MANNSGEREUTH

Unabhängige Bürger stellen ihre Pläne für Mannsgereuth vor

Landtagswahl Sachsen
Zur Stimmabgabe aufgerufen sind die Bürger bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 auch im Landkreis Lichtenfels. Foto: Daniel Schäfer (dpa-Zentralbild)

Gut gefüllt zeigte sich der Saal im Mehrzweckgebäude in Mannsgereuth zum Wahl-Info-Nachmittag der Unabhängigen Bürger Redwitz. Bürgermeisterkandidat Jürgen Gäbelein und sein Kandidaten-Team stellten sich persönlich vor.

„Auf unsere Gemeinde werden in den kommenden Jahren zahlreiche große und kostenintensive Aufgaben zukommen“, erklärte der Bürgermeisterkandidat. „Diese können wir am wirkungsvollsten bewältigen, wenn alle Fraktionen im Gemeinderat an einem Strang ziehen“. Diese Einigung würde für ihn die wichtigste Aufgabe zu Beginn der neuen Wahlperiode werden. Als unabhängiger Bürgermeisterkandidat traue er sich zu, die Vertreter aller Fraktionen mitzunehmen. „Ich stelle mir vor, offen und transparent zu informieren und die Dinge miteinander sachlich zu diskutieren.“ Schließlich müsse es um das gemeinsame Ziel gehen, das Beste für die Gemeinde zu erreichen.

Kommunale Handlungsfelder vorgestellt

Sechs kommunale Handlungsfelder stellte Gäbelein im Anschluss vor. Im Bereich Infrastruktur sah er für Mannsgereuth als Schwerpunkt den Ausbau der Staatsstraße 2208 zwischen Mannsgereuth und Beikheim. Gäbelein erläuterte die vorgesehene Neugestaltung der Trasse mit parallel verlaufendem Radweg. Das weitere Voranschreiten der Planungen durch das staatliche Bauamt Bamberg hänge davon ab, wie schnell der notwendige Grunderwerb zu realisieren wäre. Derzeit sei jedoch nur der Neubau außerorts vorgesehen.

„Wir werden uns dafür einsetzen, dass im Zuge der Baumaßnahme auch die in einem schlechten Zustand befindliche Ortsdurchfahrt von Mannsgereuth saniert wird“, unterstrich Gäbelein.

Großen Wert legen die Unabhängigen Bürger auf die Schaffung von attraktivem Wohnraum in der Gemeinde. Als wichtigen Schritt nannte Gäbelein die Erschließung des Neubaugebietes „Steinachblick“ in Trainau. „Wir haben aktuell keine Baugrundstücke mehr in Gemeindebesitz, die wir anbieten können,“ merkte Gäbelein an. Er hoffe, dass sich bald viele Bauwillige für die schöne Wohnlage in Trainau interessieren.

Gewerbegebiet besser vermarkten

Ein großer Teil des einst in Mannsgereuth erschlossenen Gewerbegebietes liege seit vielen Jahren brach, stellte Gäbelein fest. Aus der angeregten Umwidmung der Flächen zu einem Mischgebiet mit möglicher Wohnbebauung wurde nichts. Hier möchte Gäbelein konkret anpacken und eine aktive Vermarktung des Gewerbegebietes angehen.

Aus der Gemeinderatsarbeit berichtete Gäbelein, dass die Teilsanierung des Mehrzweckgebäudes in Mannsgereuth in den Startlöchern stehe. Insbesondere die Neugestaltung und Vergrößerung der Toilettenanlagen sei dringend notwendig. Ebenfalls auf dem Plan stehe der Kindergarten Mannsgereuth, an dem einige Sanierungsmaßnahmen notwendig sind. Im Bereich Straßensanierung habe man in Mannsgereuth noch die Straße „Am Kümmelberg“ auf der Liste.

„Es wird nicht alles auf einmal machbar sein“, mahnte Gäbelein an, die Vielzahl der Aufgaben im gesamten Gemeindegebiet mit Vernunft und Augenmaß anzugehen. Man müsse zudem ein Auge auf die wirtschaftliche Lage haben. „Alles was wir uns vornehmen muss auch finanzierbar sein.“ Dies sei jedoch zu einem großen Teil abhängig von den Einnahmen aus Gewerbe- und Einkommenssteuer.

Historischer Film aus dem Jahr 1968

Beschlossen wurde der Info-Nachmittag mit einem Film über den Bau der Wasserversorgung Mannsgereuth und Beikheim aus dem Jahre 1968.

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