HOCHSTADT

Für schnelles Internet in Hochstadt Gas geben

Der Solarpark bei Obersdorf spielt bei beiden Bürgermeisterkandidaten eine wichtige Rolle, damit Hochstadt zum Klimaschutz beitragen kann.Archivfoto: Werner Hauber

Im Rahmen der Berichterstattung zur Kommunalwahl am 15. März stellt diese Redaktion den Bürgermeisterkandidaten Max Zeulner (CSU) und Joachim Schlesinger (SPD) sieben Fragen, mit welchen Lösungen sie in den kommenden sechs Jahren die Gemeinde gestalten wollen. Im ersten Teil beantworten die beiden Bewerber um die Nachfolge des scheidenden Ratshauschefs Thomas Kneipp folgende Fragen:

• 1. „Wie sollen Sie die Wirtschaftskraft ihrer Gemeinde stärken, mehr Arbeitsplätze schaffen und damit auch höhere Steuereinnahmen generieren?“

• 2. „Welche Infrastrukturmaßnahmen wie Straßensanierungen, Breitbandausbau, Kita- oder Schulrenovierungen möchten Sie in den kommenden Jahren in Angriff nehmen?“

• 3. „Was kann Ihre Gemeinde zum Klimaschutz beitragen?“

Max Zeulner (CSU):

Max Zeulner (CSU). Foto: Red

• Zu 1: „Ich werde ein unbürokratischer Ansprechpartner für alle Gewerbetreibenden sein und dabei schnelle und nachhaltige Entscheidungen treffen, damit Arbeitsplätze erhalten bleiben und neue geschaffen werden können. Eine attraktive Gewerbefläche in der Reuther Straße werde ich aktiv bewerben.

Die Gemeinde erhält auch Anteile an der Einkommenssteuer ihrer Bürger. Deshalb möchte ich Hochstadt mit seinen Ortsteilen für Wohnraumsuchende interessant gestalten und neue Bauplätze erschließen.“

• Zu 2: „Kindergarten und Schulgebäude wurden in den vergangenen Jahren immer wieder bedarfsgerecht saniert. Der Breitbandausbau ist sehr weit fortgeschritten. Durch das Vectoringverfahren kann die Datengeschwindigkeit demnächst verdoppelt werden. Weitere Ausbaumöglichkeiten und Fördermaßnahmen (zum Beispiel Glasfaser ins Haus) werden natürlich geprüft. In den kommenden Jahren werden uns die bereits geplante Sanierung der Tiefbrunnen, der Wasseraufbereitungsanlage und des Hochbehälters beschäftigen sowie die Abwasserkanalsanierung vom Rückhaltebecken an der Hauptstraße bis zur Kläranlage. Ich möchte die Ortsverbindungsstraßen erneuern. Dies ist abhängig von der Nutzung dieser Wege durch Baustellenfahrzeuge im Zusammenhang mit dem Bau der B173 neu.“

• Zu 3: „Gemeinsam mit den Gemeinderäten werde ich ein Grünflächenkonzept entwickeln. Bei der Erschließung von neuen Baugebieten sollen Voraussetzungen für ein nachhaltiges Bauen geschaffen werden. Auch beim Um- oder Neubau von gemeindlichen Gebäuden werde ich auf eine CO 2 neutrale Bauweise achten. Mit der Genehmigung von zwei großflächigen Photovoltaikanlagen hat die Gemeinde Hochstadt schon einen erheblichen Beitrag zum Gelingen der Energiewende und damit zum Klimaschutz beigetragen. Bei zukünftigen Projekten ist jedoch die Nutzung von Dächern, landwirtschaftlichen Flächen vorzuziehen. Auch bei dem Eigenstromverbrauch (zum Beispiel in unserer Kläranlage) werde ich die Nutzung von Solarenergie prüfen. Dies gilt auch für unsere Straßenbeleuchtung. Neben der Umstellung auf LED ist, bei einer Vergünstigung der Speichermöglichkeiten, die Nutzung von Sonnenergie denkbar.“

 

Joachim Schlesinger (SPD):

Joachim Schlesinger (SPD). Foto: Geisel

• Zu 1: „Nachdem es mir gelungen ist, eine Firma in Hochstadt anzusiedeln, werde ich diesen Weg weiter gehen, denn durch intensive und überzeugende Gespräche ist eine Neuansiedlung von weiteren Firmen möglich.“

• Zu 2: „Die Straßen sollen, wenn möglich, nach Prioritäten instand gesetzt werden, beim Breitbandausbau hier sollte das Glasfaserkabel bis ans Haus beziehungsweise an die Firma gelegt werden, damit ein schnelles Internet zur Verfügung steht (bis zu 100 Megabit)“.

• Zu 3: „Photovoltaiganlagen sollten auf allen (wo möglich) gemeindlichen und Firmendächern verbaut werden, um die Acker- und Grünflächen nicht zu verbauen und somit der Landwirtschaft in ihrem Bestand zu schmälern.“

Weitere Artikel zur Kommunalwahl gibt es unter www.obermain.de.

Die Straße zwischen Hochstadt und dem Weiler Gruben ist in einem sehr schlechten Zustand.Archivfoto: Markus Drossel Foto: Markus Drossel

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