MARKTGRAITZ

Nathalie Grammon geht in Marktgraitz für SPD ins Rennen

Nathalie Grammon geht in Marktgraitz für SPD ins Rennen
Jochen Körner (li.) und Landtagsabgeordenter Klaus Adelt gratulieren der Bürgermeisterkandidatin Nathalie Grammon mit roten Rosen. Foto: Werner Knoth

„Es ist schon eine kleine Sensation“, so der SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jochen Körner, Redwitz, bei der Nominierungsversammlung der SPD für die Kommunalwahlen in Marktgraitz. „Hier herrscht Aufbruchstimmung“, so Körner in der Rosenauer Hofbräu weiter.

Vor einem Jahrzehnt wurde der SPD-Ortsverein Marktgraitz aufgelöst. Jetzt werde zur Gemeinderatsliste auch mit Nathalie Grammon eine Bürgermeisterkandidatin aufgestellt. Dies stehe für einen Neuanfang, erklärte Körner. In einer eher konservativ ausgerichteten Gemeinde, etwas außerhalb der Hauptverkehrswege, gelte es dem demografischen Wandel zu begegnen und den damit verbundenen Bevölkerungsschwund zu stoppen. Körner freute sich über einen voll besetzten Gastraum. Die Kandidaten wurde alle einstimmig gewählt.

Als Bürgermeisterkandidatin wurde Nathalie Grammon bestimmt. Sie ist ferner Beauftragte mit Klaus Knoop als Stellvertreter. Die Gemeinderatsliste setzt sich wie folgt zusammen: Nathalie Grammon (Platz 1), Ivonne Mahr (2), Klaus Knoop (3), Stefan Stumpf (4), Josef Sünkel (5), Thomas Schiller (6) und Alexander Ortleth (7).

Gebürtig aus Bayreuth, sozial engagiert

Grammon stellte sich als gebürtige Bayreutherin vor, aufgewachsen in einem sozial engagierten Elternhaus. Sie arbeitete nach dem Realschulabschluss zunächst als Zahnarzthelferin, ging dann zur AOK nach Kulmbach, wo sie auch in der Teamleitung war. Seit November 2019 ist ihre neuer Arbeitsplatz bei der AOK in Coburg. Ehrenamtlich engagiert sich Grammon in der Behindertenarbeit sowie in Kinder- und Jugendgruppen. Sie ist Naturschützerin und setzt sich im Tierheim ein. Obwohl sie erst seit kurzem in Marktgraitz wohne, habe sie sich bereits sehr gut eingelebt, helfe beim Turnverein und beteiligte sich beim SPD-Stand auf dem Weihnachtsmarkt.

In der kurzen Zeit habe die Bürgermeisterkanditatin auch schon Probleme und Defizite in der Gemeinde erkannt. Als erster Punkt wurden die Leerstände angesprochen. Hier gelte es mit Hilfe von Förderprogrammen sich verstärkt um Renovierung von Gebäuden zu bemühen und Wohnraum, vielleicht auch Platz für Firmen zur Gewerbeansiedlung, zu finden. Dies sei ein wichtiger Punkt, um den Bevölkerungsschwund in den ländlichen Gemeinden, wie in Marktgraitz, einzudämmen.

Zusammenarbeit mit Bürgern wichtig

Den Ort liebens- und lebenswürdiger zu gestalten, das nicht nur an den Durchfahrtsstraßen, sei ihr wichtig. Hierzu zähle auch die Barrierefreiheit, „Wir haben hier noch genügend Stolpersteine“, so Grammon.

Nathalie Grammon geht in Marktgraitz für SPD ins Rennen
Die SPD-Gemeinderatskandidaten aus Marktgraitz bedankten sich für das Vertrauen. Foto: Werner Knoth

Auch eine enge Zusammenarbeit mit den Vereinen besäße einen hohen Stellenwert sowie mit den Bürgern, um Schwachstellen im Ort zu beseitigen. Gemeinsame Bürgersprechstunden, Stammtischtreffs oder Ortsbegehungen brächten hier Möglichkeiten für eine gemeinsame Gestaltung. Es gelte den Öpnv besser voranzutreiben und mit Nachdruck zu verfolgen sowie die Weiterführung der Zone 30 von der Steinachbrücke aus bis zur Engstelle. Ein Seniorentreff und ein Dorfladen wären Ziele. Für die Jugend biete Marktgraitz zu wenig. Sinnvoll sei es, einen Jugendtreff, vielleicht auch in Verbindung mit benachbarten Gemeinden, zu schaffen.

Um die anstehenden Probleme zu lösen, spiele eine enge Zusammenarbeit mit den Nachbarorten eine wichtige und zukunftsbringende Rolle.

Namens der SPD-Kreistagsfraktion dankte Monika Faber allen Kandidaten für ihre Bereitschaft. Erfreut zeigte sich der Landtagsabgeordnete Klaus Adelt, dass bei der Marktgraitzer SPD Aufbruchstimmung herrsche. Es gelte einen Ort demokratisch zu gestalten, Verbundenheit mit den Mitbürgern zu zeigen und mit ihnen etwas zu gestalten. „Wir brauchen Bildung, gute Handwerker in den Orten und wollen Barrierefreiheit, gute Zusammenarbeit untereinander“, so Adelt, der auf die Wichtigkeit eines Dorfladens hinwies. In seinem Grußwort sicherte der Redwitzer SPD-Bürgermeisterkandidat Stephan Arndt eine gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit zu.

Weitere Artikel zur Kommunalwahl am 15. März finden Sie unter www.obermain.de/kommunalwahlen.

 

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