WEIDHAUSEN

Die Kandidaten der CSU Weidhausen

Wahlen
Zur Stimmabgabe aufgerufen sind die Bürger bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 auch im Landkreis Lichtenfels. Foto: Bernd Weissbrod (dpa)

Bei der Aufstellung der Wahlliste für den Gemeinderat übte der CSU-Ortsverband Weidhausen den Schulterschluss mit dem parteilosen Bürgermeister Markus Mönch, der sich erneut der Wahl zum Bürgermeister stellt. In den Augen des Vorsitzenden Michael Hofmann, der CSU-Fraktionschef im Gemeinderat ist, hat parteipolitisches Handeln keinen Platz, wenn es um die Zukunft der Gemeinde Weidhausen geht.

Im Gegensatz zu den Kommunalwahlen 2014, als die CSU mit nur acht Bewerbern an den Start ging, konnte Hofmann jetzt 16 Kandidaten für den Gemeinderat präsentieren. Auch Nichtmitglieder konnten überzeugt werden, auf der Liste der CSU anzutreten. Neben 14 Männern bewerben sich auch zwei Frauen um ein Mandat. „Die jüngste Kandidatin ist 23, der älteste 75“, betonte der Ortsvorsitzende. Von der Studentin bis zum Rentner sowie vom Arbeiter bis zum Geschäftsführer seien alle sozialen Schichten auf der Liste vertreten, „ein Querschnitt unserer Gesellschaft“ wie Hofmann meinte. Besonders erfreut ist er, dass der Altersdurchschnitt gegenüber 2014 um gut zehn auf knapp 47 Jahre gesenkt werden konnte. Einziger Wehmutstropfen: aus Trübenbach ist niemand dabei. Dafür ist Neuensorg stark vertreten.

„Es geht um unsere Heimatgemeinde“

Unter den Gästen befand sich Bürgermeister Markus Mönch. Mit den Worten „Wir sitzen in einem Boot. 2008 war das Schiff nicht steuerbar. Wir haben es gemeinsam wieder auf einen Kurs gebracht“, betonte er, wie gut die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat seit seiner ersten Amtszeit laufe. „Es geht nicht um die große Politik, es geht um unsere Heimatgemeinde“, so der Bürgermeister.

Michael Hofmann ging auf Entscheidungen des Gemeinderates aus dem Jahr 2019 ein, die auch in den Wahlkampf ausstrahlten. So erläuterte er, weshalb sich die CSU-Fraktion beim geplanten Anbau der zu sanierenden Schulturnhalle für die beschlossene Größe von zehn Mal 15 Meter ausgesprochen hatte und nicht für die sogenannte „große Lösung“. Diese hätte laut Hofmann lediglich 60 Quadratmeter mehr Raum gebracht, aber rund 220 000 Euro an Mehrkosten verursacht. Bis heute sei für diese Variante die zwingende Notwendigkeit nicht belegt. „Eine Finanzpolitik mit Augenmaß und Vernunft wird auch weiterhin die Grundlage für Entscheidungen der CSU sein“ so Hofmann. Mit diesen Worten erteilte er einer Kreditaufnahme eine klare Absage.

Bekenntnis zum Kauf des Grundstücks Hauptstraße 3

Thema war zudem der Kauf des Grundstücks Hauptstraße 3. Hier stehe die CSU klar zu ihrer Entscheidung, das Grundstück zu erwerben. Nur so könne die Gemeinde bestimmen, was damit weiter passiert. Wäre man nicht tätig geworden, hätte dort ein Investor einen knapp 16 Meter hohen, viergeschossigen Wohnblock errichtet. Dies wäre aus Sicht der CSU-Fraktion eine völlig verfehlte innerörtliche Entwicklungspolitik gewesen.

Die Kandidaten der CSU

1. Michael Hofmann, 2. Markus Weis, 3. Wigand Diesel, 4. Nadine Freitag, 5. Peter Schneider, 6. Achim Fuchs, 7. Horst Sünkel, 8. Johannes Clausen, 9. Andy Langbein, 10. Julia Diezmann, 11. Tobias Friedrich, 12. Michael Baader, 13. Marcus Schmölzing, 14. Manfred Dreßel, 15. Alexander Diezmann, 16. Jürgen Friedrich.

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