HOCHSTADT

Hundekot stinkt dem Gemeinderat Hochstadt

Hundekot stinkt dem Gemeinderat Hochstadt
In der Kindertagesstätte wird es nach dem Willen des Gemeinderates auch indiesem Jahr drei statt nur zwei Gruppen für die drei- bis sechsjährigen Kinder geben. Foto: Werner Hauber

Vom Landratsamt Lichtenfels wird der Erlass einer Satzung für die Anleinpflicht von Hunden im Vogelschutzgebiet auf den Mainwiesen vorbereitet. Es sollen entsprechende Schilder auch im Gemeindegebiet Hochstadt aufgestellt werden. Dies sei ein lang gehegter Wunsch von Landwirten und Naturschützern, so Bürgermeister Thomas Kneipp.

Offenbar brennt das Thema zahlreichen Gemeinderäten schon länger auf den Nägeln. Einhellig sprachen sie davon, dass immer wieder auch von Seiten der Bürger auf Missstände in dieser Sache hingewiesen werde. Auf allen Fluren im Gemeindegebiet werde oft beobachtet, wie Hunde frei herumlaufen und sich deren Besitzer in keinster Weise um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner kümmern. Wolfslochs Ortssprecher Oswald Tempel sprach sogar von einem unerträglichen „Hundetourismus“ in der Region. Kneipp schlug vor, die Thematik in einer der nächsten Sitzungen intensiver anzugehen.

Ungleichbehandlung soll beendet werden

Einer Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung stimmten die Räte einstimmig zu. Hintergrund ist, dass die bisherige Fassung eine Regelung enthält, die in den Gemeindeteilen, in denen eine Unterdruckentwässerung betrieben wird, zu einer Ungleichbehandlung bei der Errichtung neuer Grundstückanschlüsse gegenüber bestehenden Altanschlüssen führt.

Demnach müssen Anschlussnehmer, deren Grundstücke bislang noch keinen Grundstücksanschluss haben, bei dessen Errichtung die Kosten der Übergabeeinrichtung tragen, obwohl diese zur Entwässerungsanlage der Gemeinde gehört. Bei der erstmaligen Herstellung der Unterdruckentwässerungsanlage war dies nicht der Fall. Diesem Umstand wird in der geänderten Satzung Rechnung getragen. Sie tritt ab 1. März in Kraft.

Öffnungszeiten der Kindertagesstätte ändern sich

In Sachen Kindertagesstätte beschloss das Gremium, dass auch im Kindergartenjahr 2020/21 wie bisher drei statt nur zwei Gruppen für die drei- bis sechsjährigen Kinder eingerichtet werden. Kneipp erwähnte zusätzliche Personalkosten für die dritte Gruppe in Höhe von 76 000 Euro pro Kindergartenjahr. Bei rund 50 Kindern seien jedoch drei Gruppen für ein angenehmes Klima sowie einen engeren und intensiveren Bezug zwischen Kindern und Erzieherinnen beziehungsweise Kinderpflegerinnen unumgänglich. Auch die Öffnungszeiten wurden seit 1. Februar erweitert. Die Kindertagesstätte hat nun ab 6.45 Uhr statt bisher ab 7 Uhr geöffnet. Der Hort betreut die Schulkinder bis 16.30 Uhr statt bisher bis 16.15 Uhr.

Abgeschlossen wurde eine Vereinbarung über die Nutzung der Atemschutzwerkstatt des Landkreises Lichtenfels mit Sitz in Burgkunstadt. In dieser Werkstatt werden die Atemschutzgeräte der Landkreisfeuerwehren geprüft, gewartet, repariert, gereinigt, desinfiziert und vieles mehr. „Manche größeren Feuerwehren machen diese Dinge selbst, aber für die kleineren kommunalen Feuerwehren ist das eine segensreiche Einrichtung“, so das Gemeindeoberhaupt. Kosten werden nach Einwohnerzahlen erhoben.

Schulverbandsumlage steigt um 44 Prozent

Kneipp gab die Haushaltssatzung des Mittelschulverbandes Redwitz für das Haushaltsjahr 2020 bekannt. Die Schulverbandsumlage steige demnach von 482 885Euro auf 696 250 Euro. Ein sattes Plus von 44 Prozent. Gründe dafür seien fehlende Rücklagenentnahme, die Deckung eines Vorjahresfehlbetrages, höhere Personalkosten, Zuführung an den Vermögenshaushalt, Erhöhung der Bewirtschaftungskosten und nicht zuletzt eine sinkende Schülerzahl von 257 auf 234 Kinder. Für die Kommune Hochstadt ergibt sich dadurch eine Umlage in Höhe von 38 680,56 Euro. Gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 8617,68 Euro. Die Anzahl der Schüler aus der Kommune sinkt ständig. Waren es im Jahr 2014 noch 28 Schüler, so sind es in diesem Jahr nur noch 13 Schüler, die die Mittelschule in Redwitz besuchen.

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