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Grillen, Feiern und Zelten bleiben verboten

Grillen, Feiern und Zelten bleiben am Rudufersee vorerst verboten. Foto: Archiv-Gerda Völk

Im Zuge der Corona-bedingten Änderungen der Regelungen rund um den Rudufersee gab es noch Diskussionsbedarf. Bürgermeister Dirk Rosenbauer trat Gerüchten entgegen, es habe Unstimmigkeiten mit der Pächterin des Kiosks gegeben. Die Pächterin habe ihr Hygienekonzept bis 19. Mai eingereicht, dies sei geprüft und für in Ordnung befunden worden. Im Anschluss habe sie öffnen können. Die Gemeindeverwaltung habe ihr auch zugestanden, dass sie eine größere Freifläche nutzt, als sie gepachtet hat, um die Abstandsregeln einhalten zu können.

Da noch nicht absehbar ist, wann die Gemeinde das Grillen und Zelten am Rudufersee wieder erlauben kann, hat der Bürgermeister entschieden, den Campern, die die Gebühr bereits gezahlt haben, ihr Geld zurückzuüberweisen. Dies erklärte er auf Nachfrage von Sabine Wich (JSB). Momentan fehle die Planungsgrundlage: „Wir wissen nie, wann kommt welche Lockerung?“

„Wir wissen nie, wann kommt welche Lockerung.“

Dirk Rosenbauer,

Bürgermeister

Rosenbauer kritisierte hier auch den Ministerpräsidenten: „Wenn Dr. Markus Söder am Dienstag vor die Presse tritt und Änderungen für den nächsten Montag ankündigt, wissen wir am Freitag immer noch nicht, wie es laufen soll.“ Er lobte Birgit Hucke, die in der Verwaltung für die Corona-Regelungen zuständig ist und ständig neue Konzepte erarbeiten muss.

Eiser mahnte, dass die Gemeinde mit gutem Beispiel vorangehen sollte. „Aufgrund der Entwicklung sagen wir für die ganze Badesaison ab. Wenn wir entscheiden können, ab zum Beispiel 15. August doch wieder aufzumachen, dann werden die Camper, die für diese Zeit gebucht hatten, wieder angeschrieben und gefragt, ob sie noch Interesse haben.“

Dass die Leute sich beim Grillen sicher nicht an die Abstandsregeln halten würden, verdeutlichte er anhand des Verhaltens der Badegäste am vergangenen Wochenende: Die Gemeinde hatte nur die Hälfte der Parkplätze geöffnet, um sicher zu gehen, dass die Liegewiese nicht zu voll wird. Daraufhin hätten die Leute die Straße und angrenzende Wiesen zugeparkt.

Arbeiten am Brunnenbach: Gemeinde trägt finanzielles Risiko

Im August sollen die Bauarbeiten am Brunnenbach in Lettenreuth starten. Foto: Archiv-Andreas Welz

Im August sollen die Bauarbeiten am Brunnenbach in Lettenreuth starten (das OT berichtete am 20. Februar). Damals hatte der Gemeinderat den Durchführungsbeschluss für die ökologische und gestalterische Aufwertung des Brunnenbachs gefasst. Nun folgte auf Wunsch des Wasserwirtschaftsamts in Kronach der Beschluss für den vorzeitigen Beginn der Arbeiten.

Auf Nachfrage von Roland Braun (SPD) erläuterte geschäftsführender Beamter Norbert Eiser, warum der Beschluss aus der Februarsitzung nicht reicht: Bei einem vorzeitigen Baubeginn wird später über die Förderung entschieden. Normalerweise wird die wasserrechtliche Baugenehmigung in diesem Fall mit der Auflage erteilt, dass die Gemeinde das Risiko der noch fehlenden Förderzusage übernimmt. Dieses Mal möchte das Wasserwirtschaftsamt dazu einen eigenen Beschluss des Gemeinderats.

Dem vorgezogenen Baubeginn zugestimmt

Wie Eiser erklärte, ist das Projekt nicht auf der bayerischen Förderliste für 2020. „Wir hoffen aber, dass wir vorgezogen werden“, so der geschäftsführende Beamte. Sollte das nicht passieren, werde die Baumaßnahme in die Förderliste 2021 aufgenommen. Das Risiko bestehe darin, dass sich bis dahin die Zuwendungsrichtlinien ändern könnten. Sollte dies nicht passieren, betrage die Förderung 70 Prozent.

Dirk Fischer (CSU) appellierte noch einmal an alle, dem Beschluss zuzustimmen. Hier gehe es nicht um optische Verbesserungen. „In Lettenreuth stinkt?s, wir haben ein Problem. Wir müssen das jetzt angehen, egal, wie hoch die Förderung ausfällt.“ Eiser beruhigte: Die Ausschreibung laufe bereits; die Arbeiten sollen im August/September erfolgen. Der Gemeinderat stimmte letztlich dem vorgezogenen Baubeginn zu. (tam)

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