MICHELAU

Schwerverkehr und Dorferneuerung sind Themen der SPD

Wahlkabine
Zur Stimmabgabe aufgerufen sind die Bürger bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 auch im Landkreis Lichtenfels. Foto: A3929/_Julian Stratenschulte (dpa)

Bei den gut besuchten Wahlveranstaltungen in Lettenreuth, Michelau und Neuensee stellten die SPD-Ortsvereine von Michelau und Schwürbitz zusammen mit den Jungen sozialen Bürgern ihre Schwerpunkte vor.

Während im Vereinsheim des Kleintierzuchtvereins in Lettenreuth und in Michelau im Restaurant „Tabsi“ jeweils Hubert Robisch die anwesenden Gäste und insbesondere auch den SPD-Bürgermeisterkandidaten Jürgen Spitzenberger begrüßte, hieß in Neuensee Georg Kremer die Versammlungsbesucher willkommen.

Bei beiden Veranstaltungen stellte Spitzenberger sich und sein Programm vor. In den Ortsteilen sollte die Förderungen der Dorfentwicklung genutzt werden. Er nannte die Kommunen Redwitz, Altenkunstadt und Marktzeuln, die das Programm schon erfolgreich nutzen. Zudem würde sich anbieten, bestimmte Bereich in Michelau attraktiver zu gestalten. Gerade in der Gemeinde wäre ein sicheres Verkehrskonzept sehr wichtig. Jürgen Spitzenberger meinte: „Und ich werde es immer wieder ansprechen, wie langsam sich hier die Mühlen drehen.“ Es sei einfach enttäuschend, wie der diesbezügliche Gemeinderatsbeschluss ignoriert wurde.

„Wohnen in der Heimat“

Schon bei den Kommunalwahlen 2012, erinnerte der SPD-Bürgermeisterkandidat, sei ihm die Unterstützung des Mehrgenerationenhauses wichtig gewesen. In diesem Zusammenhang nannte es Spitzenberger wünschenswert, vielleicht mit einem Investor, Vorhaben wie „Wohnen in der Heimat“ mit kleinen und barrierefreien Wohnungen für ältere Menschen nicht aus dem Blickfeld zu verlieren.

In Lettenreuth und Michelau stellte Hubert Robisch, in Neuensee Simone Naumann die SPD-Kandidatinnen und Kandidaten vor. Sabine Wich und Andreas Robisch übernahmen diese Aufgaben für die Jungen sozialen Bürger, die beispielsweise einen regelmäßigen Dorfanzeiger oder ein Gemeindeblatt anregten sowie Warmduschen am Rudufer-See als eines ihrer Anliegen nannten.

In Lettenreuth war die Sanierung des Brunnenbachs ein Thema. Einige Bürger bezweifelten, dass das geplante System funktioniert. Die Geruchsbelästigung werde den Anwohnern vor allem im unteren Bereich des Bachlaufes weiter zugemutet. Hierzu erklärte Spitzenberger, dass in Absprache mit der Verwaltung und den Behörden für die Maßnahme zuerst der Teilbereich Ortsmitte ausgewählt wurde; der weitere Verlauf des Baches soll später bewertet werden. Das Holzgeländer im weiteren Verlauf des Baches im Brauweg wurde als marode bezeichnet. Hier solle eine Lösung gefunden werden, die kein Flickwerk sein soll.

Thema „Schwerverkehr durch Lettenreuth“

Ein weiterer Punkt war der Schwerverkehr durch Lettenreuth, insbesondere mit Blick auf die Sandgrube. „Marktzeuln mach dicht, und wir bekommen alles ab“, lautete die Meinung aus den Reihen der Versammlungsbesucher. Es gebe sehr wohl in Marktzeuln Ausnahmegenehmigungen erwiderte Spitzenberger und nicht alles werde geblockt.

In Michelau wurde die Ortsdurchfahrt als eines der vorrangiges Anliegen angesprochen. Hier war eine mögliche Umgehung Diskussionspunkt. Spitzenberger wies hier auf seine Bemühungen, schon seit dem Jahr 2018 hin, den Ortskern sicherer zu machen. Er habe in den vergangenen Monaten keine Informationen im Hinblick auf eine Umgehungsstraße erhalten. In der Bahnhofstraße sollte eine digitale Geschwindigkeitsanzeige angebracht werden, damit die Raser etwas zur Vernunft gebracht werden können.

Ein Bürger regte an, von Neuensee nach Michelau den Gehsteig in Richtung Michelau zu verlängern, damit nicht ständig von den Fußgängern ein Seitenwechsel über die ohnehin stark befahrene Kreisstraße vorgenommen werden muss. Zudem kam die Anregung, vielleicht gemeinsame Veranstaltungen mit den Mitarbeitern aus den Werkstätten für Menschen mit Behinderung im deutschen Korbmuseum in die Überlegungen einzubeziehen.

Für eine aktive Standortbewerbung

In Neuensee wurde darauf hingewiesen, dass manche gewerbliche Brachflächen und Leerstände sicherlich kein Aushängeschilder seien. Auch in Neuensee war der Radweg zwischen Michelau und Neuensee ein Kritikpunkt. Spitzenberger erklärte zum Thema „heimische Wirtschaft“, dass es eine aktive Standortbewerbungen geben müsse. Ein Bürger forderte eine regionale Zusammenarbeit im Bereich Tourismus. Ein letzter Wunsch der aus der Versammlung kam, war mehr blühende Farbenpracht auf den gemeindlichen Grünflächen. (red)

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