MICHELAU

Michelau: Dirk Rosenbauer will Bürgermeister werden

Dirk Rosenbauer sieht sich als Teamplayer. Der CSU-Kandidat für das Amt des Bürgermeisters in Michelau möchte Erhaltenswertes weiterführen und Neues schaffen. Foto: Gerda Völk

Bei der Nominierungsversammlung ihres Bürgermeister-Kandidaten am Donnerstagabend in der Gaststätte der Angerturnhalle bewiesen die CSU-Ortsverbände Michelau, Schwürbitz und Neuensee Teamgeist. Von den 29 abgegebenen Stimmen entfielen 29 auf Dirk Rosenbauer. Mit der gleichen überwältigenden Mehrheit wurden auch die Kandidaten zu Gemeinderatswahl am 15. März nächsten Jahres gewählt.

„Mich hat es nie aus Michelau rausgezogen“, erklärte Dirk Rosenbauer am Beginn seiner Vorstellungsrede. Der 39-Jährige gehört seit 2008 dem Gemeinderat der Großgemeinde an und ist seit 2014 Zweiter Bürgermeister.

Die Mannschaft, die von den CSU Ortsverbänden Michelau, Schwürbitz und Neuensee ins Rennen um die Sitze im Michelauer Ra... Foto: Gerda Völk

Seit 2009 ist er CSU-Ortsvorsitzender, Vorsitzender des Michelauer Einkaufskorbs, Gründungsmitglied der evangelischen Theatergruppe und aktiver Musiker im Posaunenchor seiner Heimatgemeinde. Rosenbauer ist verheiratet mit Nicole Rosenbauer und hat zwei Kinder im Alter von elf und sieben Jahren. Er ist Geschäftsführer im inhabergeführten Familienunternehmen und zuständig für Einkauf, Verkauf und Kundenbetreuung.

Mit Verwaltung der Probleme der Bürger annehmen

„Es ist Zeit für Teamplayer“, lautet sein Wahlkampfmotto. Im Team möchte Rosenbauer eine ganze Reihe von Vorhaben umsetzen. Er möchte den Bürgern das Wort Dienstleister wieder nahebringen. Jeder Bürger habe ein Anrecht, sich in Michelau wohlzufühlen. Deshalb möchte er einen kurzen Dienstweg einführen und sich gemeinsam mit den Mitarbeitern der Verwaltung den Problemen der Bürger annehmen.

„Michelau ist ein großer Wirtschafts- und Industriestandort“, sagte Rosenbauer. Als Partner der heimischen Betriebe möchte er einen „Runden Tisch“ einführen. Eine funktionierende Wirtschaft sei ein wichtiger Stützpfeiler, nicht nur in ökonomischer Hinsicht, sondern vor allem auch für deren Arbeitnehmer und Familien. Ein weiteres Thema war die Ortsumgehungsstraße.

Ortsumgehung soll Kerngemeinde entlasten

Um die Kerngemeinde innerorts vom Schwerlastverkehr und dem hohen Verkehrsaufkommen zu entlasten, plant Rosenbauer die Ortsumgehung wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken und zeitnah voranzubringen.

Als absolutes No-Go bezeichnete er die Beförderung von Michelauer Schülern an weiterführende Schulen im Landkreis. Gerade weil es für Kinder aus der Kerngemeinde unzumutbar sei, die stark befahrene Bahnhofstraße vor allen bei schlechten Witterungs- und Sichtverhältnissen zu nutzen. Hier möchte er gemeinsam mit dem Gemeinderat als Team Abhilfe schaffen und Schülern einen sicheren Bustransfer ermöglichen.

Die Baugebiete Richtung Keller seien zwar im Bebauungsplan enthalten, aber noch nicht erschlossen. Dies hänge an den Eigentümern, die nicht verkaufen wollen. Darüber hinaus möchte Rosenbauer Gewerbegebiete in Michelau und Schwürbitz aktiv bewerben sowie Leerstände von Wohn- und Gewerbeflächen füllen.

Für die aufwändig auf dem neusten Stand von Brandschutz und Beleuchtung gebrachte Mainfeldhalle schwebt Rosenbauer eine weitere Nutzung für Veranstaltungen wie Gewerbemessen oder einem „Tag der Vereine“ vor. Durch die große Anzahl an Gastronomiebetrieben und Übernachtungsmöglichkeiten sieht er auch im Tourismus ein weiteres Betätigungsfeld.

Korbmuseum auch im Winter am Sonntag öffnen

„Das Deutsche Korbmuseum ist ein Aushängeschild der Gemeinde, mit Winteröffnungszeiten von November bis März. Warum sollen wir unser Schmuckstück nicht auch im Winter an Sonntagen aufmachen?“, fragte Rosenbauer in die Runde. Für ein weiteres Aushängeschild der Gemeinde, das Hallenbad, könnte er sich einen Wellnessbereich mit Sauna vorstellen.

Am Ende seiner Rede stellte Rosenbauer fest: „Es ist Zeit für einen Bürgermeister und einen Gemeinderat im Sinne der Teamplayer.“ Er möchte Erhaltenswertes weiterführen und Neues schaffen. Seine Rolle als potenzieller Bürgermeister sieht er als Spielführer und Dienstleister für Wirtschaft und Bürger.

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