SCHWÜRBITZ

Eine ganz besondere Königsscheibe in Schwürbitz

Eine ganz besondere Königsscheibe in Schwürbitz
Mit der Schwürbitzer Kirche und dem Maintal im Hintergrund postierten sich König Jochen I. mit seiner Gattin, dem Schwürbitzer Vorsitzenden Michael Tischler (re.) und Kanonenbauer Bernd Motschenbacher. Foto: Stefan Motschenbacher

Im Rahmen einer kleinen Feier stellte der amtierende König der Zimmerstutzen-Schützen-Gesellschaft am Samstagnachmittag seine Königsscheibe vor. „Es soll keine Abholung werden, ich möcht? euch bloß meine Scheibe zeigen“, betonte König Jochen I., der nun bis nächstes Jahr regieren wird und eine Überraschung ankündigte. Und diese Überraschung ist gelungen.

Königsscheiben sind meist angelehnt an aktuelle Ereignisse oder zeigen besondere Gebäude. So gab es beim Schützenverein Schwürbitz zur Jahrtausendwende einen „Milleniumskönig“, auch die Wiedervereinigung fand Zugang in die lange Reihe der Scheiben an den Wänden des Schützenhauses. Natürlich sind Gotteshäuser oder Wohnhäuser der Könige ebenfalls auf den oft kunstvoll geschnitzten Scheiben zu finden. Dass aber ein König als Hintergrund ein Virus auf der Königsscheibe abbildet, ist wohl einmalig im Schützengau.

Zeuge einer außergewöhnlichen Zeit

Jochen Höppel hat es gemacht und sich selbst in verschiedenen Situationen rund ums Schützenleben vor der überdimensionale Abbildung des Virus abbilden lassen. Eine Scheibe zum Schmunzeln, wäre da nicht das gefährliche Virus in der Welt. Doch die Zeiten werden sich wieder zum Guten wenden, und diese besondere Scheibe wird, wie alle Scheiben vor ihr, im Schützenhaus einen Platz finden. Dann wird vielleicht der ein oder andere Nachwuchs fragen, was denn auf dieser Scheibe abgebildet ist, das von Weitem betrachtet auch die Explosion einer Feuerwerksrakete sein könnte.

Die Schützenschwestern und -brüder, die sich am Samstag beim König einfanden, feierten jedenfalls das Königshaus und die Scheibe, die Höppel auch als Langzeitkönig für die Jahre 2019 bis 2021 ausweist. Auch Böllerschüsse der vereinseigenen Kanone schallten durchs Maintal und sorgten damit für Schützenfeststimmung. Im nächsten Jahr wird dann hoffentlich der Nachfolger des Königs inthronisiert werden können und den frei gelassenen Platz auf dem unteren Teil der Scheibe füllen. Die Mitglieder freuen sich jedenfalls auf ein „ganz normales“ Schützenfest.

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