WEIDHAUSEN

Scharfschützen Weidhausen wollen Mitglieder werben

Scharfschützen Weidhausen wollen Mitglieder werben
Ehrungen (vorne v. li.): Winfried Säum (40 Jahre), Ulrich Geiger (50 Jahre), Ehrenmitglied Jürgen Friedrich, (hinten, v. li.) Vorsitzender Günther Knauer, Zweiter Bürgermeister Manfred Künzel, Ehrenmitglied Gerold Freitag, Hans Bunzelt (40 Jahre). Foto: Alexandra Kemnitzer

„Das ehrenamtliche Engagement ist auch weiterhin für ein florierendes Vereinsleben der Scharfschützengesellschaft 1888 wichtig.“ Das betonte Vorsitzender Günther Knauer bei der Hauptversammlung des SSG und dankte allen Mitgliedern für deren vielschichtige Unterstützung. „Ohne diese sind manche sportliche Großveranstaltungen nicht möglich.“

Als harten Kern bezeichnete Knauer die Mitglieder, die bei fast allen Veranstaltungen mit von der Partie sind. Er ermutigte Interessenten, die in der Führungsriege mitarbeiten wollen, sich für die Wahlen im nächsten Jahr zur Verfügung zu stellen.

Durchschnittsalter der Schützen liegt bei knapp 55 Jahren

Der Vorsitzende warf auch einen Blick auf die Mitgliederstruktur. So liege das Durchschnittsalter der 178 Schützenschwestern und -brüder bei gut 55 Jahren. Die Schützenjugend zähle aktuell 14 Mitglieder. Der Vorsitzende regte an, dass sich die SSG bei den verschiedenen Veranstaltungen in der Gemeinde präsentieren solle, um neue Interessenten zu gewinnen.

Günther Knauer betonte, dass die Anlagen auf Vordermann gebracht werden müssen, um weiterhin Gau- und Bezirksmeisterschaften ausrichten zu können. Die Kosten für die Sanierung bezifferte er mit 49 700 Euro. Über den Bayerischen Sportschützenbund erhalte der Verein einen Zuschuss über 17 400 Euro. An Eigenleistungen seien 9600 Euro zu erbringen, weshalb auch hier die Unterstützung der Mitglieder notwendig sei. Schatzmeister Klaus Knauer betonte, dass man die Ausgaben senken und Einnahmen steigern müsse. Beispielsweise könnte dies durch verstärkte Schützenhausbesuche erzielt werden.

Lob gab es für die sportlichen Erfolge der Weidhäuser Scharfschützen. Unter anderem wurde Bernd Schneider bayerischer Meister. Über den Vize-Titel konnten sich Annett Dedinski, Bernd Schneider, Michael Ruschey, Herbert Rebhan, Peter Hein, Helmut Schindler und Thomas Scheler freuen. Bei der Weltmeisterschaft der Senioren 2 Women kam Luftpistolenschützin Annett Dedinski am Ende auf Platz acht. Des Weiteren konnten alle sieben Vorderlader-Disziplinen bei den Bezirksmeisterschaften von den „88ern“ gewonnen werden.

Zwölf Mannschaften bei den Rundenwettkämpfen

Wie im Vorjahr nahmen zwölf Mannschaften an den Rundenwettkämpfen teil. Hinzu kamen weitere interne Sportveranstaltungen. Bei der Schießsportwoche konnte die Teilnehmerzahl von 307 auf 319 gesteigert werden. Die Verantwortlichen würden sich aber eine stärkere Beteiligung wünschen. Lob gab es für den Einsatz der Senioren-Schützen.

Abgerundet wurde das Jahr von geselligen Aktivitäten wie dem Schützenfest, dem Königsessen oder der Weihnachtsfeier. Für 2020 ist eine Fahrt ins Blaue als Schützenausflug am 5. September geplant. Das traditionelle Schützenfest soll am Sonntag, 19. Juli, stattfinden. Bedauert wurde, dass bei den Ortsmeisterschaften niemand am Lichtpunktschießen teilgenommen habe und nur drei Jugendliche angetreten waren.

Neben den Ehrungen treuer Mitglieder (siehe Infobox) wurden zwei „88er“ zu Ehrenmitgliedern ernannt. Jürgen Friedrich trat vor 53 Jahren der SSG bei und hat in dieser Zeit viele Ehrenämter bekleidet, unter anderem fungierte er 21 Jahre lang als Deputationswart beziehungsweise Stellvertreter. Ferner war er zweimal Schützenkönig. 1966 trat Gerold Freitag ein und bringt sich seit 50 Jahren im Vorstandschaft als Deputationswart ein. Außerdem war er sieben Jahre stellvertretender Schatzmeister, 26 Jahre Schützenmeister und ist bis heute Leiter der Luftgewehrabteilung.

Ehrungen

Für ihre Treue wurden folgende Mitglieder geehrt: 25 Jahre: Werner Anschütz, Sonja Heudecker, Melinda König und Robert König.

40 Jahre: Ottmar Beßlein, Peter Kunzelmann, Elmar Oppel, Winfried Säum, Hans Bunzelt und Jochen Gick.

50 Jahre: Ulrich Geiger.

60 Jahre: Werner Grah.

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