KÜPS

Innenentwicklung wichtiges Thema bei Bürgerversammlung Küps

Innenentwicklung wichtiges Thema bei Bürgerversammlung Küps
Das „Obere Schloss“ in Küps wurde von Professorin Dr. Anne Helene Feulner gekauft, die es sanieren will. Die Marktgemeinde Küps wird einen Teil des Anwesens – die „Remise“ - nutzen, um hier ein Museum einrichten. Foto: Rainer Glissnik

Sichtlich groß war die Freude bei Bürgermeister Bernd Rebhan und seinen Mitarbeitern der Küpser Verwaltung: Bei der Gesamt-Bürgerversammlung in der Turn- und Festhalle war das Interesse so groß, dass zusätzliche Tische aufgestellt werden mussten. Zudem sorgten die Musiker des Küpser Orchesters mit Holger Pohl für einen großartigen Auftakt.

„Küps ist nach wie vor ein enorm beliebter Wohnstandort“, erläuterte der Rathauschef. „Es könnten viele Bauplätze verkauft werden.“ Natürlich wäre es verführerisch, immer weitere Baugebiete an den Ortsrändern auszuweisen. „Wir müssen auf unsere Kernorte aufpassen“, stellte er dem entgegen und berichtete vom Leerstandsmanagement.

Städtebauförderung und Fassadenprogramm

Mit Hilfe von Städtebauförderung, Fassadenprogramm und vielen anderen Maßnahmen soll die Innenentwicklung vorangetrieben werden. Dort, wo innerorts Baulücken oder Flächen noch frei sind, sollen diese entwickelt werden. Es gehe darum, Bauflächen anbieten zu können, aber nicht nur auf der grünen Wiese. Wer hier eine Idee hat oder etwas anbieten möchte, kann sich gerne an die Marktgemeinde wenden, appellierte Bernd Rebhan.

Küps sei auch in dem Programm „Tradition versus Moderne – Konzepte für eine attraktive Gemeinde“. Gemeinsam mit Studierenden des Masterstudiengangs „Zukunftsdesign“ der Hochschule Coburg solle der Kernort gestärkt werden. Von März bis Juli 2020 sollen gemeinsam mit den Studierenden, deren Professoren und Lehrenden Konzepte für eine attraktive ländliche Gemeinde entstehen. Vielleicht könnten dabei auch kleinere Wohnungen für Studenten geschaffen werden.

Noch keine einzige Kinderkrippe in Küps

Bei den Kinderkrippen besteht Bedarf. Derzeit hat der Kernort noch keine Krippe, weshalb ein Neubau vorgesehen ist. Im nächsten Jahr sollen 25 Krippenplatze entstehen und 50 Kindergartenplätze – sechs mehr als bisher. Das Ganze kostet drei Millionen Euro. 2019 gibt es einen Anstieg der Geburtenzahlen. Bislang sind es 59 Geburten, im Vorjahr waren es einige weniger.

Das Jugendzentrum „Kiwi“ ist wichtiger denn je und feiert demnächst sein 25-jähriges Bestehen. Jugendbeauftragte Christina Härtlein sucht Fotos aus 25 Jahren.

Eine der wichtigsten Maßnahmen der nächsten Jahre ist der Ersatzneubau der Grundschule mit Neubau der Turnhalle. Seit einigen Wochen besteht Baurecht. Nach den Faschingsferien soll mit den Abrissarbeiten beginnen werden. Die Einweihung ist zum Schuljahr 2022 vorgesehen.

Nordostbayerninitiative hat viel geholfen

Die Nordostbayerninitiative hat der Marktgemeinde viel geholfen. Etliche Anwesen konnten abgerissen werden. Tollstes Projekt ist die Sanierung der Alten Schule in Au. Hier wurden Arbeitsplätze geschaffen und Physiotherapie ist vor Ort. Das Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhaus in Burkersdorf steht vor der Vollendung.

Das „Obere Schloss“ in Küps ist das nächste Projekt. Dr. Anne Helene Feulner kaufte das Haus und will es sanieren. „1721“ steht auf den Säulen der Remise, das Haupthaus ist hundert Jahre älter. Früher stand hier schon ein anderes Gebäude. Die Kosten liegen bei rund einer Million Euro, darauf werden 90 Prozent Zuschuss erhofft.

Auch der Landkreis plant einige Bauprojekte im Bereich der Marktgemeinde. Bürgermeister Bernd Rebhan wies auf die geplante Querungshilfe an der Kreisstraße KC 22, Höhe Baugebiet Röthen (2020), die Sanierung der Kreisstraße 22 in Burkersdorf (2020), die Sanierung der Kreisstraße 13 in Au (2021), die Sanierung der Kreisstraße 22, Ortsdurchfahrt Küps, und die Sanierung der Rodachbrücke (2023) hin. „Letzteres wird eine spannende Geschichte, die Brücke wird mehrere Monate gesperrt.“

Mehr Streifenfahrten und Verkehrsberuhigung: Bürgerwünsche

Der Spielplatz im Bereich Melm II ist sehr schön, lobte Christian Scherbel. Problematisch seien die relativ schnelle Abnutzung durch Jugendliche und die Hinterlassenschaften von diesen Abenden. Er habe Angst, dass kleinere Kinder einmal in etwas Schlimmes hinein langen. Er bat darum, dass die Polizei hier wieder öfters vorbeifahre. Nach den vielen Mofa- und Rollertreffen sehe der Spielplatz immer schlimm aus.

Da die Zahl der neuen Häuser und auch das Verkehrsaufkommen wächst, regte Fred Schmidt im Lauschaweg eine Verkehrsberuhigung an. Bürgermeister Bernd Rebhan verkündete, dass noch vor Weihnachten ein Verkehrsschild „Zone 30“ aufgestellt wird.

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