MICHELAU

Die Gemeinde Michelau gestaltet mit

Die Gemeinde Michelau gestaltet mit
Rege Bautätigkeit herrscht derzeit an der neu zu gestaltenden Uferpromenade Schwürbitz. Foto: Christa Burkhardt

Fraktionsübergreifende Freude herrschte am Dienstagabend bei der Sitzung des Gemeinderats Michelau im Kultursaal Neuensee: Rund 30 neue Bauplätze soll es zeitnah im Baugebiet Lettenreuth West geben. „Wir haben etliche Anfragen und können nun endlich dem Bedarf gerecht werden“, sagte Bürgermeister Jochen Weber (CSU).

Für Details seien zwar noch Gespräche nötig, aber Lettenreuth sei und bleibe damit attraktiver Wohnstandort für junge Familien. Dirk Fischer (CSU) hofft, damit auch dem Vereinssterben in den Ortsteilen entgegenwirken zu können. Andreas Robisch (JSB) mahnte bei aller berechtigten Freude über dieses neue Baugebiet an, vorhandene Baulücken innerorts nicht zu vergessen und zu schließen.

Rege Bautätigkeit zur Hochwasserfreilegung

Leider recht kurzfristig anberaumt und damit nicht für jeden Interessierten terminlich einzurichten, war ein öffentliches Treffen an der geplanten Uferpromenade in Schwürbitz, an der derzeit rege Bautätigkeit zur Hochwasserfreilegung herrscht. Endlich lägen die Vorgaben der Unteren Naturschutzbehörde vor, so dass, sobald die Betonarbeiten abgeschlossen sind, zeitnah Pflanzgranulat und die ersten Pflanzungen noch vor dem Winter vorgenommen werden können, informierte Weber sein Gremium.

Dabei sollen der gemeindliche Bauhof und die Gärtner Hand in Hand arbeiten. „Und können zeigen, was sie können“, so das Gemeindeoberhaupt.. Das Treffen vor Ort war durchaus produktiv: Ein zirka 1,20 Meter breiter Fußweg soll ebenso entstehen wie Anwohnerparkplätze, eine oder mehrere Bänke zum Verweilen sowie eine ansprechende Beleuchtung, auf dass die Uferpromenade ihren Namen auch verdiene.

Statt Edeka vielleicht ein neuer Lidl-Markt

Obwohl die Firma Edeka im „Sondergebiet Nord IV, großflächiger Einzelhandel“ – rund um den derzeitigen Rewe-Markt zwischen Michelau und Neuensee – ihr Interesse an einem neuen Markt zurückgezogen hat, wird es einen weiteren Einkaufsdiscounter vor Ort geben: Dem Vorhabensträger Admira zufolge wird wahrscheinlich eine Lidl-Filiale eröffnen.

Anträge zum Kleinspielfeld beide abgelehnt

Für das Kleinspielfeld am Anger lagen gleich zwei Anträge vor. Erstens: Da diese Freizeitmöglichkeit von Kindern und Jugendlichen gut angenommen wird, stellte Marcel Wehner den Antrag, die Öffnungszeiten von April bis September um eine Stunde, also auf 21 Uhr, zu verlängern. Dieser Antrag wurde einstimmig abgelehnt. Denn bei allem berechtigten Interesse auf aktive und sinnvolle Freizeitgestaltung müsse man für das ebenso berechtigte Interesse an Ruhe und Erholung der Anwohner Sorge tragen.

Jeden Haushalt digital zukunftsfähig machen

Zweitens stellte Gemeinderat Andreas Robisch den Antrag, dieses Kleinspielfeld über die Nutzung für Jugendliche hinaus eingetragenen örtlichen Sportvereinen zu Trainingszwecken zur Verfügung zu stellen. Dieser Antrag wurde mit 12:6 Stimmen abgelehnt.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, das Unternehmen Deutsche Glasfaser mit der Glasfaserverlegung im gesamten Gemeindegebiet bis ins Haus zu beauftragen. Der Mitbewerber Deutsche Telekom hatte den Ortsteil Neuensee ausgespart und brachte sich damit selbst aus dem Rennen. Nun hofft das Gremium auf reges Interesse der Bürger, um Michelau sowohl als Gemeinde als auch jeden einzelnen Haushalt digital zukunftsfähig machen zu können.

Die Verantwortung für etwaige Straßensperrungen für private Anlässe wurde einstimmig der Verwaltung übergeben. Einerseits könne nicht wegen eines Polterabends eine viel befahrene Straße im Ort gesperrt werden, andererseits gehöre gemeinsam Feiern und Geselligkeit zu einer lebens- und liebenswerten Gemeinde. Entsprechende Anfragen wird künftig die Verwaltung in Einzelfällen und mit Augenmaß bearbeiten.

Ärgernis Hundekot auf öffentlichen Plätzen

Auf ein leidiges Ärgernis kam Bürgermeister Weber außerdem zu sprechen: Was tun gegen Hundekot, zum Beispiel am Schwürbitzer Sportplatz? Die bestehende Hundehalter-Verordnung verbiete das Mitführen von Hunden auf gemeindlichen/öffentlichen Bolzplätzen, sagte Weber. „Also darf es dort genau genommen gar keinen Hundekot geben.“ Weber empfahl, zuwiderhandelnde Hundehalter der Gemeindeverwaltung zu nennen, damit ein entsprechendes Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet werden könne.

Auftragsvergaben

In der Gemeinderatssitzung am Dienstag wurde Folgendes bekannt gegeben:

• Für die Sanierung der Johann-Puppert-Schule wurden von der Gemeinde folgende Gewerke vergeben:

->Metallbauarbeiten – Firma haimerl GmbH, Ebensfeld, 66 700 Euro.

->Bodenbelag – Holschbach Fußbodentechnik, Morsbach, 112 900 Euro.

->Schreinerarbeiten – Schuhmann Innenausbau GmbH, Wiesengiech, 70 300 Euro.

->Fliesenarbeiten – Firma Dittmar, Dermbach-Urnshausen, 97 800 Euro.

->Malerarbeiten – Hirsch GmbH, München, 53 900 Euro.

• Aufträge für den Neubau eines viergruppigen Schülerhorts an der Grund- und Mittelschule Michelau erhielten:

->Dachabdichtung und Klempnerarbeiten – Lohse Bedachungen GmbH, Nürnberg, 151 900 Euro.

->Leichtmetallarbeiten (Fenster und Sonnenschutz) – HAGA Metallbau GmbH, Hofheim i. Ufr., 259 900 Euro.

->Außenputz/ Wärmedämmverbundsystem: SAH Bau und Verputz, Coburg, 187 600.

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