Ein Leerstand in Küps wird beseitigt

KÜPS

Ein Leerstand in Küps wird beseitigt

Mit unansehnlichen Leerständen nimmt die Attraktivität von Stadt- und Ortskernen ab. Der Freistaat Bayern will mit der Förderoffensive Nordostbayern gemeindliche Maßnahmen zur Beseitigung der innerörtlichen Leerstände unterstützen. In Küps soll nun beim Anwesen Röthenstraße 5 eine wesentliche Ortsbildverbesserung erfolgen.

„Wir haben dieses Anwesen gekauft“, erklärte der Küpser Bürgermeister Bernd Rebhan in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung. Auf den ersten Blick war es ein schönes kleines Gebäude. Bei näherem Hinsehen zeigten sich massive Feuchteschäden innen und außen, erläuterte Fachbereichsleiter Christian Ebertsch. Das Haus steht auf blankem Boden. Risse sind in den Wänden. Die Bausubstanz gab eine Sanierung nicht her. Das ganze Haus müsste gehoben werden. Eine Folgenutzung wäre nicht leistbar.

Es soll ein qualitativ hochwertiger Ersatzneubau entstehen

Bei einer Nachbebauung soll auf einen qualitativ hochwertigen Ersatzbaukörper geachtet werden. Die fußläufige Verbindung soll verbessert werden. „Kleine Wege sind wichtig“, unterstrich Bürgermeister Bernd Rebhan. Möglich seien zwei gut gestaltete Garagen – kein Fertigbau – und ein Stellplatz für ein Wohnmobil. Die Gesamtkosten liegen bei 182 000 Euro.

„Zwei Garagen und ein Carport für 182 000 Euro sind sehr viel“, gab Dr. Ralf Pohl (SPD) zu bedenken. „Es wird mit öffentlichen Mitteln gebaut.“ Diese Flächen sollen an Anlieger verpachtet werden. Eine Neuordnung an dieser Stelle ist sehr wichtig, freute sich Dieter Lau. Allerdings dürfe der Schwerpunkt nicht auf Parken gelegt werden, kritisierte er. „Die Ensemblesituation ist wichtig.“

Beleuchtung für den Gehweg eine gute Anregung

Schwerpunkt ist die Beseitigung des Leerstands, verdeutlichte Bürgermeister Bernd Rebhan. Der größere Teil des Geländes wird Grünfläche und öffentliche Fläche, es entsteht eine bessere Haltestelle und im hinteren Teil ein Vorteil für die Anwohner. „Ich bin sehr angetan von dieser Lösung.“ Matthias Hopf fragte wegen einer Beleuchtung für den Gehweg nach. Diese Anregung wurde erfreut aufgenommen.

Im Zusammenhang mit der Änderung des Flächennutzungsplans für das Gewerbegebiet Luitpoldlinden in Schmölz gingen bei der Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange und Nachbargemeinden einige Anregungen ein. Das beauftragte Büro IVS machte jedoch deutlich, dass vor einer Entscheidung ein Lärmschutz- und ein Bodengutachten erforderlich sei. Die Kosten dafür werden bei rund 10 000 Euro liegen.

Beschlüsse aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung

• Der Marktgemeinderat brachte die Machbarkeitsstudie zum „Neuen Schloss“ im Rahmen des Kommunalen Denkmalkonzepts auf den Weg. Die Kosten liegen bei 103 758 Euro. Der Auftrag wurde an das Büro für angewandte Denkmalpflege Ingenieurbüro Johann Müller, Stettfeld, vergeben. Zunächst sollen die Bereiche des Zwischengebäudes und des so genannten Richtgebäudes, des Nebengebäudes (Wohnhaus) „Am Plan 12“ und des Außenbereichs mit Mauern, Treppen und Türmen beplant werden. Das Hauptgebäude kann im späteren Projektverlauf optional nachbeauftragt werden. Das Landesamt für Denkmalpflege wird die Maßnahme zu 80 bis 90 Prozent fördern, die restlichen Kosten teilen sich Marktgemeinde und Eigentümer des Neuen Schlosses.

• Der Marktgemeinderat legte den beitragsmäßigen Erschließungsaufwand und den Baulandpreis für die Wohngebiete „Zettlitzweg/Melanger“ in Küps mit 73,94 Euro und für das Baugebiet „Lohäcker“ in Burkersdorf mit 73,83 Euro fest.

• Den Zuschlag für die Planleistungen bei Ersatzneubau und Sanierung der Grund- und Mittelschule ging für die Freianlagenplanung an das Architekturbüro Schöttner, Wallenfels, sowie für die Leistungen der technischen Ausrüstung, Elektrotechnik, an die ARGE Berndorfer GmbH/Jens Kurzhauer, Kronach.