MARKTGRAITZ

Frischer Wind für Marktgraitz mit „junger Kandidatenliste“

Wahlschein
Zur Stimmabgabe aufgerufen sind die Bürger bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 auch im Landkreis Lichtenfels. Foto: Bodo Schackow (ZB)

Ihre kommunalpolitischen Vorstellungen für die kommenden sechs Jahre stellte die CSU bei ihrer Wahlveranstaltung in der in der Rosenauer Hofbräu zahlreichen Interessenten vor. Vorgestellt wurde eine „junge Kandidatenliste“, in der alle Bevölkerungsschichten und Berufsbilder vertreten seien.

Bürgermeisterkandidatin Tanja Beier erklärte weiter, dass sie Marktgraitz in den nächsten Jahren zukunftsfähig machen wolle. Bürgermeister Jochen Partheymüller habe gute Arbeit geleistet. Dennoch sei es nach 24 Jahren wichtig, wieder frischen Wind für Marktgraitz zu bekommen.

Wichtige Projekte genannt

Bei einer Bilderpräsentation zeigte sie ihre Vorstellung von der Zukunft in Marktgraitz auf. Sie sei bestens motiviert, das verantwortungsvolle Amt der Bürgermeisterin zu übernehmen. Sie nannte gleich einige Projekte: Es müsse die Sanierung der Kelten-, Johannis- und Steinachstraße angepackt werden. Die Zu- und Abfahrten sowie der Straßenbelag seien inzwischen fast schon abenteuerlich.

Auch auf dem Marktplatz gebe es einiges zu tun. Das „Oudlahaus“ und die alte Schule müssten einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden. Hier seinen Förderungen von bis zu 90 Prozent möglich. Dabei könne auch der Marktplatz selbst neu gestaltet werden.

Nicht viel anders sehe dies beim Kirchweihplatz aus. Dieser werde von Schulbussen als Wendeplatz benutzt. „Wir müssen hier eine barrierefreie Haltestelle anstreben. Ein No-Go seien dort die Glascontainer, die bei einem Schulbushalteplatz überhaupt nichts zu suchen haben“, so die Bürgermeisterkandidatin. Bei Ausweisung von Baugebieten sehe sie die Gemeinde als Vermittler zwischen Grundstücksbesitzern und Inhabern. Sie hoffte, dass der angestrebte Dorfladen für Marktgraitz kommen werde, und sich genügend Bürger dafür engagieren.

Ansiedlung junger Familien unterstützen

In Marktgraitz stünden inzwischen 40 Häuser leer. Als Bürgermeisterin werde sie versuchen, junge Familien zu unterstützen, damit auch hier eine Möglichkeit bestehe, diese in Marktgraitz sesshaft zu machen. Am Baugebiet „Auf der Höh“ sollen Spielplatz und Bolzplatz weiter aufgewertet werden. Auch insgesamt gehöre das Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche verbessert.

Damit man mehr mit den Bürgern ins Gespräch komme, könne man mehr Bürgerversammlungen und Bürgertreffen abhalten. Gemeinderat Richard Geßlein freute sich darauf, Marktgraitz mit „viel Spaß an der Arbeit weiter zu gestalten“. Seine Erfahrungen im digitalen Bereich stelle er dabei gerne zur Verfügung. Es sei sehr gut gelungen, mit relativ bescheidenen Mitteln viel Gutes in Marktgraitz erreicht zu haben, meinte Gemeinderat Uwe Bornschlegel.

Kleine und mittlere Betriebe umwerben

Die Arbeit seitens der Gemeinde mit jungen Leuten und deren Anliegen strebe im Fall seiner Wahl in den Gemeinderat Daniel Ritzel an. Kandidatin Sylvia Schmidt erklärte, sie möchte mit ihrer Arbeit im Gemeindeparlament ihre wirtschaftlichen Kontakte nutzen und erweitern, um kleine und mittlere Betriebe nach Marktgraitz zu bekommen.

Europaabgeordnete und Kreistags-Kandidatin Monika Hohlmaier erklärte auch die Wichtigkeit der Wahl des Kreistages am 15. März. Jedes Projekt im Landkreis sei mit der EU verbunden. So sind im Bereich der Finanzierung Hochwasserschutz etliche Mittel in den Landkreis geflossen. Ein weiteres Thema sei die ärztliche Versorgung. Es gelte junge Ärzte bei uns optimal auszubilden und durch verschiedene Anreize in unserer Region zu binden. Im neuen Klinikum gebe es noch einiges zu tun.

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