MARKTGRAITZ

Fronleichnam in Marktgraitz: Beten für die Hungernden

Fronleichnam in Marktgraitz: Beten für die Hungernden
Die Prozession bot ein eindrucksvolles Bild auf dem Weg durch die Marktgemeinde. Foto: Roland Dietz

Ein großes Bekenntnis zu ihrem Glauben gaben die katholischen Christen in Marktgraitz mit der Fronleichnamsprozession ab. Bei sommerlichem Frühlingswetter hatte sich die Marktgemeinde festlich herausgeputzt, um das Hochfest „Leib und Blut Christi“ zu feiern.

Fronleichnam in Marktgraitz: Beten für die Hungernden
Die Prozession bot ein eindrucksvolles Bild auf dem Weg durch die Marktgemeinde. Foto: Roland Dietz

Vorausgegangen war ein Festgottesdienst auf dem herrlich geschmückten Marktplatz, den Dekan Lars Rebhan zelebrierte. „Wir haben zwei Jahre Dinge nicht getan“, stellte der Geistliche zu Beginn fest. „Wie sieht es für uns nun aus, wen wir Jesus bei der Fronleichnamsprozession durch die Straßen tragen.“ Man könne es symbolisch so betrachten, dass Jesus den Menschen Gottes Wort gegeben hat, damit man es in der Weite suche. Dies führe zum Schluss mit Jesus immer unterwegs zu sein.

Es geht jedoch laut Dekan Rebhan grundsätzlich darum, mit der Kirche auf die Straße zu gehen, um Jesus in uns zu finden. Wen man nach außen oder nach vorne gehe, heißt dies auch wieder Fortschritte zu machen. In den Glauben wieder tiefer einzudringen und sich damit in Gottes Geist weiter zu entwickeln, gehöre dazu. Christus und Glauben hoch halten, bedeute einstehen für den Traum um eine bessere Welt wie Gott sie uns schon gezeigt habe.

Fronleichnam in Marktgraitz: Beten für die Hungernden
Die Kinder beim Singen und Blumenstreuen. Foto: Roland Dietz

Fronleichnam bedeutet aber auch Gott in die Straßen tragen zu den Sorgen und Nöten. Auf den Wegen zu den vier Altären wurde um die Hoffnung eines Endes des schrecklichen Krieges in der Ukraine gebetet. Ebenso für alle Hungernden und Sorgenbehafteten in der Welt. Die Kommunionkinder beteten für die notleidenden und in Armut lebenden Kinder in der Welt.

Die Mädchen und Jungen des Marktgraitzer Kindergartens Sankt Michael hatten neben dem Blumenstreuen am dritten Altar ihren großen Auftritt. „Lobt Gott mit singen, tanzen und klatschen“, sagte Pfarrer Rebhan an diesem Ort. Mit dem Lied „Gottes Liebe ist so wunderbar groß“ gelang den Kindern dies in schöner Art und Weise.

Mit der Monstranz, welche Pfarrer Lars Rebhan durch den Ort getragen hatte, segnete er an den vier Altären die Gläubigen mit dem sakramentalen Segen. Der Musikverein Marktgraitz unter der Leitung von Sebastian Gesslein hatte die musikalische Begleitung der Prozession übernommen. Die Singgemeinschaft Marktgraitz/Mannsgereuth unter der Leitung von Günter Welsch bereicherte mit den Segensliedern an den Altären die Feier.

Beide Klangkörper hatten schon den Open-Air-Gottesdienst ausgestaltet. Die zahlreichen Fahnenabordnungen und Vereine von Marktgraitz boten ein sehr anmutiges Bild für die Darstellung christlichen Glaubens.

 

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