KÜPS

In Küps werden Altlasten einer Lackfabrik beseitigt

In Küps werden Altlasten einer Lackfabrik beseitigt
Die Beräumung der früheren Lackfabrik „Wicolor“ an der Weinbergstraße in Küps wird von der Marktgemeinde aktiv betrieben. Zuletzt wurde der Markt Küps Eigentümer der Fläche und kann jetzt auf Förderprogramme zugreifen. Foto: Bernd Rebhan

Dass auch die Innenentwicklung für die Marktgemeinde einen hohen Stellenwert hat, zeigt der intensive Einsatz bei der geplanten Altlastensanierung an der ehemaligen Lackfabrik in Küps.

Nach umfassenden Bemühungen ist es der Marktgemeinde gelungen, das mehr als 2400 Quadratmeter große Grundstück an der Weinbergstraße im Rahmen eines Zwangsversteigerungsverfahrens zu erwerben. Um die auf dem Gelände vorhandenen Altlasten zu erkunden, mussten Erkundungsbohrungen vorgenommen werden.

Dank der Unterstützung durch die Regierung von Oberfranken und das Landratsamt Kronach konnte ein Weg gefunden werden, der eine Förderung dieser kommunalen Flächenrecycling- und Altlastensanierungsmaßnahme zur Revitalisierung kontaminierter Flächen aus dem Europäischen Fonds für die regionale Entwicklung (EFRE) möglich macht.

Wichtigste Voraussetzung war dabei, dass der Markt Küps Eigentümer der Fläche werden musste. Bürgermeister Bernd Rebhan lobte die Fachstellen für die außerordentliche Unterstützung. Die jahrelangen intensiven Bemühungen wurden damit von Erfolg gekrönt. Sein Dank galt auch dem Marktgemeinderat, der das komplexe Verfahren unterstützt habe.

Insolvenz im Jahr 1998

Nach der Insolvenz der früheren Lackfabrik Wittmann im Jahr 1998 wurde es ruhig auf dem Firmengelände. 2003 erfolgte bereits einmal die Versteigerung des gesamten Anwesens. Der neue Eigentümer hat das Gelände überwiegend als Lagerfläche genutzt. Nicht beseitigt wurden über die Jahre hinweg aber die im Boden vorhandenen Belastungen, für die bereits im Juni 2018 mit Unterstützung des damaligen Eigentümers Detailerkundungen von der Marktgemeinde vorgenommen wurden.

Notwendig waren 15 Sondierungen im Untergrund, um Boden- und Bodenluftproben entnehmen zu können. In enger Absprache mit dem bisherigen Eigentümer soll jetzt die Beräumung der Fläche erfolgen.

Mit Fördergeldern der Nordostbayerinitiative

Die Marktgemeinde plant den Abbruch der stark in die Jahre gekommenen Gebäude mit Fördergeldern aus der Nordostbayerninitiative. Zuletzt muss dann die Sanierung im Untergrund mit EFRE-Mitteln durchgeführt werden.

Auf den gleichen Fördertopf greift der Markt Küps auch bei der Beräumung der Fläche eines ehemaligen Sägewerks in Oberlangenstadt zurück. Ziel sei es auch hier, die 7000 Quadratmeter große Fläche zu beräumen. Die Erkundungsarbeiten sind beauftragt und wurden im Dezember umgesetzt. Vor allem die Beseitigung der asbesthaltigen Eternitplatten ist nötig, wie das Fachbüro bereits mitgeteilt hat. Die Detailergebnisse werden Ende Januar mitgeteilt.

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