REDWITZ

SPD Redwitz nominiert Stephan Arndt für Bürgermeisterwahl

SPD Redwitz nominiert Stephan Arndt für Bürgermeisterwahl
SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jochen Körner gratuliert Bürgermeisterkandidat Stephan Arndt (v. re.). Mit ihm freuen sich der Ortsvereinsvorsitzende von Unterlangenstadt, Egon Neder, und Kreisvorsitzender Sebastian Müller. Foto: Thomas Micheel

„Bei uns herrscht Aufbruchstimmung“, freute sich SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jochen Körner bei der Aufstellungsversammlung für Bürgermeisterkandidat Stephan Arndt und die Bewerber für den Gemeinderat. Und angesichts des voll besetzten großen Saals im Bürgerhaus befand Egon Neder, Vorsitzender des Ortsvereins Unterlangenstadt, begeistert: „Wie in alten Zeiten. Das zeigt, dass es an der Basis klappt.“

Körner schickte voraus, dass die SPD mit Stephan Arndt einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt gefunden habe, der trotz seines jungen Alters in der Gemeinde bereits Enormes geleistet hat. Er besteche durch seine menschliche Art und habe Lösungen für die großen und kleinen Probleme. Er sei strebsam und fortbildungswillig.

„Der Gemeinderat soll ein Spiegelbild der Gesellschaft sein. Alte, Junge, Frauen und Männer. Dem haben wir mit unserer Liste Rechnung getragen.“
Jochen Körner, SPD-Ortsvereinsvorsitzender

Für die Liste der Bewerber für den Gemeinderat stellt der SPD-Ortsverein Kandidaten aus allen fünf Ortsteilen, informierte Körner. „Der Gemeinderat soll ein Spiegelbild der Gesellschaft sein“, stellte er heraus. „Alte, Junge, Frauen und Männer. Dem haben wir mit unserer Liste Rechnung getragen.“ Die Kandidaten haben ein Durchschnittsalter von 45 Jahren. Auf der Liste seien alle Alters- und Berufsgruppen sowie fünf Frauen vertreten.

„Wir stellen uns zur Wahl. Wir wollen um den Bürgermeisterposten mitkämpfen und die absolute Mehrheit der CSU im Gemeinderat brechen“, betonte Körner. Neben einigen Großprojekten in der Gemeinde stehen in den Ortsteilen viele kleinere Maßnahmen an, erklärte er. Diese wolle man nicht vergessen und daran mitwirken. Der erste Schritt dazu sei mit der Aufstellungsversammlung getan.

Egon Neder, Ortsvereinsvorsitzender Unterlangenstadt, freute sich, dass der Saal so voll ist. Kreisvorsitzender Sebastian Müller appellierte an alle, sich hier an der Basis nicht von den Geschehnissen auf der großen Bühne beeinflussen zu lassen. Bundestagsabgeordneter Andreas Schwarz hatte eine Videobotschaft geschickt.

Seit neun Jahren in Redwitz und schnell integriert

In seiner persönlichen Vorstellung ließ Stephan Arndt (33 Jahre) wissen, dass er in Küps aufgewachsen ist und mit seiner Lebensgefährtin Clarissa seit neun Jahren in Redwitz wohnt. Sie fühlten sich in der Gemeinde sehr wohl und er habe sich als Gründungsmitglied des Bürgervereins ziemlich zügig integrieren können. Kurze Zeit später übernahm er den Vorsitz und habe seitdem viele positive Entwicklungen in Redwitz vorangebracht.

Stephan Arndt ist in einer Firma als stellvertretender Abteilungsleiter tätig. Hier obliege ihm die Verantwortung für 43 Mitarbeiter. Seit fünf Jahren wirke er im Betriebsrat und als Wirtschaftsausschussvorsitzender im Unternehmen mit. Zusätzlich stehe er als Mitglied im Bildungsausschuss für die Qualifikationen und Schulungspläne zur Seite. Seit knapp zwei Jahren absolviere er bei der IHK in Bamberg die Weiterbildung zum Industriefachwirt, die er Anfang 2020 beenden werde.

SPD Redwitz nominiert Stephan Arndt für Bürgermeisterwahl
Die Bewerber der SPD Redwitz für den Gemeinderat. Es fehlen Frank Neder und Karin Maschik. Foto: Thomas Micheel

Die Informationspolitik der Gemeinde verbessern

Da er Redwitz nun seit neun Jahren kenne und um die Herausforderung der Gemeinde mit ihren Ortsteilen wisse, habe er sich für ein Wahlprogramm mit vier Vorstellungen entschlossen. Für die erste Vorstellung nannte er die Punkte Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit. Er halte das Zwischenmenschliche an oberster Stelle für sehr wichtig für eine gute Zusammenarbeit. Arndt möchte die Informationspolitik der Gemeinde verbessern und regelmäßige Bürgersprechstunden entwickeln. Die Einwohner sollten zur aktiven Mitgestaltung motiviert werden. Außerdem möchte er das „Wir“-Gefühl und die Integration neuer Mitbewohner in der Gemeinde fördern. Hier denkt er an ein Willkommenspaket.

Seine zweite Vorstellung gilt den Ortsvereinen. Der Kandidat will das Vereinsleben fördern und mitgestalten und noch etwas mehr Kreativität einbringen. Für die Ehrenamtlichen möchte er ein offenes Ohr haben. Hier müsse mehr Dankbarkeit gezeigt werden.

Leerstände vermeiden und Altbauten renovieren

Die Ortsentwicklung nannte er als seine dritte Vorstellung. Er forderte die Standortsicherung der Schule, den Neubau der Turnhalle und die Sanierung des Schwimmbads sowie die Begrünung und Verschönerung des Gemeindegebiets. Im Zuge des Ausbaus der B 173 sollten Einkaufsmöglichkeiten geschaffen und die Infrastruktur ausgebaut werden. Zur Ortsentwicklung gehörten die Vermeidung von Leerständen und die Renovierung von Altbauten. Zudem wolle er die Gastronomie beleben und die Verkehrs- und Parkplatzsituation überdenken beziehungsweise ändern.

Die vierte Vorstellung widmete Arndt „Familien, Kinder und Senioren“. Hier nannte er die Schaffung von Wohnraum und Barrierefreiheit als wichtige Ziele. Jugendliche sollten gefördert und Freizeitaktivitäten angeboten werden. Letztlich möchte er die Wohnraumförderung weiter nutzen. Die Wahl von Stephan Arndt zum Bürgermeisterkandidaten war dann reine Formsache und fiel einstimmig aus.

Jochen Körner informierte über die ebenso anstehende Kreistagswahl und appellierte an alle, Kandidaten aus der Gemeinde Redwitz beziehungsweise aus den benachbarten Orten zu wählen. Letztlich wünschte er sich für die SPD, mehr mitreden zu können, und bat daher um Unterstützung. Arndt verkündete, dass das Wahlprogramm im Januar starten und die Termine der Veranstaltungen rechtzeitig bekannt gegeben werden.

Die Kandidaten

Für den Gemeinderat treten an: Stephan Arndt (Listenplatz 1), Jochen Körner, Egon Neder, Christian Hennig, Erik Friedlein, Lukas Busch, Karin Maschik, Gisela Backert, Siegfried Wiegandt, Britta Commandeur, Frank Neder, Sonja Pfeiffer, Christopher Schmidt, David Herrmann, Regina Ehnes, Günter Friedlein.

Ersatzkandidaten sind Ruth Wiegandt und Vanesse Balke.

 

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