in diesem Jahr voraussichtlich von 591.302 Euro auf 471.500 Euro sinken. Zu Beginn des Vorjahres lag dieser bei 713.573 Euro.

Es werden keine neuen Kredite aufgenommen

Der Verwaltungshaushalt beträgt 2,93 Millionen Euro, dem Vermögenshaushalt werden 140.000 Euro zugeführt. Dieser umfasst dann rund 4,35 Euro. Letzterer zeigt eine deutliche Steigerung zum Vorjahr mit angesetzten 2,94 Millionen Euro. 2022 ergibt sich somit ein Gesamthaushalt von 7,28 Millionen Euro. Neue Kreditaufnahmen für Investitionen sind nicht geplant.

Die größten Einnahmen im Verwaltungshaushalt stammen aus der Einkommenssteuer und Einkommenssteuerersatzleistungen, der Gewerbesteuer sowie der Förderung des Landschaftspflegeprojekts „Natürlich Bayern“. Die größten Ausgaben sind auf die Kreisumlage zurückzuführen, die in diesem Jahr gestiegen ist, sowie Personalausgaben. Das Vorjahr war von Personalausfällen geprägt. Das neue Investitionsprogramm umfasst vor allem das Projekt „Flecken47“ mit Dorfladen und Café mit 987.000 Euro.

Über 600.000 Euro kosten die Abbrucharbeiten am „Markt 28“

Auch das Projekt „Markt 28“, bei dem nach Sanierung des Gebäudes neue Wohnungen entstehen können, wird mit 632.700 Euro Investitionssumme veranschlagt – vorerst für Abbrucharbeiten. Der Gemeinderat stimmte dem Haushalt einstimmig zu. Ebenso gab es zur örtlichen Prüfung der Jahresrechnung 2019 keine Beanstandungen. Der Gesamthaushalt 2019 schloss mit einem Sollfehlbetrag von 92.765,25 Euro ab, dieser wurde bereits in 2020 ausgeglichen.

Neben dem Haushalt gab es noch weitere Tagesordnungspunkte. Da die Gemeinde Marktzeuln nicht nur die gemeindlichen Flächen pflege und neu gestalten, sondern auch die Zukunft des Gemeindewalds sichern möchte, zeigte Forstamtmann Wolfgang Weiß dem Gremium zukünftige Nutzungsvorschläge für diesen auf.

Wie kann die Zukunft des Gemeindewalds aussehen?

Die Fläche des Gemeindewalds erstreckt sich über 7,27 Hektar, liege jedoch verstreut in der eigenen sowie der Nachbargemeinde. Für die Areale wie am Oberen Wehr, am Ennersweg oder An der Rodach schlug er etwa die Schwerpunkte Verkehrssicherung und Erholungsfunktion, Durchforstung sowie Naturschutz und Einzelstammnutzung vor. Entsprechende Förderungen seien möglich.

Gemeinde soll versuchen, größere Waldeinheiten zu bilden

Weiß betonte: „Waldbesitz stellt eine immer größere Herausforderung in Zeiten des Klimawandels dar. Gleichzeitig wird die Bedeutung von Wald weiter zunehmen.“ Die Gemeinde solle versuchen, größere Waldeinheiten zu bilden, was die Betreuung und Bewirtschaftung der Flächen vereinfache.

Im Rahmen der Sitzung wurden zudem die Kommandanten der Feuerwehr Horb, Klaus Meusel und Christian Betz, in ihren Ämtern bestätigt.

Im Gemeinderat kurz notiert

Zuletzt gaben die Gemeinderäte noch einige Anregungen, die Gregor Friedlein-Zech aufnahm:

• Da in Horb in den vergangenen Wochen häufig das Internet ausgefallen sei, versprach Bürgermeister die Gründe hierfür beim Anbieter zu erfragen.

• Am Spielplatz in der Burgstaller Straße werde zudem ein Schild mit der Aufschrift „Achtung Kinder“ gewünscht. Gregor Friedlein-Zech wird dies bei einer Verkehrsschau prüfen.

• Zudem soll die Erweiterung des Marktzeulner Marktareals bis in die Schulstraße hinein bekannter gemacht werden.

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