KÜPS

Fundamente des Küpser Oberen Schlosses älter als vermutet

Im Erdgeschoss der Remise ist die Größe der künftigen Halle bereits erkennbar. Zahlreiche Zwischenwände wurden entfernt. Foto: red

Stück für Stück fortgeführt wurden im Rahmen der Sanierung des historischen Gebäudes die Entkernungsarbeiten in der Remise am Oberen Schloss in Küps. Unter fachlicher Begleitung des Archäologen Dr. Thomas Liebert (Roßtal) wurden auf den beiden Geschossen die Zwischenwände entnommen und auch der Boden freigelegt.

Die Größe der künftigen Halle im Erdgeschoss und der Räume, die im Obergeschoss museal genutzt werden sollen, ist damit bereits erkennbar.

Um die Statik des Gebäudes zu erkunden, wurden die historischen Fundamente erforscht, die weit älter sind als bislang vermutet. Die Remise, die 1721 gebaut wurde und damit fast 300 Jahre alt ist, steht auf Fundamenten auf dem 15. Jahrhundert. Damit ist eindeutig belegt, dass ein Vorgängerbau an dieser Stelle stand, der von der Adelsfamilie von Redwitz im 18. Jahrhundert ersetzt wurde.

Weil es sich um Sichtmauerwerk handelt, muss es nach den Worten von Dr. Liebert ein ganzes Geschoss gewesen sein, das verfüllt wurde und auf dem dann 1721 aufgebaut wurde. Bei den Grabungen wurden verschiedene Steinzeugfunde gemacht, die näher untersucht werden.

In den nächsten Tagen wird der Boden im Gebäude um etwa 50 Zentimeter tief abgegraben, um genug Platz zu bekommen für einen neuen Fußbodenaufbau.

Die Ausschreibungen für die Bauarbeiten (Rohbau-, Elektro-, Heizung- und Sanitär- sowie Zimmereiarbeiten) sind indessen erfolgt. In den nächsten Monaten ist deshalb wieder rege Bautätigkeit im Oberen Schloss zu erwarten.

Die Sanierung des lange leerstehenden Gebäude wird derweil durch die Nordostbayerninitiative der Bayerischen Staatsregierung gefördert. Insgesamt werden für diesen Bauabschnitt Kosten von mehr als einer Million Euro erwartet. (red)

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