REDWITZ

Verkehrsminister Reichardt bei der CSU in Redwitz

Staatsminister Dr. Hans Reichart (Mi.) mit (v. re.) Bürgermeister Christian Mrosek, Bürgermeisterkandidat Christian Zorn, Bundestagsabgeordneter Emmi Zeulner und Landtagsabgeordnetem Jürgen Baumgärtner. Foto: Thomas Micheel

Die drei großen Bauwerke Schule, Schulturnhalle und Freibad, die alle in Folge der Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Redwitz Anfang der 1970-er Jahre entstanden sind, sind in die Jahre gekommen. Ihr Erhalt beziehungsweise ihre Neugestaltung werden aus Sicht des CSU-Bürgermeisterkandidaten Christian Zorn finanziell eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre. Darüber wurde in einem Informations- und Ideenaustausch unter dem Thema „Demografiepaket Redwitz“ mit Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Dr. Hans Reichart, und Abgeordneten diskutiert.

Nach der Begrüßung stellte sich Christian Zorn im Bürgerhaus vor. Er sieht aus gesellschaftlicher Sicht große Herausforderungen auf Redwitz zukommen, die auch im Wahlprogramm des CSU-Ortsverbandes „Zukunft Redwitz 2030“ berücksichtigt wurden.

Finanzielle Unterstützung von Bund und Land erforderlich

Aber ohne finanzielle Unterstützung von Bund und Land werde die Gemeinde diese Herausforderungen nicht stemmen können. Zorn sprach von einer Investitionssumme von mehr als 15 Millionen Euro. Schule und Vereine verdienten eine zeitgemäße Turnhalle, die Kinder sollten weiterhin in Redwitz zur Schule gehen und das Freibad solle man auch die kommenden Jahrzehnte genießen können. Alle drei sind für ihn Faktoren, die eine Gemeinde attraktiv machen, und deshalb wichtig, um dem demografischen Wandel begegnen zu können.

„Wenn sich Menschen hinter eine Idee scharen, bekommen die das auch hin.“
Jürgen Baumgärtner, CSU-Landtagsabgeordneter

Zorn bedauerte, dass es in Redwitz kaum Raum und Fläche gebe, um sich zu erweitern. Daher gelte es, die eigenen Stärken zu erhalten und die bestehenden Einrichtungen zukunftssicher zu machen. Eine große Chance sieht Zorn im Ausbau der B 173 neu. Zusammen mit den Bürgern möchte er dazu Ideen entwickeln und in die Tat umsetzen.

Eine Gemeinde mit hervorragenden Unternehmen

Bürgermeister Christian Mrosek stellte Redwitz als Gemeinde mit rund 1500 Arbeitsplätzen, mit kleinen und mittleren Gewerbetreibenden vor. Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner konstatierte, dass sich Redwitz durch hervorragende Unternehmen auszeichne, und Landtagsabgeordneter Jürgen Baumgärtner sieht Redwitz „mitten drin“, worin auch eine riesige Chance für die Gemeinde liege.

„Wenn ich etwas gestalten will, ist die Zeit jetzt da“, betonte Staatsminister Reichhart. Jeder habe die Chance, die Entwicklung seiner Gemeinde in die Hand zu nehmen. Es gelte, alle Altersstufen mitzunehmen. Ziel müsse es sein, dass jeder gerne nach Redwitz zurückkommt. Schließlich biete die Gemeinde beste Voraussetzungen. Es brauche eine Infrastruktur, an der der Bund beteiligt ist. Dafür gebe es verschiedene Fördermöglichkeiten.

Die Sanierung der Schule sei von zentraler Bedeutung. Hier werde der Freistaat Bayern finanzielle Unterstützung bieten. Bei den Zügen werde es ab Dezember 2023 mit der Systematisierung eine Verbesserung geben.

Das Redwitzer Freibad ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Foto: Wasserwacht Redwitz

Für die Sanierung der Freibäder in Bayern würden 120 Millionen Euro investiert, informierte der Bauminister. Die Förderung liege zurzeit bei 20 Prozent. Baumgärtner zeigte sich überzeugt, dass der Fördersatz noch erhöht werde. Er würde das Freibad erweitern. „Wenn sich Menschen hinter eine Idee scharen, bekommen die das auch hin“, zeigte er sich sicher. Eine Sanierungsstudie für das Freibad sei im Auftrag, gab der Bürgermeister weiter. Für die Sanierung der Turnhalle werde man sich mit den Vereinen zusammensetzen.

Baumgärtner: Ausbau der B 173 beginnt noch in diesem Jahr

Erfolgreich nannte Emmi Zeulner den Kampf der Gemeinde Redwitz gegen die Stromtrassen. Man verweigere sich nicht, aber wenn man die Trassen den Bürgern nicht erklären könne, kämpfe man dagegen an.

Zum Ausbau der Bundesstraße sagte Zeulner: „Wir wollen die B 173, damit die Leute hier leben können.“ Das Geld für den acht Kilometer langen Bauabschnitt sei da. Verbaut würden 143 Millionen Euro. Die Bauarbeiten würden sieben bis acht Jahre dauern. „Wir beginnen noch in diesem Jahr und bauen bis vor die Tore von Oberlangenstadt“, ergänzte Baumgärtner.

Zeulner stellte abschließend die Modellarztpraxen der Zukunft vor und erläuterte die damit mögliche verbesserte medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Zusammen mit Zorn hat sie hierzu bereits erste Ideen für Redwitz entwickelt. Diese Ideen sollen unter anderem im Februar bei einem Besuch in Redwitz mit Gesundheitsministerin Melanie Huml besprochen werden.

Weitere Artikel zur Kommunalwahl am 15. März finden Sie unter www.obermain.de/kommunalwahlen.

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