REDWITZ

Brücke im Redwitzer Biotop muss saniert werden

Brücke im Redwitzer Biotop muss saniert werden
Um die Stand- und Verkehrssicherheit der Brücke zu gewährleisten, sind Sanierungsarbeiten nötig. Foto: Thomas Micheel

Das Ergebnis der Hauptprüfung der Schrägseilbrücke über die Rodach im Biotop ließ Mängel deutlich werden. Diese müssen beseitigt werden. Darüber wurde der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung informiert.

Joachim Stefan vom gemeindlichen Baubüro erinnerte daran, dass die Brücke beziehungsweise der Steg im Biotop Redwitz im Rahmen des „vorbeugenden Hochwasserschutzes“ im Jahr 2000 durch den Freistaat Bayern/das Wasserwirtschaftsamt errichtet wurde. Die Gemeinde Redwitz beteiligte sich an der Maßnahme durch Einbringung von Grundstücken und durch die Übernahme von Unterhaltsmaßnahmen.

Der größte Schaden ist der Verschleiß des Holzbohlenbelags

Die nun von der Gemeinde beauftragte Hauptprüfung belegt korrosionsbedingte Abplatzungen an verschiedenen Bauteilen. Zudem sei die Pflasterung im Bereich der Böschungsbefestigung herausgebrochen und als größter Schaden der gesamte Holzbohlenbelag verschlissen.

Aufgrund des Schadens im Belag wurde der Zustand des Bauwerks als nicht ausreichend eingestuft. Eine Schadensausbreitung oder Folgeschäden könnten kurzfristig dazu führen, dass die Standsicherheit und die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben sind. Es werde empfohlen, den Gehwegbelag zu erneuern und die Korrosionsschäden zu beheben.

Das abgestrahlte Material darf nicht im Fluss landen

Brücke im Redwitzer Biotop muss saniert werden
Blick von oben auf die Brücke im Biotop. Foto: Thomas Micheel

Dabei sei zu beachten, dass nicht einfach sandgestrahlt werden kann. Es müsse sichergestellt werden, dass das abgestrahlte Material nicht in das Gewässer gelangt. Daher müsse die Brücke eingepackt werden.

Die Einholung eines Sanierungsangebotes für die Stahlbauarbeiten sei in die Wege geleitet. Das Material für den Holzbohlenbelag sei bestellt. Den Austausch werde der gemeindliche Bauhof selbst übernehmen. Joachim Stefan schlug vor, erst einmal abzuwarten, was für Kosten auf die Gemeinde zukommen werden.

Sind die Wahlbezirke der Gemeinde Redwitz groß genug?

Verwaltungsrat Heinrich Dinkel ließ wissen, dass der Bundeswahlleiter bei der Bundestagswahl wegen der Corona-Pandemie einen größeren Anteil an Briefwählern erwartet. Bei den Gemeinde- und Landkreiswahlen 2020 lag der Anteil der Briefwähler in Redwitz bei 55 Prozent. Bei der Bundestagswahl im September müssen nun erstmals Wahlbezirke mit weniger als 50 Urnenwählern am Wahlabend zwingend mit anderen Wahlbezirken zusammengelegt und dürfen nicht mehr getrennt ausgezählt werden.

Geht man für die Wahllokale in Obristfeld (170 Wahlberechtigte) und Trainau (210 Wahlberechtigte) wie bisher von einer hohen Wahlbeteiligung von rund 80 Prozent und einem Urnenwahlanteil von 40 Prozent aus, so ergeben sich für Obristfeld 56 und für Trainau 68 Urnenwähler. Ausnahmsweise sollte deshalb in diesem Corona-Jahr auf die Bildung der Wahlbezirke Obristfeld und Trainau verzichtet werden, um nicht Gefahr zu laufen, hier unter 50 Urnenwähler zu rutschen. Zudem seien die Örtlichkeiten insbesondere in Obristfeld nicht unbedingt geeignet, etwaige Abstands- und Lüftungsregeln einzuhalten.

Wahllokal im Feuerwehrhaus statt im Seniorenwohnheim

Die Kreiswahlleitung weist weiterhin darauf hin, dass sich Seniorenwohnheime aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nicht als Wahllokale eignen. Unter diesen Gesichtspunkten wird vorgeschlagen, ausnahmsweise auch auf den bisherigen Wahlbezirk 2 „Redwitz-Wohnanlage“ zu verzichten. Um zu vermeiden, dass er auf die Wahlbezirke Bürgerhaus und Schule aufgeteilt werden muss, sollte ein Wahllokal im Feuerwehrhaus eingerichtet werden. Obristfeld könnte dem Wahllokal in der Schule in Redwitz und Trainau dem Wahllokal Mannsgereuth zugeteilt werden.

Niklas Welscher verstand nicht, dass zu Zeiten der Pandemie Wahllokale zusammengelegt werden sollen. Er nannte dies eine Zumutung für die Bürger in den kleinen Ortsteilen. Zweiter Bürgermeister Christian Zorn vermisste ein einheitliches Vorgehen im Landkreis. Bürgermeister Jürgen Gäbelein legte die Betonung auf „ausnahmsweise“, konnte aber die Einwände nachvollziehen. Thomas Pfaff schlug als Alternative das Feuerwehrhaus in Obristfeld vor.

Folgende Wahllokale und Wahlvorsteher wurden festgelegt

Letztlich sprach sich das Gremium einstimmig für den Erhalt der Wahllokale in Obristfeld und Trainau aus. Das Wahllokal Seniorenzentrum wird ins Feuerwehrhaus verlegt. Weiter wurde besprochen, nur einen Briefwahlbezirk mit zwei Arbeitsgruppen zu bilden.

Folgende Wahlvorsteher und deren Stellvertreter wurden für die Bundestagswahl benannt: Redwitz-Ort (Bürgerhaus) – Stephan Arndt, Wolfgang Schmitter; Redwitz-Feuerwehrhaus – Thilo Hanft, Lukas Busch; Redwitz-Siedlung (Schule) – Kathrin Mrosek, Martin Paulusch; Unterlangenstadt – Christian Zorn, Egon Neder; Mannsgereuth – Alfred Leikeim, David Lauterbach; Obristfeld – Thomas Pfaff, Harald Schilling; Trainau – Holger Stumpf, Niklas Welscher; Briefwahl – Jochen Körner, Stefan Schmidt.

Aus dem Gemeinderat

• In der vorigen nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung wurden folgende Aufträge vergeben: Firma Schulz GmbH: Umbau des Hilfeleistungslöschfahrzeugs (HLF) der FFW Redwitz zur Aufnahme nachträglich angeschaffter Ausrüstung und zur Optimierung des Stauraumes sowie Einbau einer Halterung für ein neu angeschafftes Tablet (rund 4700 Euro); Firma Ludwig Feuerschutz, Bindlach: Ergänzung vorhandener Beladungsgegenstände des neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs der Freiwilligen Feuerwehr Obristfeld (rund 17 000 Euro); Firma Drechsler Umweltschutz KG, Kulmbach: Untersuchung der vorhandenen Kanäle im Vorfeld der Beantragung neuer wasserrechtlicher Einleitungserlaubnisse in Obristfeld (rund 23 700 Euro).

• Bürgermeister Jürgen Gäbelein teilte mit, dass das Landratsamt Lichtenfels den Kredit in Höhe von 976 000 Euro im Haushalt 2021 der Gemeinde genehmigt hat.

• Ein Neustart für den Jugendtreff sei spätestens ab September angestrebt, beantwortete der Bürgermeister die Frage von Jochen Körner.

• Die öffentlichen Einrichtungen der Gemeinde unter Beachtung des jeweiligen Schutz- und Hygienekonzepts sind ab sofort wieder geöffnet. Für die notwendige Kontaktdatenerfassung zum Beispiel im Rathaus, Freibad oder Bürgerhaus kann auch die Luca-App verwendet werden.

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