MARKTZEULN

Eine Brücke für Eichhörnchen in Marktzeuln

Eine Brücke für Eichhörnchen in Marktzeuln
Über die Errichtung einer Eichhörnchenbrücke in der Lettenreuther Straße wird nachgedacht. Foto: Karin Strässner

Der Flößer-Wanderweg um Marktzeuln wird nicht fortgeführt. Dies gab Bürgermeister Friedlein-Zech (UBMz) in der Sitzung des Marktgemeinderates bekannt. Die Verwaltung des Naturparks Frankenwald beabsichtige eine Generalsanierung des Flößer-Wanderweges und eine Verlegung. Da laut einer Befragung des Wanderportales „Wanderbares Deutschland“ von den Menschen hauptsächlich Rundwanderwege oder Halbrundwanderwege gewünscht werden, entschloss man sich, den bisherigen Flößerweg zu sanieren und die Routenführung zu ändern.

In der jetzigen Form ist der Flößerweg kein Rundwanderweg. Noch führt die Strecke am Zusammenfluss von Rodach und Main entlang. Künftig wird er jedoch so umgestaltet, dass er als Rundwanderweg zu begehen ist. Der neue Flößerweg wird aber rund um Marktrodach zu finden sein. In seiner jetzigen Form wird es den Flößerweg also künftig nicht mehr geben und deshalb wird unter anderen die Wandertafel an der Rodachbrücke in Marktzeuln entfernt.

Bisher keine Rückmeldung der Regierung

Aufgrund einer mangelnden Rückmeldung der Regierung von Oberfranken konnten die drei geplanten Tagesordnungspunkte bezüglich der Städtebauförderung nicht behandelt werden und mussten verschoben werden. Vermutlich in zwei Wochen findet dann diesbezüglich eine weitere Gemeinderatssitzung statt. Deshalb ging diese Sitzung äußerst flott vonstatten, was ja sowieso aufgrund der Corona-Pandemie gewünscht wird.

Eine Brücke für Eichhörnchen in Marktzeuln
Die Wandertafel des Flößer-Wanderweges wird entfernt, da es ihn künftig so nicht mehr gibt. Foto: Karin Strässner

Erwin Grünbeck (CSU) wendete ein, dass die geplante Bushaltestelle am Dorfladen wenig Platz für wartende Kinder böte und bat zu überprüfen, ob diese nicht verlegt werden könne. Das Gemeindeoberhaupt meinte hingegen, dass in der geplanten Form kein ungeordneter Ablauf stattfände. Alle anderen in Betracht kommenden Möglichkeiten wären wesentlich schwieriger zu realisieren, da man auch das Wenden der Busse bedenken müsse. Tanja Degen (UBMz) hatte gleich zwei Anliegen. Zum einen sprach sie die angespannte Parksituation in Höhe der Lucas-Cranach-Straße und dem ehemaligen Hotel an. Friedlein Zech konnte sie diesbezüglich beruhigen, da durch andere Maßnahmen sich die Lage bald entspannen würde.

Außerdem wurde die Gemeinderätin darauf angesprochen, dass gerade in der Lettenreuther Straße häufig überfahrene Eichhörnchen vorgefunden wurden. Sie schlug vor, eventuell eine Eichhörnchenbrücke (diese kann zum Beispiel aus einem zwischen Bäumen gespanntem Seil bestehen, Anm. d. Red.) zu installieren, welche es den Tierchen ermögliche, über diese Brücke von Baum zu Baum zu springen ohne über die Straße laufen zu müssen. Friedlein-Zech versprach, sich darüber zu informieren. Erwin Grünbeck wies auf einen größeren Riss auf dem Gräfin-Alberada-Ring hin. Der Bürgermeister will dies demnächst begutachten und über weitere Schritte beraten.

Tiefbrunnen bleibt für das Löschwasser

Die Aufhebung des Wasserschutzgebietes des Tiefbrunnens Horb am Main wurde im März für die öffentliche Wasserversorgung der Ortsteile Horb und Zettlitz bekannt gegeben. Da der Brunnen weiterhin für die Löschwasserversorgung genutzt werden soll, ist kein Rückbau erforderlich. Allerdings ist der Markt Marktzeuln weiterhin verpflichtet gegebenenfalls notwendige Unterhaltungsmaßnahmen am Brunnen durchzuführen. Die Erlaubnis der Grundwasserentnahme ist befristet bis Ende Oktober 2027. Bei der Neubeantragung wären der Zweck der Wasserentnahme, die Entnahmemengen und so weiter anzupassen.

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