REDWITZ

Gemeinderat: Redwitzer Freibad wird saniert

Im Redwitzer Freibad stehen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an. Foto: red

In der Gemeinderatssitzung stellte das Architekturbüro Fischer aus Kronach den Schlussbericht der Machbarkeitsstudie zur Sanierung des Freibades vor. Außerdem stand die Kostenübersicht für den Neubau des Feuerwehrhauses Obristfeld im Mittelpunkt.

Das Architekturbüro Fischer schickte voraus, dass die Machbarkeitsstudie für das Freibad an den Förderungen ausgerichtet sei. Im Bauabschnitt I soll das Schwimmbecken saniert und mit sieben zusätzlichen Attraktionen ausgestattet werden. Der Ersatzneubau des Kinderbeckens in Edelstahl fasst eine Wasserfläche von 51 Quadratmetern. Mit der dazugehörigen Infrastruktur addieren sich die Kosten auf rund 404 000 Euro.

Vom Eingangsgebäude über die Umkleide bis zu den Außenanlagen

Saniert und ausgebaut werden sollen das Eingangsgebäude, der Kiosk, die Umkleide, die Technik sowie das Nebengebäude als auch die Außenanlagen mit Parkplatz und Aufsicht. In das alte Becken würde ein Edelstahlbecken eingesetzt werden. Die Kosten werden auf 1,169 Millionen Euro veranschlagt. Die Technik selbst sahen die Architekten in einem guten Zustand. Sie empfahlen eine Teilerneuerung der Badewasseraufbereitungsanlage.

Der Bau des Feuerwehrhauses in Obristfeld schreitet gut voran, und auch die Kosten liegen größtenteils im Rahmen. Foto: Thomas Micheel

Bei der Sanierung der Umkleide sind neue Kabinen, Trennwände sowie neue Schrankanlagen geplant, womit knapp 100 000 Euro zusammenkommen. Für die Außenanlagen mit Parkplatz für 146 Autos, Fahrradstellplatz und Grünflächen sowie die Anpassung der Plattenbeläge im Bad sind 996 000 Euro veranschlagt. Mit Baunebenkosten beläuft sich der Bauabschnitt I auf 3,69 Millionen Euro. Für einen möglichen Bauabschnitt II mit Erlebnisbecken errechnete das Architekturbüro 2,28 Millionen Euro.

Die Besucherzahlen des Freibades im Rahmen des Gesundheitsnetzes „Initiative Gesunder Betrieb – i-gb“ belaufen sich laut Bürgermeister 2019 auf 517 Personen. Bei einem Eintrittspreis von drei Euro ergaben sich in diesem Jahr Einnahmen von 1551 Euro. Insgesamt besuchten 25 851 Besucher das Freibad.

Kosten fürs Feuerwehrhaus in Obristfeld liegen im Plan

Christoph Schöpke vom gemeindlichen Baubüro vermittelte eine Kostenübersicht über den Neubau des Feuerwehrhauses in Obristfeld. Bei der ersten überschlägigen Kostenannahme wurde eine Gesamtsumme von 350 000 Euro angesetzt. Daraufhin wurde in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr die Kostenschätzung aufgestellt und in einer Gemeinderatssitzung 2018 mit einer Summe von rund 340 000 Euro vorgestellt. Bezahlt sind aktuell 196 000 Euro. Die Feuerwehr Obristfeld hat bisher etwa 2200 Stunden selbst geleistet, was ungefähr 50 000 Euro entspricht.

Insgesamt liegen die bisher gezahlten Kosten im ermittelten Bereich. Nur beim Dach haben sich die geschätzten Kosten von 25 000 Euro fast verdoppelt. Davon hätte man in Kenntnis gesetzt werden müssen, bemängelte Jochen Körner. Ansonsten zollte der gesamte Gemeinderat den am Bau Beteiligen der Freiwilligen Feuerwehr Anerkennung für ihre erbrachte Eigenleistung.

Auf einen Blick

• Der Gemeinderat stimmte dem Antrag der SPD-Fraktion auf Umbesetzung des Finanz und des Rechnungsprüfungsausschusses zu: Die SPD-Fraktion stellt sich neu auf. Den Fraktionsvorsitz übernimmt Jochen Körner. Für den Finanzausschuss werden Jochen Körner (bisher Simon Ehnes) und als Stellvertreter Günter Friedlein (bisher Jochen Körner) benannt, für den Rechnungsprüfungsausschuss Günter Friedlein (bisher Simon Ehnes, bisher auch Stellvertreter des Vorsitzenden) sowie als Stellvertreter Jochen Körner (wie bisher).

• Im Jahresantrag bzw. der Bedarfsmitteilung für die Städtebauförderung wurde für das Jahr 2020 ein Bedarf von 3 366 000 Euro für die Maßnahmen „Bürgerhaus“ und „Freifläche Hölleinplatz“ sowie Sanierungsmaßnahmen am Schloss Redwitz beantragt.

• Zu Geh- und Radwegen gewidmet hat der Gemeinderat den neuen Geh- und Radweg zwischen Trainau und Unterlangenstadt und die durchgängige Geh- und Radwege-Verbindung zwischen den Ortsstraßen Gries und An der Kläranlage.

• Der Gemeinderat beschloss, sich für die Telekom-Aktion „Wir jagen Funklöcher“ mit Obristfeld und Mannsgereuth zu bewerben. Als Standorte für eine Sendeanlage werden in Obristfeld die alte Schule im Ebnether Weg und in Mannsgereuth das Feuerwehrhaus in der Ahornstraße vorgeschlagen. Die Gemeinderäte legten hier Wert darauf, die Bürger zu informieren und einzubinden.

• Gegen die Einbeziehungssatzung „Erlenweg West“ in der Marktgemeinde Marktgraitz hat die Gemeinde keine Einwendungen, ebenso wenig wie gegen die Aufstellung des Bebauungsplans für das allgemeine Wohngebiet „Zettlitzweg/Melanger“ des Marktes Küps.

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