Hauptversammlung beim Turnverein Redwitz

REDWITZ

Hauptversammlung beim Turnverein Redwitz

Die Hauptversammlung des Turnvereins war sehr gut besucht. Das spiegelt einerseits die Gemeinschaft der Mitglieder untereinander wider. Andererseits war die Freude bei allen spürbar, dass die sportlichen Aktivitäten und Übungsstunden wieder Fahrt aufnehmen und eine gewisse Normalität langsam eintritt. Weiter stellte die Hauptversammlung unter Beweis, wie breit der Turnverein aufgestellt ist und wie vielen sportlichen Interessensrichtungen er gerecht wird.

Nach der Begrüßung im Bürgerhaus durch 1. Vorsitzenden Martin Paulusch bezifferte Schriftführerin Marion Hoberg den Mitgliederstand mit 555. Die Mitglieder ließ sie wissen, dass auf Grund von Corona weniger in die Anschaffung verschiedener neuer Trainingsgeräte investiert wurde. Auch in neue Sportkleidung wurde zurückhaltend investiert.

Rama Dama, Weinstadl und Sportabzeichen

„Einen wichtigen Baustein im Vereinsleben bilden neben dem Sportbetrieb die vielen gesellschaftlichen und geselligen Ereignisse“, stellte die Schriftführerin heraus. Doch konnten hier auf Grund von Corona einige nicht stattfinden. Das Sportabzeichen konnte abgenommen werden, und auch die Säuberungsaktion Rama Dama fand statt. Die Abteilung Volleyball war mit der Errichtung einer Gerätehütte mit Veranda im Freibad beschäftigt. Beteiligt war der Turnverein mit einem Weinstadl bei der Einweihung des Marktplatzes und bei der Nachkirchweih.

Die folgenden Berichte der Fachwarte und Abteilungsleiter wurden unterstützt durch Präsentationen sowie Videos und gaben Einblick in das sportliche Tun. Aerobic-Übungsleiterin Christine Stegner informierte, dass trotz Einschränkungen 17 Übungsstunden abgehalten wurden. Acht Frauen besuchten im Schnitt die Montagsstunde. In den Sommermonaten wurde die nähere Umgebung für die sportlichen Aktivitäten genutzt. Hellmuth Kiesewetter blickte auf sechs abgehaltene Übungsstunden der Abteilung „Mach mit – bleib fit“ zurück. Er drückte seine Hoffnung auf eine neue Inbetriebnahme aus.

Radsport-Abteilung und „Drommlgrubbm“

Martin Paulusch, Radsport-Abteilungsleiter, stellte fest, dass es die Gruppe seit 2005 gibt. Viele Veranstaltungen fielen Corona zum Opfer. Stattgefunden hat das Winter-Trainingslager. Sechs Trainer stellten sich zur Verfügung, um die drei Leistungsgruppen bei den Ausfahrten zu betreuen. Stolz verkündete er, dass sich Julian Hatzold im Vereinstrikot des TV Redwitz den Titel „Bayerischer Meister 2021“ in der MTB-Disziplin „Cross Country“ geholt hat.

„Bei der ,Drommlgrubbm‘ hat sich nicht viel getan“ schaute Abteilungsleitern Brigitte Ammon zurück. Mit einem Trommelworkshop und einer Einlage bei einer Geburtstagsfeier stellte sie zwei besondere Ereignisse heraus.

„Spaß an der Bewegung“ und Übungsstunden fürs Sportabzeichen

Von der Abteilung „Spaß an der Bewegung“ konnte Detlef Langold nicht viel berichten. „Hallenfußball ohne Körperkontakt war nicht möglich“, begründete er die nur vier Einsätze.

Die Übungsstunden für das Sportabzeichen sind gut für die Fitness und machen Freude, stellte Sportabzeichenwart Beate Wagner heraus. Auf Nachfrage des Turnvereins Marktgraitz wurden zusätzliche Trainingstermine angeboten. 116 Sportabzeichen wurden insgesamt abgelegt.

Kinderturnen für „Turnzwerge“ und „Sportkanonen“

Dirk Rühr teilte mit, dass die Freude der „Turnzwerge“ beim Wiedersehen groß war. Unter Berücksichtigung der maximal zulässigen Hallenbelegung wurde mit dem Kinderturnen in drei fest voneinander getrennten Gruppen unter Berücksichtigung des Hygienekonzepts gestartet. Mit dem neuen Schuljahr kamen dann die Lockerungen, und es konnten wieder alle zusammen in der Turnhalle turnen. Leider mussten die Turnzwerge wegen der hohen Inzidenz Ende November in eine frühe Weihnachtspause geschickt werden.

Michael Zeder, Abteilungsleiter der „Sportkanonen“, bedauerte, dass vor allem die Kinder im vergangenen Jahr die Leidtragenden waren. Die Teilnahme am Vereinssport blieb ihnen fast vollständig verwehrt. Bei Wiederaufnahme im Herbst war den Kindern die fehlende Beweglichkeit und Kondition anzumerken. Inzwischen wurde wieder mit einfachen Turnübungen begonnen.

Volleyball-Abteilung und „Nordic Walking“

Heiko Wagner befand für die Volleyball-Abteilung das zurückliegende Jahr sportlich als auch gesellschaftlich ereignisreich. Gleichzeitig hat sich die Abteilung in der Leitung breiter aufgestellt. Im Mittelpunkt stand die Errichtung einer Gerätehütte.

Über die Abteilung „Nordic Walking“ wusste Brigitte Ammon zu berichten, dass die Gruppe zurzeit aus sechs Stammläufern besteht. Gelaufen wird in der näheren Umgebung, zwischen 60 und 90 Minuten. Fahnenträger Marco Wagner berichtete über eine Veranstaltung, an der die Vereinsfahne zum Einsatz kam.

Schatzmeisterin bietet finanzielle Unterstützung für Fortbildungen an

Schatzmeisterin Maria Schmidt blickte in ihrem Rechenschaftsbericht auf ein ruhiges Jahr zurück. Dies brachte Vorteile für die Kasse durch weniger Ausgaben, aber auch sportliche Nachteile für die Mitglieder. Bereit zeigte sie sich, als Schatzmeisterin mehr Geld für Fortbildungen auszugeben.

Bürgermeister Jürgen Gäbelein stellte fest, dass die vielen Besucher dieser Versammlung den Turnverein ausmachen. Sie stellen ein breites Spektrum von jung bis alt dar. Er war sich bewusst, dass die jüngste Zeit Entbehrungen gebracht habe, bewunderte aber, wie ideenreich diese Zeit überstanden und der Turnverein am Laufen gehalten wurde. Er drückte seine Freude darüber aus, dass wieder vieles möglich sei.

Wahlen und Ehrungen

Gewählt wurden als Sportabzeichenwarte Beate und Marco Wagner sowie Otto Poperl, für die Mitgliederverwaltung Maria Schmidt, für die Mitgliederbetreuung Rita Vogel als Pressewart Martin Paulusch, als Internetbeauftragter Dominik Schmidt, als Versicherungsbeauftragter Markus Gäbelein und als Fahnenträger Marco Wagner und Nicole Paulusch.

Der Vorsitzende zeigte sich vor den anstehenden Ehrungen stolz, dass sich die Zahl der treuen Vereinsmitglieder stabil gehalten habe. Zusammen mit 2. Vorsitzendem Heiko Wagner ehrte er und überreichte Urkunde, Nadel und Geschenk für 20 Jahre Mitgliedschaft an Brigitte Ammon, für 25 Jahre an Maria Schmidt und Dominik Schmidt, für 30 Jahre an Christine Stegner und für 65 Jahre an Christa Kiesewetter.

Bei der Ehrung für verdiente Mitglieder, die sich ehrenamtlich zur Verfügung stellen, damit das vielfältige Vereinsangebot überhaupt zustande kommt, zeichnete Paulusch für fünf Jahre Leitung der Aerobic-Gruppe Christine Stegner aus. (ml)